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Schon länger will die Gemeinde Gmund die alte Seeturnhalle abreißen. Bis vor kurzem lebten hier aber noch knapp zehn Asylbewerber. 

Gmund gibt Ergebnis von nicht-öffentlicher Sitzung bekannt

Seeturnhalle: Alternativen für Flüchtlinge gefunden

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Gmund - Die Seeturnhalle in Gmund soll abgerissen werden. Für die neun Flüchtlinge, die bis zuletzt darin lebten, hat die Gemeinde offenbar alternativen Wohnraum in Gmund gefunden. 

Die Seeturnhalle in Gmund, zuletzt als Flüchtlings-Unterkunft genutzt, hat keine Zukunft mehr. Sie soll nach dem Willen der Gemeinde abgerissen werden. Das Thema hatte im Oktober für Aufsehen gesorgt, weil die Zukunft der Halle und somit auch die der neun noch verbliebenen Asylbewerber in nicht-öffentlicher Sitzung diskutiert worden war.

Eine von SPD-Gemeinderat Johann Schmid beantragte Verlegung der Diskussion in den öffentlichen Teil war mehrheitlich abgelehnt worden – auch zur Enttäuschung des Asyl-Helferkreises. Gestern nun gab die Gemeinde Gmund offiziell das Ergebnis der Debatte bekannt und berichtete über die weitere Entwicklung.

Das Wichtigste vorne weg: Die Flüchtlinge, die bis zuletzt in der Seeturnhalle lebten, wurden nicht – wie vom Helferkreis befürchtet – in die Traglufthallen nach Rottach-Egern oder Holzkirchen verlegt. Für alle Bewohner sei anderer Wohnraum in Gmund gefunden worden, erklärt die Gemeinde in ihrer Pressemitteilung. Die Flüchtlinge seien inzwischen umgezogen. Somit steht die Seeturnhalle leer.

Ziel sei es, die Halle abzureißen, teilt die Gemeinde mit. „Sie ist sanierungsbedürftig, und die Unterhaltskosten wie zum Beispiel die Heizkosten sind unverhältnismäßig hoch.“ Diese Pläne seien allerdings nicht neu, betont die Gemeinde, sondern seit einigen Jahren in der Überlegung.

Doch warum wurde das Thema Seeturnhalle unter Ausschluss der Öffentlichkeit diskutiert? Auch darauf geht die Gemeinde in ihrer Pressemitteilung noch einmal ein. Sie sagt: „Vertragsangelegenheiten und Wohnungsvergaben werden grundsätzlich nicht-öffentlich behandelt.“ Bei dem Punkt seien unter anderem Inhalte von Mietverträgen, konkrete Unterbringungsmöglichkeiten sowie Namen möglicher anderer Interessenten für die in Frage kommenden Liegenschaften zur Sprache gekommen.

„Um eine offene Diskussion zu ermöglichen, die vertraglichen Angelegenheiten zu besprechen und auch den Datenschutz betroffener Personen zu gewährleisten, konnte der Punkt leider nicht in der öffentlichen Sitzung behandelt werden“, heißt es aus dem Gmunder Rathaus.

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