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Viel zu klein ist inzwischen das Realschulgebäude in Gmund. Im kommenden Schuljahr werden hier vier fünfte Klassen starten. 

Zahlen in Gmund und Holzkirchen stabil

Realschulleiter zufrieden: Anmelde-Prozedere ohne „Live-Kontakt“ hat gut geklappt

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    Christian Masengarb
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Anders als gewohnt lief heuer die Anmeldung für die künftigen fünften Klassen an den weiterführenden Schulen ab. Schuld war Corona. An den Realschulen in Gmund und Holzkirchen hat dennoch alles gut geklappt.

Gmund/Holzkirchen – Wegen der Corona-Krise durften die Eltern und ihr Nachwuchs in diesem Jahr nicht persönlich zur Anmeldung in den Schulen erscheinen – dennoch ließ sich das Verfahren gut handhaben, wie eine Nachfrage bei zwei Realschulen im Landkreis Miesbach zeigt, die bereits einen ersten Überblick über die Zahlen der künftigen Fünftklässler haben.

Joachim Fischer ist zufrieden: „Wir werden vier neue Klassen haben“, sagt der Schulleiter der Oberland Realschule Holzkirchen. „Das ist genau das, was wir wollen.“ Weil seine Schule in diesem Jahr keine Kinder aus dem Landkreis München angenommen hat, sind die aktuell 88 fixen Anmeldungen und 24 Probeschüler weniger als die 140 Neulinge, die im vergangenen Jahr nach Holzkirchen kamen. Entsprechend wird es eine fünfte Klasse weniger geben. Und das sei auch dringend nötig, sagt Fischer. „Wir haben keinen Platz mehr im Haus. Wir müssen reduzieren.“

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Weil die Einschreibung heuer nur online und per Post möglich war, rechnet Fischer noch mit einigen Briefen, die erst in den nächsten Tagen eintreffen werden. Viel werde sich an den Zahlen aber nicht mehr ändern. Insgesamt habe Corona den Prozess nicht negativ beeinflusst. „Live-Kontakt ist immer etwas anderes“, sagt Fischer. Mit Online-Videos habe die Realschule den Nachteil aber gut aufgefangen.

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Die Realschule in Gmund, bekanntlich ebenfalls von Platznöten geplagt, knackt heuer bei den Anmeldungen nicht die Rekordmarke vom Vorjahr. 123 Familien hatten bis zum Freitag ein Kind für die fünfte Klasse angemeldet. „Das liegt ein klein wenig über dem Schnitt der letzten fünf Jahre“, sagt Rektor Tobias Schreiner.

Wegen Corona gab’s heuer keinen persönlichen Kontakt, die Formulare wurden ausschließlich per Post geschickt oder eingeworfen. „Das hat ganz gut geklappt“, berichtet Schreiner, der wie sein Holzkirchner Kollege damit rechnet, dass es aufgrund der Prozedur noch ein paar Nachzügler geben wird. Er schätzt, dass sich nach Probeunterricht und Zeugnisvergabe an den Mittelschulen die Zahl der neuen Fünftklässler bei etwa 100 einpendeln werde. Das wären dann vier mittelgroße Klassen. Ausgelegt war die Realschule am Tegernsee, die schon bald einen Anbau bekommen soll, eigentlich auf Dreizügigkeit.

Besonders freut den Schulleiter die Tatsache, dass mehr als die Hälfte der angemeldeten Schüler aufgrund des Notendurchschnitts im Übertrittszeugnis auch aufs Gymnasium hätte gehen können. Denn diese Schüler und ihre Familien hätten sich ganz bewusst für das Bildungsangebot der Gmunder Realschule entschieden.

mas/gab

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