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Diese Wiese bei Kaltenbrunn soll zum Parkplatz werden.

Kampfansage gegen Parkplatz

Kaltenbrunn: SGT trifft sich mit Käfer zum Schlagabtausch

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Gmund - Am Montag traf sich die SGT mit Michael Käfer, um Klartext zu reden. Und: Wenn Käfers Plan Erfolg hat, wird der Kreistag nie über den Parkplatz entscheiden.

120 bis 150 Fahrzeuge will Michael Käfer auf einer Wiese von Kaltenbrunn-Besitzerin Alexandra Schörghuber oberhalb der Bundesstraße künftig parken. Die Fläche werde „möglichst naturnah“ gestaltet, eine weitere Heckenreihe werde gepflanzt, verspricht Käfer. Wohl aus optischen Gründen und, um die Angst vor einerbunt glitzernde Masse Autos zu mildern, wie sie aus Rottach-Egern laut wurde. Käfer braucht den Parkplatz, angesichts des ab Oktober zur Verfügung stehenden Angebots an Eventfläche. 

Die SGT, die sich als Sprecherin kritischer Bürger und besorgter Naturschützer sieht, will den Parkplatz verhindern. Für die Vorsitzende Angela Brogsitter-Finck eine heikle Mission. Sie verbindet mit Käfer ein „freundschaftliches Verhältnis“, im Parkplatz-Streit muss sie jetzt aber Kante zeigen. Am Montagmittag trafen sich Brogsitter-Finck und die SGT-Mitglieder Kathrin Weber, James Lürmann und Johannes von Miller mit Michael Käfer und dessen Geschäftsführer Markus Kemeter, um Klartext zu reden. Es sei ein „gutes Gespräch“ gewesen, fasst Brogsitter-Finck das einstündige Treffen zusammen. Jeder habe die Positionen des anderen durchaus verstanden. „Dennoch haben wir unmissverständlich klar gemacht, dass uns der Landschaftsschutz heilig ist, und dass wir gegen den Flächenverbrauch kämpfen.“ 

SGT stützt sich auf Urteil von 2008

Falls Käfer auf dem Parkplatz beharrt, hat sich die SGT schon eine Marschroute parat gelegt: Sie wird sich auf zwei Kernaussagen des Gerichtsurteils vom 22. Juli 2008 stützen, mit dem damals der Bebauungsplan für ein Hotel in Kaltenbrunn zu Fall gebracht worden war. Die lauteten: „...die Verbindung des Denkmals mit seiner landschaftlichen und städtebaulichen Einbindung entspricht einem allgemeinen denkmalschutzrechtlichen Prinzip, das der Umgebung des Denkmals und seinem dadurch mitbestimmten Erscheinungsbild auch rechtliche Relevanz verleiht“. Weiter hieß es damals: „Angesichts des hohen Rangs des Denkmalschutzes...muss der Eigentümer es grundsätzlich hinnehmen, dass ihm eine möglicherweise rentablere Nutzung des Grundstücks verwehrt bleibt.“ Die SGT, so die Vorsitzende, werde nun prüfen lassen, ob das Urteil von 2008 rechtlich noch gültig ist. Könnte die SGT jetzt erneut Kaltenbrunn in die Knie zwingen? „Wir werden sehen“, sagt die Vorsitzende, zu Allem entschlossen. 

Gibt es Alternativen zum Parkplatz? In dem Gespräch habe Brogsitter-Finck deutlich gemacht: „Wir brauchen Zukunftsvisionen, sonst ersticken wir im Verkehr.“ Käfer wiederum konterte: Parken am Volksfestplatz und einen Fußmarsch zum Gut halte er für nicht machbar. Es gebe aber Gedankenspiele, etwa die Anmietung von Parkplätzen im Wiesseer Spielbank-Park-Deck. Die SGT appellierte an Käfer, eine Vorreiter-Rolle zu übernehmen.

Käfer hält am Parkplatz fest. Allerdings: Ein konkreter Antrag, so Gerhard Brandl als Sprecher des Landratsamts, liege noch gar nicht vor. „Aber es gibt Gespräche mit unserer Fachbehörden.“ Dabei wurde vereinbart, dass die Fläche im Landschaftsschutzgebiet verbleibt, aber von den Bestimmungen befreit wird. Das heißt: Der Naturschutz kann einwirken, wie die Fläche gestaltet wird. „Der Kreistag“, so Brandl, „muss hier nicht entscheiden.“ 

gr

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