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Zu schmal für Radfahrer: Der Gehweg zwischen Gmund und Dürnbach reicht gerade für Spaziergänger – auch mit Hund. Der gewünschte Erweiterung zum Geh- und Radweg scheitert an der Grundstücksfrage.

Antrag aus der Bürgerversammlung 

Schlechte Aussichten für Radfahrer in Gmund

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Gmund - Radfahrer zwischen Gmund und Kreuzstraße leben gefährlich. Darum wurde bei der Bürgerversammlung der Ruf nach dem Ausbau des vorhandenen Gehwegs laut. Die Chancen stehen schlecht.

Radfahrer zwischen Gmund und Kreuzstraße leben gefährlich. Darum wurde bei der Bürgerversammlung der Ruf nach dem Ausbau des vorhandenen Gehwegs laut. Doch der ist laut Bürgermeister Georg von Preysing nicht umsetzbar.

Wer zu Fuß oder mit dem Fahrrad zwischen Gmund und der Kreuzstraße unterwegs ist und sicher ans Ziel kommen möchte, der hat nur eine Möglichkeit: Er muss den vorhandenen Gehweg benutzen. Doch der ist offiziell nur für Fußgänger zugelassen. Für erwachsene Radfahrer ist die Benutzung eigentlich verboten, sie müssen auf der vielbefahrenen Bundesstraße radeln. Lediglich Kinder bis acht Jahre müssen und Kinder bis zehn Jahre dürfen den Weg in Begleitung der Eltern befahren. Bereits zur Bürgerversammlung im März hatte der Gmunder Jochen Saurle angefragt, ob nicht der Ausbau des Gehwegs möglich wäre. Dann nämlich könnte der Weg auch für Radfahrer freigegeben werden. Im Gemeinderat brachte Bürgermeister Georg von Preysing (CSU) den Antrag zur Sprache und informierte darüber, dass die Gemeinde nicht untätig geblieben sei. 

Sie traf sich mit der Polizei sowie Vertretern des Landratsamtes und des Staatlichen Bauamts Rosenheim vor Ort. Dabei zeigte sich, dass die gewünschte Verbreiterung nur schwer realisierbar wäre. So ist der Gehweg zwischen Gmund und Dürnbach entlang der Straßerwiese nur 1,80 Meter breit. Um ihn für Radfahrer in eine Fahrtrichtung freizugeben, müsste er 2,50 Meter breit sein. Bei einer Benutzung in beide Fahrtrichtungen wäre sogar eine Mindestbreite von drei Metern erforderlich. „Der Ausbau ist sowohl in Dürnbach als auch in Moosrain kaum machbar“, erklärt Annemarie Heizmann vom Gmunder Bauamt auf Nachfrage. 

„Auch deshalb, weil die Gehsteige an vielen Stellen durch Einfahrten unterbrochen sind.“ Dann ist da noch ein geforderter Grünstreifen, der zwischen der Bundesstraße und dem Gehweg liegen und eine Breite von zwei Metern haben muss. Diesen Grünstreifen gibt’s stellenweise, „doch er ist mit 1,75 Metern viel zu schmal“, erklärte Preysing in der Sitzung. Der Rathauschef machte wenig Hoffnung, dass Landwirte, denen die angrenzenden Wiesen gehören, mit sich reden lassen und Grund für eine Verbreiterung abtreten. Er versprach dennoch, nach einer Lösung zu suchen. Besser sieht’s mit dem Gehweg an der Finsterwalder Straße aus. Er führt am Recyclinghof vorbei und endet derzeit noch am Bahnübergang. Dieser Weg soll, wie berichtet, in naher Zukunft bis Finsterwald verlängert werden. Er ist laut Bauamt bereits ausreichend breit und darf auch von Radfahrern in beiden Fahrtrichtungen benutzt werden. „Allerdings“, erklärte Heizmann, „muss auf Fußgänger Rück

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