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Auf diesem Grundstück hinter dem Bauhof in Gmund sollen die zwei Mehrfamilienhäuser entstehen. Die Nachbarn hatten angekündigt, den Bau rechtlich überprüfen zu lassen.

Allen Protesten der Nachbarn zum Trotz

Gemeinde-Häuser sind auf gutem Weg

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Gmund - Das bei Nachbarn umstrittene Wohnbau-Projekt der Gemeinde Gmund hinter dem Bauhof ist auf einem guten Weg: Die Regierung hat eine Förderung zugesagt. Der Bau kann wohl bald beginnen.

Eine gute Nachricht flatterte dem Gmunder Bürgermeister Georg von Preysing (CSU) jetzt auf den Tisch im Rathaus: Die Regierung von Oberbayern hat dem Antrag zur Förderung der zwei geplanten Mehrfamilienhäuser auf dem gemeindeeigenen Grundstück hinter dem Gmunder Bauhof zugestimmt. Über diese Neuigkeit informierte Preysing die Mitglieder des Ortsplanungsausschuses bei deren jüngster Sitzung. „Zugleich haben wir auch die Zustimmung für den vorzeitigen Beginn des Vorhabens bekommen“, freute sich der Rathauschef.

Rund 3,4 Millionen Euro wird das komplette Projekt verschlingen. 30 Prozent der Kosten wird nun die Regierung von Oberbayern aus dem Kommunalen Förderprogramm zur Schaffung von Mietwohnungen übernehmen. Zudem kann die Gemeinde für 60 Prozent der Kosten ein günstiges Darlehen bekommen.

Die konkreten Pläne wurden bereits vorgestellt. Gebaut werden zwei jeweils zweistöckige Mehrfamlienhäuser mit insgesamt 14 Wohnungen – eine davon behindertengerecht. Auch eine Tiefgarage für insgesamt 13 Fahrzeuge wird entstehen. Die Wohnungen sollen mit bis zu einem Drittel mit anerkannten Asylbewerbern belegt werden, in die restlichen Wohnungen sollen sozial schwache Mieter oder Mitarbeiter von Gemeinde oder Feuerwehr einziehen.

Den entsprechenden Bauantrag und die nötigen Bebauungsplanänderungen hat der Ortsplanungsausschuss bereits befürwortet. Wenn der Antrag nun auch vom Landratsamt Miesbach komplett genehmigt ist und die Aufträge für die Arbeiten vergeben sind, kann’s losgehen. Die Gemeinde will das Vorhaben schnellstmöglich verwirklichen. Die Finanzen jedenfalls sind schon geregelt.

Unterdessen ist noch offen, wie sich der Protest der Nachbarn an der Hirschbergstraße entwickelt. Zehn Familien hatten sich zusammengeschlossen und angekündigt, das Wohnprojekt an dieser Stelle rechtlich prüfen zu lassen (die Tegernseer Zeitung berichtete). Ein Anwohner hatte sogar die Befürchtung geäußert, dass sein Anwesen nach dem Bau der Häuser an Wert verlieren könnte.

gr

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