Das größte seiner Art am Tegernsee: Das Waldfest Ostin, wie man es kennt.
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Das größte seiner Art am Tegernsee: Das Waldfest Ostin, wie man es kennt.

Interview mit dem Skiclub-Vorsitzender Georg Reisberger

Waldfest Ostin: „Ausfall ein Desaster“ - Skiclub-Chef spekuliert über spontanes Herbstfest

  • Gerti Reichl
    vonGerti Reichl
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Wegen der Corona-Pandemie fällt auch das Waldfest des Skiclubs Ostin aus. Im Interview erklärt Vorsitzender Georg Reisberger, was das für den Club bedeutet.

  • Auch Waldfest des Skiclubs Ostin fällt aus.
  • „Für die Jugendarbeit ist das ein Desaster“, sagt Club-Vorsitzender Georg Reisberger.
  • Der Skclub hofft nun auf ein „spontanes Herbstfest“
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Gmund – Von Donnerstag, 6. August, bis Samstag, 8. August, hätte das dreitägige Waldfest des Skiclubs Ostin starten und wieder einmal für ein glanzvolles Finale der Feiersaison am Tegernsee sorgen sollen. Doch wegen Corona fällt auch dieses beliebte Fest am Fuße des Oedbergs aus – wie schon zuvor der gesamte Waldfest- und Seefest-Reigen. Skiclub-Vorsitzender Georg Reisberger (64) erklärt im Interview, wie der Club damit umgeht.

Georg Reisberger, Skiclub-Vorsitzender
Herr Reisberger, wie sehr schmerzt den Club der Ausfall des Waldfestes?
Abgesehen von den katastrophalen wirtschaftlichen Auswirkungen ist es einfach ewig schad’. Seit 40 Jahren konnten wir das Waldfest ohne Unterbrechung durchführen. Auch wenn das Wetter nicht so mitspielte, wie beispielsweise im vergangenen Jahr, so war doch immer wenigstens ein guter Tag dabei.
Sprechen wir nochmal über die wirtschaftlichen Auswirkungen.
Für die Jugendarbeit ist der Ausfall ein Desaster. Sicherlich kann man ein Jahr irgendwie überbrücken, aber die Skiclubkasse ist schon so leer, dass wir schon überlegen müssen, wie wir die Aufgaben erfüllen können.
Wer profitiert denn normalerweise von den Waldfesteinnahmen?
Das Geld kommt ausschließlich den Kindern und Jugendlichen zugute. Speziell sind das etwa 70 Mädchen und Buben, die auch Rennen fahren. Die werden wir wohl nicht mehr im gewohnten Umfang unterstützen können. Das heißt, dass der Elternanteil heuer höher ausfällt. Auf Härtefälle werden wir natürlich Rücksicht nehmen. Wir hoffen auch, dass uns Privatleute und Firmen mit Spenden unter die Arme greifen. Allerdings müssen wir erstmal abwarten, ob Skisport überhaupt möglich ist.
Sind auch die Baumaßnahmen in Gefahr, die die Oedberg GmbH in Ostin derzeit plant?
Der Skiclub hat mit der Oedberg GmbH nichts zu tun. Seit 2016 ist er lediglich Gesellschafter der GmbH mit einem Anteil von 20 Prozent. Der Club ist ausschließlich für das sportliche Geschehen zuständig. Fest steht, dass Steuern, die normalerweise nach einem Waldfest fließen, heuer nicht gezahlt werden müssen.
Feiern Sie dennoch im Kleinen, im Rahmen der erlaubten Grenzen?
Nein, auf keinen Fall. Die Waldfest-Crew, also der harte Kern, der ehrenamtlich an den Waldfesten arbeitet, besteht ja aus über 100 Leuten. Aber vielleicht dürfen wir ja ein Spätherbstfest organisieren. Das entscheiden wir spontan und nur, wenn es die Corona-Lage erlaubt. Die Einnahmen, wie gesagt, bräuchten wir dringend.

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