Blick auf den Mangfallsteg: Die Holzkonstruktion ist morsch, die Brücke wird nun komplett erneuert. Derzeit liegen die Pläne zur Genehmigung bei den Behörden.
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Blick auf den Mangfallsteg: Die Holzkonstruktion ist morsch, die Brücke wird nun komplett erneuert. Derzeit liegen die Pläne zur Genehmigung bei den Behörden.

Pläne liegen zur Genehmigung bei Behörden

Spezialauftrag Mangfallsteg: Gmund hofft auf baldigen Baubeginn

  • Gerti Reichl
    vonGerti Reichl
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Seit April ist der Steg über die Mangfall gesperrt, die Spaziergänger müssen einen Umweg in Kauf nehmen. Der Bau der neuen Brücke sollte eigentlich zu Weihnachten beginnen. Doch daraus wurde nichts.

  • Überraschend musste die Gemeinde Gmund den Mangfallsteg im April sperren
  • Der Neubau der Brücke ist bereits beschlossene Sache
  • Der Bürgermeister hofft, dass sich möglichst zügig eine Firma für diesen „Spezialauftrag“ findet

Gmund Es hilft nichts: Wer am Seeufer in Gmund zwischen Seeglas und Kaltenbrunn unterwegs ist, muss einen Umweg über den Stachus und die Tegernseer Straße nehmen, um über die Mangfall zu kommen. Seit April ist der Mangfallsteg gesperrt. Von einem Tag auf den anderen musste ihn die Gemeinde abriegeln, weil sich bei einer Routineuntersuchung herausgestellt hatte, dass er baufällig und die Sicherheit nicht mehr gewährleistet ist.

Neuer Steg wird auf 14 Stahlpfählen errichtet

„Das hat richtig weh getan“, sagt Bürgermeister Alfons Besel, wenn er an die vielen Spaziergänger und Radfahrer denkt, die hier täglich unterwegs sind. Weil eine Reparatur der betagten und bereits reparierten Holzbrücke nicht in Frage kommt, hat sich der Gmunder Gemeinderat auf eine komplette Erneuerung geeinigt. Nach mehrmaligen und ausführlichen Debatten wurde entschieden: Der neue Steg soll wegen der längeren Lebensdauer zwar auf 14 Stahlpfählen ruhen, der sichtbare Oberbau ab der Wasseroberfläche soll aber aus Holz errichtet werden. Die 56 Meter lange Brücke soll 2,50 Meter breit werden und mehr Platz bieten als bisher. Auch ein 1,10 Meter hohes Geländer aus Holzstäben ist vorgesehen.

Lesen Sie hier: Variante für Mangfall-Steg gefunden

Eigentlich hatte die Gemeinde einen Baubeginn noch zu Weihnachten anvisiert. Doch daraus wurde nichts, Planer Sepp Schreder hatte diesen Zeitplan ohnehin für „sehr sportlich“ gehalten. Jetzt zeichnet sich ein neuer Zeitplan ab. „Die Planung ist abgeschlossen und liegt gerade bei den Behörden“, berichtet Besel. Landratsamt, Wasserwirtschaftsamt und Untere Naturschutzbehörde müssten das Bauwerk und den damit verbundenen Eingriff in der Mangfall noch genehmigen. Weil im Vorfeld schon intensive Gespräche stattgefunden hätten, rechnet Besel damit, dass der Bau keinen großen Widerstand verursacht. „Das Wasserwirtschaftsamt hat uns schon signalisiert, dass es das Vorhaben wohlwollend betrachtet“, erklärt der Rathaus-Chef. Zu den genauen Kosten konnte Besel keine Angaben machen. Zuletzt war von mindestens 350.000 Euro plus Planungskosten die Rede.

Die Gemeinde hofft nun, die Arbeiten noch im Januar ausschreiben zu können. Dann will sie möglichst zügig eine Firma für den „Spezialauftrag Mangfallsteg“ finden.

gr

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