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Unterhaltsam gestalteten die Schüler den Festakt in der Realschule. Sie darf sich künftig „Referenzschule für Medienbildung“ nennen. Bei der Feier mit dabei war auch Ministerin Ilse Aigner (schwarzer Blazer).

Realschule Tegernseer Tal ausgezeichnet

Die digitale Premiumschule ist in Gmund

Gmund - Der Umgang mit digitalen Medien will gelernt sein. Die Realschule Tegernseer Tal hat sich das Thema auf die Fahnen geschrieben – und darf sich nun offiziell „Referenzschule für Medienbildung“ nennen.

Ilse Aigner, Staatsministerin für Wirtschaft und Medien, Energie und Technologie, überreichte die Urkunde und betonte beim Festakt in der Realschule, dass eine solche Auszeichnung nicht wie das Christkind vom Himmel falle. Die Ernennung zur „Referenzschule für Medienbildung“ sei vielmehr das Resultat harter, konsequenter Arbeit von über zweieinhalb Jahren. 

Die Medienausstattung der Schule sei top, betonte Aigner: „Man ist versucht, von ‚Realschule Tegernseer digital‘ zu sprechen“, scherzte die Medienministerin mit Blick auf die Klassenzimmer, die allesamt mit Wlan, Laptop, Beamer, Soundsystem und Dokumentenkamera ausgestattet sind. Insgesamt verfügt die Schule über 121 Rechner und 40 Tablets in drei Computerräumen, vier Computerarbeitsplätze in der Bibliothek für Schüler und zehn weitere für Lehrkräfte.

Aigner betonte, wie wichtig es sei, den qualifizierten Umgang mit den Medien zu erlernen – sowohl technisch als auch inhaltlich. „Der Umgang mit digitalen Medien ist heute eine Kulturtechnik wie das Lesen, Schreiben und Rechnen“, machte sie deutlich und überreichte fünf Schülern aus den siebten Klassen ihren Medienführerschein.

Viel Lob gab es bei dem Festakt, zu dem zahlreiche Ehrengäste aus Politik und Wirtschaft sowie Vertreter der Schulfamilie gekommen waren, auch für den Charakter der Realschule. „Mit dem freundlichen Geist, der hier herrscht, ist sie eine Vorzeigeschule. Das Referenzprädikat ist wirklich gerechtfertigt“, betonte Landrat Wolfgang Rzehak, ehe Ministerialbeauftragter Wilhelm Kürzeder unterhaltsam die Besonderheiten des Gmunder Konzepts hervorhob. Es funktioniere fächerübergreifend und sei perfekt dem Lehrplan angepasst. Alle Lehrer sind durch Tagungen und Fortbildungen auf dem gleichen Wissensstand und – unter anderem durch „Mebis“, Infoportal, Mediathek und Lernplattformen – so gut vernetzt, dass die Schüler ihre Medienkompetenz erweitern und in allen Fächern, entsprechend ihres Lernstands, anwenden können, erklärte Kürzeder. 

Und auch die Eltern seien in das Konzept mit eingebunden. „Die Realschule Tegernseer Tal ist eine digitale Premiumschule. Die Referenzschulen, die Handlungsmuster liefern, sind Leuchttürme“, sagte der Ministerialbeauftragte. „Unser Ziel ist es, dass die Schüler selbstbestimmt mit den Medien und der Informationsflut umzugehen lernen, dass sie die Nutzer sind und erkennen, wenn man sie versucht zu nutzen“, meinte Konrektor Tobias Schreiner, der das Konzept zusammen mit der Medien-Lehrer-Task-Force launig im Detail vorstellte. „Wir haben uns mit unseren drei Säulen aus Musikklasse, AKZENT Elternarbeit und unserem Medienkonzept zukunftsfit gemacht“, zeigte sich Schreiner überzeugt. Der Eltern-Lehrer-Chor beendete mit einer Darbietung den Festakt.

Von Alexandra Korimorth

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