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Auf dieser Wiese (r.) oberhalb der Bundesstraße bei Kaltenbrunn soll der Parkplatz entstehen. 

Protest gegen Vorhaben bei Kaltenbrunn verschärft sich

Käfer-Parkplatz: Schutzgemeinschaft plant Petition

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Gmund - Die Schutzgemeinschaft Tegernseer Tal (SGT) lässt nicht locker: Sie verschärft ihren Protest gegen den Parkplatz auf einer Wiese bei Kaltenbrunn und plant eine Petition. 

Kommt der geplante Parkplatz auf einer Wiese oberhalb der Bundesstraße bei Kaltenbrunn oder kann er noch verhindert werden? Nach dem Mehrheitsbeschluss des Gmunder Gemeinderates mit 12:7 Stimmen, die Fläche mit rund 125 Stellplätzen öffentlich zu widmen und damit die Realisierung ohne einen Bauantrag zu ermöglichen, sind die Weichen gestellt. Für die Schutzgemeinschaft Tegernseer Tal (SGT) sei jetzt Eile geboten, sagt SGT-Vorsitzende Angela Brogsitter-Finck. Es sei klar: Der Parkplatz muss verhindert werden. 

Einen Dämpfer hat die SGT allerdings schon einstecken müssen: Sie wollte sich für ihren Protest auf das Gerichtsurteil aus dem Jahr 2008 stützen, das die damaligen Hotel-Pläne in Kaltenbrunn zu Fall gebracht hatte. „So wie es aussieht, können die Aussagen aber nicht auf den Parkplatz übertragen werden, da sie sich auf den Bebauungsplan Kaltenbrunn bezogen haben“, so Brogsitter-Finck. Daher will die SGT jetzt eine Petition in Erwägung ziehen. Das genaue Vorgehen dazu stehe noch nicht fest. 

"Lassen uns nicht einschüchtern"

Markus Kemeter, Geschäftsführer von Gut Kaltenbrunn, macht deutlich: „Wir werden uns nicht einschüchtern lassen.“ Will heißen: Der Parkplatz soll so schnell wie möglich realisiert werden. Möglichst noch vor den Sommerferien Anfang August soll mit dem Bau begonnen werden. „Es pressiert wegen dem Park-Chaos, das im vergangenen Jahr geherrscht hat“, argumentiert Kemeter. Chaos, das nicht nur Kaltenbrunn-Gäste, sondern auch Wanderer und Badegäste verursacht hätten. Dies ist auch das Argument, warum der Parkplatz öffentlich gewidmet werden und nicht nur für Kaltenbrunn-Gäste zur Verfügung stehen soll. Er sei dankbar, dass sich der Gmunder Gemeinderat von der Notwendigkeit des Parkplatzes habe überzeugen lassen, sagt Kemeter und versichert, dass der Platz sehr naturnah und ohne asphaltierte Fläche angelegt werde. „Eine zweite Baumreihe wird dafür sorgen, dass die Autos kaum zu sehen sind, auch nicht vom Wallberg.“ Kemeter betont: „Wir werden unseren Weg wie geplant gehen.“ Das heißt: Der Plan für den Parkplatz wird dieser Tage dem Landratsamt Miesbach zur Prüfung vorgelegt. Der Geschäftsleiter von Michael Käfer auf Gut Kaltenbrunn hofft, dass der Parkplatz schnell „abgewinkt“ wird. 

Wie berichtet, ist ein Bauantrag nicht nötig. Dr. Thomas Eichacker vom Landratsamt Miesbach stellt den rechtlichen Sachverhalt noch einmal dar: „Die Tatsache, dass keine Baugenehmigung erforderlich ist, hat mit der Entscheidung, ob naturschutzrechtlich eine Befreiung von den Verboten der Landschaftsschutzgebiets-Verordnung möglich ist oder nicht, nichts zu tun.“ Ob eine Befreiung möglich ist, richte sich ausschließlich nach Paragraph 67 des Bayerischen Naturschutzgesetzes und der Rechtssprechung hierzu. Hier seien Kriterien wie Größe der Fläche, Massivität des Eingriffs und die landschaftlichen Auswirkungen relevant. Eichacker: „Vorbehaltlich der Prüfung der genauen Planunterlagen, die uns noch nicht vorliegen, halten wir eine Befreiung grundsätzlich für möglich." 

gr

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