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Die Baugrube für das Haus Ost ist schon ausgehoben. Am 19. September beginnen die Arbeiten für den Rohbau. Ende 2017 sollen zwei Häuser mit 14 Wohnungen bezugsfertig sein.

2,6 Millionen Euro Fördergelder von Regierung

Trotz Protest: Bau für Sozialwohnungen in Gmund begonnen

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Gmund - Die Bauarbeiten für das umstrittene Wohnprojekt an der Gmunder Hirschbergstraße haben begonnen - trotz des Protests der Nachbarn. Die Regierung von Oberbayern gewährt dicke Zuschüsse. 

Auch wenn sich die Nachbarn wehren: Die Gemeinde Gmund hat mit dem Bau des Wohnprojekts an der Hirschbergstraße begonnen. Der Freistaat steuert 1,3 Millionen Euro bei und gewährt dazu noch einen zinsgünstigen Kredit in Höhe von 1,4 Millionen Euro. Bis Ende 2017 entstehen 14 Wohnungen.

Geplant sind zwei Mehrfamilienhäuser mit 14 Wohnungen auf einem Gemeinde-Grundstück hinter dem Bauhof. Bestimmt sind sie für Mieter mit kleinem Geldbeutel. Alleinerziehende, Rentner, Familien mit Kindern – und anerkannte Asylbewerber. Schon bei der ersten Präsentation des Projekts brandete Protest gegen „die Asyl-Häuser“ auf (wir berichteten). Anwohner schlossen sich zusammen und beauftragten einen Anwalt, ihre Interessen zu vertreten. Viele glauben, ihre Anwesen könnten an Wert verlieren. 

Zudem fürchtet der Betreiber des Früchtegroßhandels Wunderlich, dass die Ausweisung als Mischgebiet sich nachteilig auf die Entwicklung der ansässigen Betriebe auswirkt. Der Einspruch läuft. „Aber das hat keine aufschiebende Wirkung“, erklärt Ludwig Bergmann vom Gmunder Bauamt. Heißt: Die Gemeinde kann mit dem Bau beginnen, obwohl die juristische Auseinandersetzung noch läuft. Das hat sie auch getan. Am 29. August rollten die ersten Bagger an, um die Baugrube auszuheben. Der Rohbau beginnt am 19. September. 

Zwei Häuser wie dieses entstehen an der Hirschbergstraße

Somit dürfte sich die Gemeinde sehr sicher sein, dass der Protest der Anwohner verpufft. Bei einem Erfolg wäre sie zum teuren Rückbau verpflichtet. Dass am Bau nicht mehr zu rütteln ist, macht auch der Förderbescheid der Regierung von Oberbayern klar. Der Freistaat habe Fördergelder in Höhe von 2.613.700 Euro bewilligt, verkündete die Regierung von Oberbayern am Montag in einer Pressemitteilung. 1.256.400 Euro davon würden als Zuschuss ausbezahlt und 1.357.300 Euro als zinsgünstiges Förderdarlehen angeboten. 

Insgesamt belaufen sich die Kosten für die beiden Häuser auf 4.187.700 Euro. „Da ist das Grundstück aber mit eingerechnet“, macht Bergmann deutlich. Überraschungen birgt der Förderbescheid nicht. Der warme Regen resultiert aus einem Anfang 2016 aufgelegten Förderprogramm, das Städte und Gemeinden bei der Schaffung von bezahlbarem Wohnraum unterstützt. Die zwei neuen Wohngebäude werden sich nach Aussage der Regierung von Oberbayern „gestalterisch gut in die Umgebung einfügen“. 

Die Wohnungen im Erdgeschoss seien auch für Bewohner mit eingeschränkter Mobilität geeignet, weil komplett barrierefrei. Die Wohnungen im Obergeschoss seien „intern barrierefrei“. Das Haus Ost soll noch in diesem Jahr unter Dach gebracht werden. „Wir realisieren den Bau in zwei Abschnitten“, erklärt Bergmann. Bis Ende 2017 sollen dann beide Häuser stehen. Wer die Wohnungen schließlich bekommt, darüber entscheidet die Gemeinde. „Es wird sicher kein reines Flüchtlingsheim werden“, meint Bergmann. 

Aussagen zur Frage, ob denn mehr anerkannte Asylbewerber oder mehr Einheimische zum Zuge kommen, ließen sich derzeit auch nicht machen. Das hänge vom Bedarf ab, der in einem Jahr bestehe. Klar ist: An Bewerbern für günstige Mietwohnungen wird kein Mangel herrschen. Wie billig die Wohnungen wirklich sein werden, ist allerdings offen. Welcher Quadratmeterpreis am Ende verlangt wird, lässt sich Bergmann zufolge noch nicht kalkulieren.

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