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Der Vorstand des Wasserversorgungsvereins Gmund: (v.l.) Arnold Leitner, Josef Perchermeier, Fritz Günther, Engelbert Schöpfer, Engelbert Probst, Thomas Kniegl, Johann Haslauer, Karl Köck, Klaus Riedlechner und Harry Stang.

Jahreshauptversammlung des Wasserversorgungsvereins Gmund 

Trotz Investitionen bleibt Wasserpreis stabil  

Gmund - Der Wasserversorgungsverein Gmund (WVV) investiert in diesem Jahr mehr als eine halbe Million Euro. Der Wasserpreis bleibt trotzdem stabil. 

Der Wasserversorgungsverein Gmund (WVV) hat in naher Zukunft einiges zu tun. So soll in diesem Jahr ein zweiter Brunnen errichtet werden, zudem ist der Verein an der Baumaßnahme Tölzer Berg beteiligt. Dort soll eine komplett neue Hauptleitung verlegt werden. Trotz der anstehenden Investitionen von mehr als einer halben Million Euro wird der Wasserpreis aber konstant bei 0,85 Euro pro Kubikmeter bleiben. Das wurde im Zuge der 86. Mitgliederversammlung beschlossen. 

Auch wenn der Wasserversorgungsverein von einer Erhöhung des Wasserpreises absieht, kommen auf die Bürger Gmunds trotzdem höhere Kosten zu. Angehoben werden die Bauwasserpauschale, die Zählermieten, die Grundgebühr sowie die Zählerablesegebühr. Allerdings nur geringfügig. „Wir bewegen uns da in einem Bereich zwischen fünf und zehn Prozent“, sagt der Vorsitzende Thomas Kniegl (53). Schließlich müsse der Verein wirtschaftlich denken. Angesichts der anstehenden Investitionen ist diese Erhöhung der Gebühren marginal. 

Insgesamt werden auf den Verein nämlich Ausgaben zwischen 600 000 und 700 000 Euro zukommen. Unter anderem für den Bau eines zweiten Brunnens. „Wenn technische Probleme wie beispielsweise eine defekte Pumpe auftreten, dann können die Reparaturarbeiten bis zu einer Woche dauern“, erklärt Kniegl. „Mit einem zweiten Brunnen können wir die Versorgung sicherstellen.“ Mit einem Beginn der Bohrmaßnahmen sei ab Juli zu rechnen, Kostenpunkt: rund 200 000 Euro. Hinzu kommen Ausgaben für eine Pumpe, ein Brunnenhaus, die Elektrik sowie den Anschluss an das Versorgungsnetz in Höhe von weiteren 400 000 Euro. „Das wird aus den Einnahmen durch die Gebühren finanziert“, sagt der Vorsitzende. 

Ein weiterer Kostenfaktor ist die Beteiligung des WVV an der Baumaßnahme Tölzer Berg. Dort wird der Verein eine neue Hauptleitung verlegen. Die Arbeiten beginnen im Juli. Die Aufwendungen in Höhe von 400 000 Euro werde der Verein über ein Darlehen finanzieren. Ein besonderes Anliegen ist Kniegl die Gewinnung von Nachwuchs für den Vorstand. „Wenn wir das nicht schaffen, dann wir die Wasserversorgung irgendwann in die Hände der Gemeinde fallen“, sagt Kniegl. „Das wollen wir nicht.“ Bewerkstelligen will der Vorsitzende dies, in dem er Kandidaten für die Nachfolge direkt anspricht. „Wenn wir jemanden für geeignet befinden, dann fragen wir ihn einfach.“ Bis auf Weiteres arbeitet der WVV allerdings in seiner bisherigen Besetzung weiter. 

Die Wahl der Vorstandsmitglieder erfolgte jeweils einstimmig. Vorsitzender bleibt Thomas Kniegl, das Amt des Stellvetreters bekleidet weiterhin Johann Haslauer. Schriftführer ist nach wie vor Arnold Leitner, um die Kasse kümmert sich Engelbert Schöpfer, Revisoren sind Harry Stang und Bert Probst. Josef Perchermeier, Karl Köck, Klaus Riedlechner und Fritz Günther fungieren als Beisitzer.

Von Bastian Huber 

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