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Junges Führungsduo: Rektor Tobias Schreiner (l.) mit seinem neuen Stellvertreter Stephan Wörle.

Stephan Wörle (36) tritt im Februar Amt als Konrektor an

Realschule Gmund: Ein neuer Vize ist an Bord

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Es gibt wieder einen Konrektor an der Realschule in Gmund. Nachdem Tobias Schreiner das Schiff ein halbes Jahr lang alleine gelenkt hatte, geht nun der Rosenheimer Stephan Wörle (36) mit an Bord. Auf ihn wartet ein großes Projekt.

Gmund – Wehmut und Abschiedsschmerz waren groß, als zum Ende des vergangenen Schuljahres der damalige Rektor Stefan Ambrosi seinen Hut nahm und die Realschule am Tegernsee verließ. Gemeinsam mit seinem Vize Tobias Schreiner (38) hatte er die noch junge Schule aufgebaut und deren Profil als innovative und familiäre Bildungsstätte geschärft. Somit war die Schulfamilie erleichtert, als feststand, dass Schreiner das Ruder von Ambrosi übernehmen würde. Der Stellvertreter-Posten blieb zunächst unbesetzt. Zum Start des zweiten Schulhalbjahres wird sich das nun ändern: Am 26. Februar tritt Stephan Wörle offiziell sein Amt als Konrektor an. „Ich bin sehr, sehr froh, dass die Stelle wieder besetzt ist“, sagt Schreiner.

Das erste halbe Jahr als Rektor in Gmund – noch dazu ohne Vize – bezeichnet Schreiner als „sehr intensive Zeit“. Auf der Sachebene hätten er und seine Kollegen die Aufgaben gut bewältigen können, „aber auf der menschlichen Ebene fehlt Stefan Ambrosi natürlich sehr“, räumt der 38-Jährige ein. Schreiner freut sich, dass er nun wieder einen „Ansprechpartner auf Augenhöhe“ hat. Auch wenn der mit einer Körpergröße von über 1,90 Metern seinen Rektor um gut drei Köpfe überragt. Ansonsten allerdings, so erklärten Schreiner und Wörle am Donnerstag unisono, stimme die Chemie zwischen ihnen beiden einwandfrei.

Er habe schon etliches über die Realschule in Gmund gehört, erklärt der neue Konrektor. „Es ist spannend, das nun in der Praxis kennen zu lernen.“ Wörle war zuletzt fünfeinhalb Jahre beim Staatsministerium in München tätig, zuvor arbeitete er als Lehrkraft an der Realschule in seiner Heimatstadt Rosenheim.

Dass der 36-Jährige die Fächer Mathematik, Physik und Informationstechnologie unterrichtet, bezeichnet Schreiner als glückliche Fügung. Zeitgleich mit dem Amtsantritt Wörles gehe nämlich eine Lehrkraft mit eben dieser Fächerkombination in Elternzeit. „Ich bin nicht hier, um die Schule zu verändern“, meint Wörle. Dennoch sei er froh, künftig an einer Schule tätig zu sein, bei der man ein offenes Ohr für Neuerungen und Anregungen habe.

Mit einer solchen Neuerung wird es der künftige Konrektor schon im nächsten Schuljahr zu tun bekommen, wie Schreiner verrät. Dann nämlich werden neben den bereits bestehenden Chorklassen für die fünften und sechsten Jahrgangsstufen auch so genannte Forscherklassen angeboten. „Wir wollten unser Profil im naturwissenschaftlichen Bereich stärken“, erläutert Schreiner. Heißt: Die Kinder dieser Klassen werden in einer Doppelstunde „Forschen“ unterrichtet mit Inhalten aus der Physik, der Chemie und Informationstechnologie. „Bei diesem Projekt wird Herr Wörle eine maßgebliche Rolle spielen“, teilt Schreiner mit.

Der Rektor ist zuversichtlich, dass die Zusammenarbeit mit seinem neuen Vize reibungslos funktionieren wird: „Wir haben beide eine ganz ähnliche Einstellung zur Arbeit und sind beide mit Herblut dabei.“

gab

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