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Die Promenade in Seeglas ist bei Gästen und Einheimischen beliebt.

Gastgeber schreiben an die Gemeinde

Vermieter fühlen sich vernachlässigt

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Gmund - Mit dem Tourismus in Gmund läuft es nicht so rund, wie sich das die Vermieter wünschen. Eine Reihe von Verbesserungsvorschlägen legten sie jetzt dem Gemeinderat vor. 

Der Machtkampf in der Tegernseer Tourismus-Zentrale im Haus des Gastes zerrt offenbar gerade an den Nerven aller, die mit dem Gästewesen zu tun haben. Dabei wäre es vor allem für die Vermieter wichtig, am Ball zu bleiben, zumal der Sommer und damit die Gästewelle naht. Gerade in Gmund fühlen sich die Vermieter vernachlässigt. Bürgermeister Georg von Preysing (CSU) setze sich mit zu wenig Herzblut für den Tourismus ein. Er habe ihn sogar an die Wand gefahren, lautet ein Vorwurf angesichts gesunkener Gästezahlen. 29 örtliche Gastgeber verfassten nun ein Schreiben, in dem sie Wünsche und Anregungen äußerten. Am Dienstagabend stand es im Gemeinderat zur Diskussion.

Dass er zu wenig für den Tourismus unternehme, ließ Preysing nicht auf sich sitzen. Er hatte sich einiges zurechtgelegt. Etwa, dass er noch in seiner Zeit als Fremdenverkehrsreferent Ende der 70er Jahre die Beschilderung der Wanderwege in die Hand genommen oder mit Gemeinderat Johann Huber persönlich Bänke aufgestellt habe. In jüngster Zeit habe Gmund das Bahnhofsgebäude, in dem sich die Tourist-Info (TI) befindet, für rund 400 000 Euro auf Vordermann gebracht. „490 000 Euro geben wir jährlich für den Tourismus aus“, rechnete Preysing vor. Keine utopischen Wünsche, sondern schnell zu realisierende Maßnahmen schlugen die Vermieter vor: Etwa einheitliche Beschilderungen, auf denen Gastgeber und Gasthöfe zu finden sind; eine deutliche Bannerwerbung an der Straßerwiese am Gmunder Ortseingang; regelmäßige Kurkonzerte an der Seepromenade mit Bewirtung; saisonale, kleine Veranstaltungen sowie Wasserspielgeräte und einen Funpark an der Seeglas-Promenade. Preysing ging auf alle Punkte ein und sagte, dass auch ihm die Kurkonzerte am Herzen liegen würden. Sein Vorschlag: Der Kultur- und Tourismusausschuss solle sich zusammen mit Ansprechpartnern der Vermieter mit dem Punktekatalog befassen und Empfehlungen für den Gemeinderat vorbereiten.

„Wir sollten nicht nachtarocken, wer was früher für den Tourismus gemacht hat, sondern den Schwung nutzen, der durch den Generationswechsel bei einigen Vermietern herrscht“, fand Christine Zierer (FWG) und bekam dafür Applaus. TI-Mitarbeiterin Heide Müller forderte im Namen der Gastgeber nicht nur den Verbleib von Gmund in der TTT, sondern auch einen baldigen Termin, um die Vorschläge zu besprechen. „Es sind keine Forderungen, sondern Wünsche, die in anderen Gemeinden selbstverständlich sind und die Gmund wieder nach vorne bringen“, so Müller. Preysing war anzumerken, dass ihn das augenblickliche Gezerre in der TTT Nerven kostet. „Wir haben deshalb noch keinen Termin, weil uns das Kasperltheater bei der TTT viel Zeit kostet.“ Was den Verbleib in der TTT betrifft, der offenbar immer wieder diskutiert wird, so war Preysing insgesamt skeptisch: „Ich weiß nämlich nicht, ob sich die TTT derzeit nicht selbst zerstört.“ Heide Müller blieb zuversichtlich: „Wir haben eine Aufbruchsstimmung, und die müssen wir mitnehmen. Gmund muss aus dem Aschenputtel-Dasein herauskommen."

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