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In Gmund künftig mit 1500 Euro bezuschusst: die Schulschach-Kurse

Spendengesuch im Gemeinderat

Gmund unterstützt Schulschach mit 1500 Euro

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Gmund - In Gmund nehmen 90 Kinder an Schulschach-Kursen teil - deswegen traf die Gemeinde ein Spendengesuch. Statt den gewünschten 2000 Euro sagte der Gemeinderat 1500 Euro zu. 

An sämtlichen Grund- und weiterführenden Schulen im Landkreis bietet der Verein Schulschach Kurse an. 750 Kinder werden derzeit unterrichtet, die Nachfrage ist aber doppelt so groß. Sogar an Meisterschaften nehmen die Schachkinder erfolgreich teil. Der Verein mit dem Vorsitzenden Arnfried Färber und seinem Stellvertreter Horst Leckner hat dabei eine klare Vision: Schachunterricht für alle 1500 interessierten Kinder. Dafür wären mindestens drei weitere Schachlehrer nötig, drei renommierte Schachlehrer sind bereits engagiert. Auch für den Bräumannhof bei Waakirchen, in dem Förderunterricht für besonders begabte junge Schachspieler stattfindet, muss bei Bedarf eine Alternative geschaffen werden können. 

Der derzeitige Hauptsponsor, die Kreissparkasse Miesbach-Tegernsee, schraubte seine Spenden deutlich zurück

Für diese Ziele braucht der Verein aber eine langfristig gesicherte finanzielle Basis. Derzeit ist die Kreissparkasse Miesbach-Tegernsee der Hauptsponsor, sie schraubte jedoch ihre Spenden deutlich zurück. Dadurch musste der Beitrag für die Eltern auf 84 Euro pro Schulhalbjahr angehoben werden. Auch die Fritz und Thekla Funke Stiftung, der Lions-Club Tegernsee und die Hubertus-Altgelt-Stiftung greifen dem Verein unter die Arme. Und dennoch ist er auch auf die Unterstützung der Gemeinden angewiesen. 

90 Kinder aus der Gemeinde Gmund nehmen an den Schachkursen teil

Bei der Sitzung des Gmunder Gemeinderats stand ein Spendengesuch auf der Tagesordnung. 90 Kinder aus der Gemeinde Gmund nehmen derzeit an den Schachkursen teil. Weil diese Quote im Vergleich zu anderen Gemeinden nach Ansicht des Vereins relativ hoch sei, hielt es Vize-Vorsitzender Horst Leckner für angebracht, den bisherigen Zuschuss von 950 Euro auf 2000 Euro aufzustocken.

Sechs von 17 Landkreisgemeinden zahlen nichts für den Schachunterricht

Diese Summe erschien Bürgermeister Georg von Preysing (CSU) etwas zu hoch. Er schlug einen Kompromiss von 1500 Euro vor. Wohl auch vor dem Hintergrund, dass sechs von 17 Landkreis-Gemeinden nichts für den Schachunterricht an Schulen zahlen. Martina Ettstaller (CSU) bedauerte diese mangelnde Solidarität, sie war jedoch für die Überweisung von 2000 Euro. Fraktionskollege Franz von Preysing schloss sich ihr an: Schach sei auch eine Art von Sozialunterricht, fand Franz von Preysing. Er schlug vor, dass das Geld speziell für die Gmunder Kinder eingesetzt werden und ein Lehrer für sie gewährleistet sein sollte. Michael Huber (SPD) war für die 2000 Euro. „Schach bringt Kindern viel“, fand er. „Absolut unterstützungswürdig“, fügte Christine Zierer (FWG) hinzu und machte sich ebenfalls für 2000 Euro stark. 

Vize-Bürgermeister Georg Rabl (FWG) hielt 1500 Euro für angemessen. Die Zahlung sei eine freiwillige Leistung der Gemeinde, meinte Rabl. Es handle sich um einen privaten Verein, und der sollte sich seiner Meinung nach noch um andere Geldquellen bemühen. 

In der Abstimmungsrunde beschloss der Gemeinderat eine Summe von 1500 Euro zur Unterstützung

In der Abstimmung war dann nur die Minderheit von sieben Gemeinderäten für den höheren Zuschuss über 2000 Euro. Mit einer Gegenstimme wurde in einer weiteren Abstimmungsrunde beschlossen, dem Verein Schulschach mit 1500 Euro jährlich unter die Arme zu greifen. Diese Zahlung soll rückwirkend für das Jahr 2015 gelten.

gr

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