Es bleibt wie es ist: Der Skilift am Oedberg darf nicht stundenweise gemietet werden.
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Es bleibt wie es ist: Der Skilift am Oedberg darf nicht stundenweise gemietet werden.

Oedberg GmbH versuchte stundenweises Angebot – Landratsamt erteilt Absage

Skilift zum Mieten – da wird nichts draus

  • Gerti Reichl
    VonGerti Reichl
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Der Skilift für eine Familie allein, für eine Stunde: Auch am Oedberg wollten die Liftbetreiber diese Idee umsetzen. Das Landratsamt erteilt eine Absage.

  • Skilift und Piste zum Mieten für eine Stunde: Die Oedberg GmbH wollte den Versuch starten.
  • Landratsamt erteilt eine Absage.
  • Loipen, Parkplatz, Toiletten und Verpflegung „To Go“ weiter möglich.
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Gmund – Die Bedingungen für Wintersport sind dieser Tage so gut wie lange nicht. Georg Reisberger, Chef der Lift- und Freizeitanlagen am Oedberg, hätte da eine Idee, um Freizeitsportlern auf die Brettl zu helfen. Er würde den Oedberglift gerne stundenweise an eine Familie mit maximal einer weiteren Begleitperson vermieten. Ein abgesperrter und gekennzeichneter Bereich auf der Piste würde für die Abfahrt zur Verfügung stehen. Circa 180 Euro würde die Stunde Ski-Spass kosten. Für das Kinderland würden die Kosten niedriger sein.

„Wir würden die strengen Corona-Schutzmaßnahmen natürlich einhalten“, verspricht Reisberger, der seine Idee bereits auf der Oedberg-Homepage und über soziale Netzwerke verbreitet. Die Resonanz, sagt er, sei riesig.

Ganz neu ist Reisbergers Idee allerdings nicht: Am Böbinger Bromberg im Landkreis Weilheim Schongau ermöglichte der dortige Liftbetreiber auf diese Art regen Skibetrieb. Auch im Raum Garmisch-Partenkirchen scharrten Liftbetreiber mit den Hufen – allerdings spielte dort das Landratsamt nicht mit. Und auch in Böbing wurde inzwischen die Genehmigung zurückgezogen. Schlechte Karten also für den Oedberg?

Oedberglift zum Mieten: Landratsamt sieht keine Möglichkeit zur Ausnahme

„Das ist nicht erlaubt“, sagt Landratsamts-Sprecherin Sophie Stadler und verweist auf die staatliche Verordnung zum Infektionsschutz und eine aktuelle Beurteilung durch die Regierung. Sportreferentin Sabine Kirchmair sei im ständigen Austausch mit den umliegenden Landratsämtern, wo gleichlautende Anfragen eingegangen seien. „Es gibt keine Möglichkeit für eine Ausnahme“, so Stadler, „uns sind voll und ganz die Hände gebunden.“

Lift und Piste zum Mieten: Das wäre ein Lichtblick für die Betreiber gewesen

Für die Oedberg GmbH wäre die Aktion ein Lichtblick in der aktuellen „dramatischen bis katastrophalen“ Situation gewesen. Reisberger: „Wir kriegen keine Staatshilfen, und bisher haben wir das Kurzarbeitergeld unserer Mitarbeiter aufgestockt, weil man mit 60 Prozent Gehalt am Tegernsee nicht überleben kann.“ Mit drei bis vier Tagen Vermietung wäre dem Betrieb schon geholfen gewesen, meint Reisberger.

Nun bleibt’s also dabei: Wer aufgrund der 15-Kilometer-Regel und des Ausflugsverbots für Auswärtige überhaupt kommen darf, muss den Hang hinauf stapfen, um anschließend hinunter carven zu können. Gespurt sind auch die Langlaufloipen, der Parkplatz ist gegen eine Gebühr von fünf Euro ebenso geöffnet wie die Toiletten und die Möglichkeit für Verpflegung „To Go“ in der Oedbergalm.

Alle Infos zu Corona hier im News-Ticker.

gr

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