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Erste Arbeitssitzung: (v.l.) Rolf Reese, Alexander von Schoeler, Michael Sommer, Ingrid Eder und Josef Paul. 

Erste Vorstandssitzung mit Besetzung der Gremien

Bürgerstiftung nimmt Fahrt auf

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Seit August 2017 gibt es die Tegernseer Bürgerstiftung. Jetzt fand eine erste Arbeitssitzung statt, und auch die Vorstandsposten wurden besetzt.

Gmund – Seit August 2017 gibt es die Tegernseer Bürgerstiftung.Eine bislang einmalige Einrichtung im Tal und Waakirchen, die ein Ziel verfolgt: die Förderung und Unterstützung gemeinnütziger und mildtätiger Zwecke auf lokaler Ebene. In den Bereichen Bildung, Soziales, Jugend, Kultur, Umweltschutz, Heimatpflege oder Tierschutz will sich die Stiftung engagieren, zudem bedürftige Personen unterstützen.

Jetzt traf sich der Vorstand erstmals zur Sitzung in der Raiffeisenbank Gmund. Dabei wurden zugleich die Posten im Vorstand verteilt. Michael Sommer aus Tegernsee übernimmt den Stiftungsvorsitz, Rolf Reese aus Kreuth wurde zum Stellvertreter gewählt, Alexander von Schoeler aus Rottach-Egern ist ein weiteres Vorstandsmitglied. Auch im Stiftungsrat, dem 15 Personen angehören – darunter Wirtschaftsministerin Ilse Aigner, Bundestagsabgeordneter Alexander Radwan und die Tal-Bürgermeister – steht nun die Spitze fest: Josef Paul aus Tegernsee, Vorstandsmitglied der Raiffeisenbank und Mitinitiator für die Stiftung, ist künftig der Vorsitzende, Ingrid Eder aus Bad Wiessee seine Stellvertreterin.

„Unsere Bürgerstiftung ist zukunftssicher, denn ihre vielfältigen Förderzwecke ermöglichen, flexibel auf künftige gesellschaftliche Herausforderungen zu reagieren“, erklärt Josef Paul, der zwischenzeitlich auch die Anerkennung durch das Finanzamt Miesbach vorliegen hat und damit Spendenquittungen steuerwirksam ausstellen kann.

Vor allem finanziell, aber auch durch ideelles Engagement oder durch Beratung könne die Stiftung tätig werden. „Gute Gründe also fürs Mitstiften von Geld, Zeit und Ideen“, sagt der Stiftungsratsvorsitzende. Er weist darauf hin, dass das Stiftungsvermögen, das anfangs mit 105 000 Euro ausgestattet wurde, bestehen bleibe. Denn nur Erträge aus dem Vermögen und Spenden werden für die Förderung eingesetzt.

Ob Privatperson, Unternehmen oder Verein: In der Bürgerstiftung, so Paul, könne sich jeder engagieren. Überwacht wird die Arbeit durch das eigene Aufsichtsgremium, zusätzlich prüfen das Finanzamt und die Stiftungsaufsicht die Einhaltung der formellen Anforderungen. Natürlich werden auch potenzielle Spender und Stifter beraten. Und die gibt es bereits: 5000 Euro seien laut Paul bereits auf das Konto geflossen. „Zudem haben wir Anfragen von Personen, die die Stiftung mit ihren Immobilien begünstigen möchten.“

Bei der Sitzung wurde ein konkretes Projekt beschlossen: Es heißt „Bürgerstiftung online“. „Damit werden wir künftig durch Aufbau eines Internetportals die Bürger über die laufenden Aktivitäten informieren und Transparenz über die Mittelverwendung herstellen“, erklärt Paul. Über konkrete Zuwendungen wurde noch nicht entschieden. „Wir müssen erst einmal Geld sammeln und uns mit uns selbst beschäftigen.“ 

gr

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