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Spatenstich für ein weiteres Gebäude im Gewerbegebiet Kanzlerfeld bei Gmund.

Im Gewerbegebiet Kanzlerfeld an der B 472 bei Gmund

Brauhaus Tegernsee: Spatenstich für neue Stapelhalle

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Kreuzstraße - Die Brauerei Tegernsee wächst weiter. Am Mittwoch war Spatenstich für eine neue Stapel- und Sortierhalle im Gewerbegebiet Kanzlerfeld bei Gmund.

Das Produktions-, Füll- und Logistikgebäude steht schon seit 2012. Auch eine Lagerhalle für Fest-Garnituren, mit deren Bau 2015 begonnen wurde, ist fertig. Ein riesiger Carport für Bier-Container ist am Entstehen. Ein Spatenstich erfolgte bisher nie. Wohl auch, weil über die Ansiedlung der Brauerei an dieser Stelle und die Herausnahme aus dem Landschaftsschutzgebiet durch den Kreistag heftig diskutiert worden war. „Das mit dem Spatenstich ist irgendwie untergegangen“, sagt Christian Wagner, Geschäftsführer des Brauhauses Tegernsee, der am Mittwochnachmittag also endlich zu einem Spatenstich einlud – diesmal aber für den dritten Abschnitt der Brauerei-Bauten im Gewerbegebiet Kanzlerfeld an der B 472 bei Kreuzstraße. 

13 Gäste, darunter die Brauerei-Besitzerin Herzogin Anna in Bayern, Landrat Wolfgang Rzehak, Gmunds Bürgermeister Georg von Preysing, zweiter Braumeister Georg Mayr, Architekten und Vetreter der Baufirma, schritten zur Tat, während hinter ihnen ein Bagger bereits fleißig das Erdreich abtrug. 

"Wir sortieren in Handarbeit"

Angrenzend an den bestehenden Bau wird nun eine Stapelhalle für Leer- und Vollgut mit einer Nutzfläche von 4500 Quadratmetern und einer Wandhöhe von 10,57 Metern entstehen. „Hier werden künftig auch die Träger mit den leeren Bierflaschen sortiert, und zwar in Handarbeit“, erklärt Wagner. Für eine Automatisierung dieses Ablaufs sei die Tegernseer Brauerei „zu klein“. Vier neue Mitarbeiter sind bereits eingestellt und werden derzeit in ihre neue Aufgabe eingearbeitet. 

Im Mai 2017 will die Brauerei den Betrieb aufnehmen, dann sind alle bisher geplanten Etappen auf dem insgesamt 30 000 Quadratmeter großen Areal abgeschlossen. „Nachbessern“ will Wagner noch an der Fassade des Hauptbaus. Diese war ursprünglich mit einer Holzverschalung geplant, musste dann aber wegen strenger Brandschutzauflagen mit feuerfestem Material verkleidet werden. „Wir werden ein neues Brandschutzkonzept vorlegen“, kündigt Wagner an und hofft, dass die Fassade dann erneuert werden kann. 

Steuereinnahmen für Gmund

Erfreulich ist die Ansiedlung an dieser Stelle nicht nur für die Brauerei selbst, die sich damit für den harten Wettbewerb in der Branche gerüstet sieht. Die Gemeinde Gmund profitiert durch die Einnahme an Gewerbesteuer, die die Brauerei nicht nur an ihrem Stammsitz in Tegernsee bezahlen muss. Apropos Stammsitz, wo das Bier weiterhin gebraut und wo ebenfalls kräftig gebaut wird. Noch heuer soll der Großteil der Arbeiten geschafft sein. Wann derRiesenkamin gebaut wird, über den heftig diskutiert wurde, ist offen.

gr

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