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Bei der Gründung dabei: (v.l.) Alexander von Schoeler, Josef Paul, Wolfgang Graner, Gerhard Hess, Ingrid Eder, Michael Sommer, Barbara Remberger, Markus Wrba, Wolfgang Grützner, Christian Köck, Herlinde Höhne, Claus Höhne, Christina Paul und Peter Höss.

Gründungsurkunde unterzeichnet

Bürgerstiftung: Jede Spende ist willkommen

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Viel Vermögen, aber oftmals keine Erben. Damit das Geld in so einem Fall nicht an den Staat fällt, sondern im Tal bleibt, wurde jetzt die Tegernseer Bürgerstiftung gegründet.

Gmund Monatelang wurde getüftelt, zusammen mit Juristen eine Satzung ausgearbeitet. Jetzt macht die Regierung von Oberbayern den Weg frei für eine Institution, die es so im Tegernseer Tal noch nicht gab: die Tegernseer Bürgerstiftung. Vor Kurzem trafen sich 15 Personen zur Unterzeichnung der Stiftungsurkunde in der Raiffeisenbank Gmund. Deren Vorstandsvorsitzender Josef Paul gehörte zu den Mitinitiatoren. Loslegen kann die Stiftung mit einem Grundstockvermögen, das sogar besser ausgestattet ist als geplant: 105 000 Euro bilden die Basis für die Arbeit der Stiftung.

Im gesamten Tegernseer Tal, einschließlich Waakirchen, sollen künftig gemeinnützige und mildtätige Zwecke gefördert und unterstützt werden: Jugend- und Altenpflege, Tierschutz, Erziehung, Umweltschutz, Wohlfahrtswesen, Heimatpflege und Heimatkunde, traditionelles Brauchtum einschließlich des Faschings sowie bürgerschaftliches Engagement zugunsten gemeinnütziger, mildtätiger und kirchlicher Zwecke. Zudem sollen Personen unterstützt werden, die infolge ihres körperlichen, geistigen oder seelischen Zustands auf die Hilfe anderer angewiesen sind. So steht’s in der Gründungsurkunde.

Dass Zuwendungen tatsächlich möglich werden, stellt die Raiffeisenbank Gmund sicher. Sie hat eine sogenannte Patronatserklärung abgegeben. Zu diesem Zweck wird das Grundstockvermögen in Geschäftsanteilen der Bank angelegt. „Dieses Grundstockvermögen bleibt unangetastet“, erklärt Josef Paul, „gearbeitet wird mit der Dividende.“ Und die soll bei drei Prozent liegen. Im Klartext: Die Stiftung kann mit 3000 Euro ihre Arbeit aufnehmen. „Praktisch ist dies aber erst der Fall, wenn die Zulassung erfolgt, also die Anerkennung durch die Stiftungsaufsicht bei der Regierung von Oberbayern ausgesprochen ist“, so Paul. Mindestens einmal im Jahr werden sich Vorstand und Stiftungsrat zur Sitzung treffen und entscheiden, wer in den Genuss der Förderung kommen soll. „Bei Bedarf auch öfter“, meint Paul. Wer kann die Stiftung unterstützen? „Jede Spende, egal in welcher Höhe, ist willkommen, sagt Paul. Kontakt kann über die Raiffeisenbank unter z 0 80 22 /7 50 70 geknüpft werden.

Die Stiftung erhält als Organe einen Stiftungsvorstand sowie einen Stiftungsrat. Zu Vorständen wurden bei der Gründungsversammlung Rolf Reese (Kreuth), Michael Sommer (Tegernsee) und Alexander von Schoeler (Rottach-Egern) ernannt. Wer den Vorsitz übernimmt, soll bei der ersten ordentlichen Versammlung festgelegt werden. 15 Personen gehören dem Stiftungsrat an: CSU-Ministerin Ilse Aigner, CSU-Bundestagsabgeordneter Alexander Radwan, die Bürgermeister Johannes Hagn (Tegernsee), Peter Höß (Bad Wiessee), christian Köck (Rottach-Egern), Georg von Preysing (Gmund) und Josef Bierschneider (Kreuth) sowie Ingrid Eder, Bernd Ettenreich, Wolfgang Graner, Wolfgang Grützner, Claus Höhne, Josef Paul, Barbara Remberger und Markus Wrba.

gr

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