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Hier soll der Querbau entstehen. Die Schutzgemeinschaft Tegernseer Tal ist dagegen.

Querbau für Biergarten-Ausschank

Kaltenbrunn: SGT prüft juristische Schritte

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Kaltenbrunn soll einen Querbau für den Biergarten-Ausschank bekommen, doch die Schutzgemeinschaft Tegernseer Tal (SGT) macht da nicht mit. Sie prüft jetzt sogar juristische Schritte.

Gmund Der Gmunder Gemeinderat hat in einer zweiten Runde den anfangs umstrittenen Querbau für den Biergarten-Ausschank befürwortet. Für die Schutzgemeinschaft Tegernseer Tal (SGT) stellt sich nun die Frage, ob ein Querriegel-Bau genehmigungsfähig ist, nur weil er von etwa 20 auf 15 Meter verkürzt und etwas niedriger wird. „Die Sichtachse auf den See und die Ansicht vom See aus wird er trotzdem nachhaltig verändern“, findet die Vorsitzende Angela Brogsitter-Finck. „Und das, obwohl die höchstrichterliche Instanz in Bayern neben dem besonderen Denkmalschutz auch den Erhalt des Charakters und den Erhalt der historischen Bausubstanz und die landschaftliche Einbettung vom Gut gebietet.“ 

Natürlich müsse die Gastronomie rentabel sein, „fraglich ist aber“, so die SGT, „ob eine Karibik-Bar-Prägung am Nordufer der richtige Weg zum Erfolg ist.“

Hat das Urteil von 2008 noch Gültigkeit?

Die erneuten Umplanungen mögen den Ansichten des Gemeinderats, des Kreisbaumeisters und der oberen Denkmalpfleger entsprechen, so die SGT. Der Bayerische Verfassungs-Gerichtshof setze mit seinem Urteil vom 22. Juli 2008, das damals die Hotel-Pläne in Kaltenbrunn zunichte gemacht hatte, aber deutlich andere Maßstäbe. In dem Urteil heißt es, dass das Ziel in erster Linie der Erhalt der Anlage in Charakter, historischer Baukonstruktion und landschaftlicher Einbettung sein müsse. Kaltenbrunn, so die SGT, werde dabei auch in städtebaulicher Hinsicht als Denkmal eingestuft, weil es sowohl vom See und seinem Ufer her, als auch von den umgebenden Höhenzügen weithin einsehbar sei. „Es prägt sowohl das Ortsbild von Gmund als auch das Landschaftsbild des nördlichen Tegernseeufers.“

Für die SGT gebe es nur eine Lösung: „Landratsamt und die Regierung dürfen keine Baugenehmigung erteilen.“

gr

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