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Realschule Tegernseer Tal: Eröffnung von Erweiterungsbau verzögert sich

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Von: Gerti Reichl

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Nur die Digitalboards fehlen noch: Mitte Februar will Schulleiter Tobias Schreiner mit den Abschlussklassen in den Erweiterungsbau ziehen.
Nur die Digitalboards fehlen noch: Mitte Februar will Schulleiter Tobias Schreiner mit den Abschlussklassen in den Erweiterungsbau ziehen. © Stefan Schweihofer

Rein äußerlich wäre alles perfekt für den Einzug der Klassen in den Erweiterungsbau der Realschule Tegernseer Tal. Er war für den Jahresbeginn vorgesehen, verzögert sich nun aber.

Gmund – „Es ist so, wie das bei Bauprojekten eben ist“, stellt Schulleiter Tobias Schreiner nüchtern fest. „Manchmal entwickeln sich die Dinge anders.“ In diesem Fall sind es nicht Engpässe oder Verzögerungen aufgrund der Coronalage. Es ist die nachträgliche Entscheidung für modernste digitale Technik, die den ursprünglich anvisierten Einzug zum Jahreswechsel um mehrere Wochen verschiebt. „Wir bekommen Digitalboards“, verrät Schreiner am Ferientelefon, „und das war nicht Teil der Ausschreibung.“ Weil aber aus dem Digitalpakt Schule Fördermittel des Bundesministeriums für Bildung und Forschung zur Verfügung stehen, habe man entschieden, nicht nur den Erweiterungsbau, sondern alle Klassenzimmer mit digitalen Tafeln auszustatten. Mitte Februar, also zum Schulhalbjahr, sollen die Tafeln installiert und der Einzug möglich sein. Aus der digitalen Premiumschule – schon 2015 wurde die Realschule offiziell zur „Referenzschule für Medienbildung“ ernannt – folgt nun die digitale Vorzeigeschule.

Zeitplan bei Bauarbeiten eingehalten

Was das neue Gebäude an sich betrifft, so ist Schreiner mit den Arbeiten vollauf zufrieden: „Der Zeitplan wurde eingehalten“, lobt er, und so konnte der 34 mal 13 Meter große und exakt 7,67 Meter hohe Bau mit Flachdach noch vor Weihnachten an den Landkreis als Bauherrn übergeben werden – gut ein Jahr nach dem ersten Spatenstich. Die Ausbesserung von ein paar kleineren Mängeln sei nun noch möglich, ehe die Klassenzimmer tatsächlich gefüllt werden.

Über fünf weitere Klassenzimmer sowie zwei Büros verfügt der Neubau, mit dem sich das Raumproblem im erst 2014 eröffneten Schulhaus nun lösen dürfte. 663 Schülerinnen und Schüler waren zuletzt ins Schuljahr gestartet, verteilt auf 27 Klassen. Fachräume stehen damit künftig wieder als solche zur Verfügung, sie waren zuletzt aus Platzgründen zu Klassenzimmern umfunktioniert worden. In den Neubau sollen die fünf Abschlussklassen einziehen, um sich hier in Ruhe auf die Prüfungen vorbereiten zu können.

Modernste Technik in den Klassenzimmer

Modernste digitale Technik hilft dabei: 86 Zoll große Bildschirme ermöglichen künftig erstklassige Darstellungsformen, die Verknüpfung mit Laptops oder drahtlosen Dienstgeräten der Lehrkräfte macht’s möglich. Etwa 3000 Euro, zuzüglich Kosten für Installation und der damit verbundenen elektronischen Ausstattung der Räume, kostet jede Tafel, 45 Stück sind laut Schreiner geordert. Dass sich der Landkreis bei der Beschaffung von Fördergeldern stark engagiert hat, lobt der Schulleiter ausdrücklich.

Trotz aller Vorfreude auf das neue Zeitalter startet Schreiner mit gemischten Gefühlen ins Jahr 2022: Omikron und der bisher ungewisse Umgang mit der Virus-Variante in den Schulen bereite ihm noch Sorgen. Aber das steht auf einem anderen Blatt Papier, oder besser gesagt: Digitalboard.

gr

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