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Anmut und Körperbeherrschung: Die Schülerinnen der Tanzwerkstatt von Irene Gwisdalla zeigen bei der Gala einen Querschnitt ihres Könnens.

Irene Gwisdalla blickt auf bewegte Zeit zurück

Vor 25 Jahren schlug die Geburtsstunde von „Ballett am See“

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Vor 25 Jahren rief Irene Gwisdalla ihre Tanzwerkstatt „Ballett am See“ in Gmund ins Leben. Die Ballett-Gala im Rottacher Seeforum am 13. und 14. Oktober präsentiert ein Spektrum ihrer Choreographien.

Gmund Die heiße Phase hat längst begonnen: Immer wieder aufs Neue müssen die grazilen Körper gedehnt, die Schritte und Sequenzen eingeübt werden. Synchronität der Gruppe, perfekte Bewegung zur Musik, gepaart mit Ausdruck und Anmut – all das macht Ballett aus. Diplom-Tanzpädagogin und Choreographin Irene Gwisdalla ist damals wie heute von ihrem Beruf begeistert: „Ich bin beglückt, wenn sich die jungen Menschen Ballett zu Eigen machen, wenn sie sich mit Hingabe in die Tänze einfühlen und mit Engagement an den Inszenierungen teilnehmen.“

Gwisdallas persönliche Tanzreise begann 1992 mit Kinderballettkursen im katholischen Pfarrsaal von Gmund. Die Organistin Gudrun Forstner saß am Klavier und gab den Takt für Pliés oder Pirouetten vor. Bald darauf entstand ein Erwachsenenkurs für tänzerische Gymnastik, „und noch heute habe ich einige Damen der ersten Stunde in eben diesem Kurs“, freut sich Gwisdalla. Dann fragte sie die Vhs-Leiterin Eugenie Lückerath, ob sie nicht Kurse in Dürnbach anbieten wolle. Das war der Beginn der Tanzwerkstatt Gmund, „Ballett am See“.

Irene Gwisdalla gründete vor 25 Jahren ihre Ballettschule.

Recht schnell wurden große Kinderballett-Inszenierungen wie „Die Puppenfee“ oder „Das Märchen der Vier Jahreszeiten“ gestaltet, zum Teil mit dem Wiesseer Kurorchester oder mit Peter Wolff (Klavier) und Tochter Ilena Gwisdalla (Saxophon). Weitere Künste wurden integriert, ein Experiment, das 1994 großen Anklang fand, als die Vernissage der Gruppe Tal von einer Modern-Dance-Darbietung begleitet wurde. Den Aufführungen „Ach, du liebe Zeit“ 2012 im Münchner KUBIZ und „Ein Licht mir aufgegangen“ 2013 im Waitzinger Keller folgte 2016 „Tanzen im 3/4 Takt“. Allen Inszenierungen war eine ausgereifte, sehr feinsinnig-ästhetische Gesamtgestaltung zu eigen, von Licht über Accessoires bis hin zu den Kostümen fantasievoll und poetisch arrangiert. Wieder bereicherte Tochter Ilena, die sich als Schauspielerin und Synchronsprecherin einen Namen gemacht hat, mit ausgewählter Lyrik die Auftritte.

Viele Gastlehrer wurden im Laufe der Jahre eingeladen, Besuche im Nationaltheater mit den Schülern organisiert. „Unsere Kinder sind das Publikum von morgen, Kunst und Kultur machen das Leben farbig und lebenswert“, findet Gwisdalla. „Ich bin stolz auf die vielen Produktionen, eine bis zwei Inszenierungen jährlich“, sagt sie im Rückblick. Viele der Schüler seien seit 15 oder 20 Jahren dabei, und immer wieder entdecken neue Elevinnen und derzeit auch ein achtjähriger Junge ihre Begeisterung für Ballett.

Die frisch renovierte „Tanzinsel“ in Dürnbach bietet den perfekten Ort, sich künstlerisch zu entfalten und Körper und Seele zu bilden. Gwisdallas Intention ist es, jungen Menschen die Vielschichtigkeit und Schönheit von Musik und Ballett nahe zu bringen, sowie eine bestmögliche Tanztechnik, die Konzentration, Kraft, Ausdauer und Disziplin erfordert. „Wir bieten auch ein Podium, den eigenen Ausdruck zu finden, die eigene Schatztruhe der tänzerischen Vielfalt zu öffnen und seine Ressourcen und Kraftquellen zu entdecken“, sagt die Tanzpädagogin.

Das Gala-Programm präsentiert die markantesten Choreographien der verschiedenen Produktionen mit Musik von Bach, Satie, Chopin, Vivaldi, Brubeck, Krabat und anderen. Während die Proben auf Hochtouren laufen und die Aufregung der Elevinnen von Tag zu Tag wächst, hat Gwisdalla schon wieder neue Ideen und Bilder für die nächsten Aufführungen im Kopf. Es ist einfach die Leidenschaft für den Tanz, die sie trägt.

Hier gibt‘s Karten für die Jubiläums-Gala

Karten für die Ballett-Gala am Samstag, 13. Oktober, um 18 Uhr sowie Sonntag, 14. Oktober, um 11 und 17 Uhr im Seeforum Rottach-Egern gibt es zu 15 Euro (Erwachsene) und zehn Euro (Schüler) bei allen Tourist-Infos im Tal, unter der Telefonnummer 0 80 22 / 9 27 38 60, online im Webshop bei www.tegernsee.de sowie bei münchenticket. Infos gibt es auch unter www.ballettamsee.com.

gr

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