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„Offen für alle und vieles“: Die Töpferei in Festenbach bietet künftig Platz für Konzerte und Ausstellungen. Das Bild zeigt (vorne v.l.) Marianne Winter-Andres, Fabian Diem und Helene Andres.

Neues Konzept in Festenbach

Von der Töpferei zum Künstler-Treff

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Um ihre Töpferwerkstatt in Festenbach zukunftsfit zu machen, öffnen sie Marianne Winter-Andres und Tochter Helene Andres jetzt für Kunst und Kultur. Die Werkstatt in dem historischen Bauernhof wurde dazu umgestaltet.

Festenbach – In der Töpferei können sich ab sofort Künstler und Musiker präsentieren. „Wir haben unsere Werkstatt aufgemacht für alle und vieles“, verkündete Senior-Chefin Marianne Winter-Andres bei der Wiedereröffnung.

Der Gmunder Holzkünstler Fabian Diem lieferte das Raumkonzept. Der Ausstellungsraum wurde geöffnet, der Arbeitsbereich mit Töpferscheibe behindertengerecht zugänglich gemacht, eine Eventfläche entstand. Als erste füllten sie Sophia Pfisterer (Geige), Anderl Winkler (Akkordeon) und Sepp Bodo Kloiber (Gitarre und Gesang) mit Leben, die festliche Einweihungs- und Adventslieder spielten. Lieserl Bucher stellte die Veeh-Harfe vor.

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Der Ausstellungsbereich ist mit Lochwänden flexibel gestaltet. Das Ganze kommt dennoch nicht wie eine Galerie daher, sondern mit der heimeligen Atmosphäre einer Werkstatt. Dafür sorgen nicht nur der Bollerofen, sondern auch Details wie die alten Fensterläden des Dimpfi-Anwesens oder die ausrangierten Backbleche vom früheren Bäcker Hermann. „Wir wollen hier Altes und Neues verbinden: Tradition und Zukunft“, sagt Junior-Chefin Helene Andres. „Die Generationen, Menschen mit und ohne Handicap, und zwar unverkrampft, ohne den Anspruch auf Perfektion. Die Kulturwerkstatt soll ein Ort für Herzensbotschaften sein, für die man sich Zeit nimmt.“

Das scheint anzukommen. Für Sonntag, 16. Dezember, um 16 Uhr hat Andres die bekannte Sängerin und Songwriterin Theresa Chanson für ein Hauskonzert zu Gast. Am 28. Dezember gibt Kräuterfrau Maria Magdalena Wiedmann passend zu den Raunächten einen Crashkurs im traditionellen Räuchern. Am 26. Januar liest Adrienne Weigl aus den Gedichten von Wilhelm Dieß, der in den 1930er-Jahren lieber Bauer in der Eck wurde als Nazi-Jurist.

Für Werkstattkonzerte im Frühjahr und Sommer haben die Folkband Mountain Lake Vista, Oimara Beni Hafner und die Volksmusikgruppe Die Saitenzupfer aus München zugesagt. Andres ist für alles offen: „Künstler und Musiker dürfen sich gerne melden, wenn sie sich in der Kulturwerkstatt präsentieren wollen.“ Die genauen Termine finden sich auf Facebook unter gmund.keramik.

ak

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