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Verkauft: Feichtner Hof in Gmund. Der neue Eigentümer hat schon lange ein Auge auf das Objekt geworfen.

Pläne für ein Hotel wieder aktuell?

Verkauf vom Feichtner Hof: Die Hintergründe

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Gmund - Bräustüberl-Wirt Peter Hubert hat überraschend den Feichtner Hof abgestoßen. Hat er mit dem Bräustüberl genug zu tun? Und baut der neue Eigentümer jetzt ein Hotel? Was wir wissen:

Der neue Eigentümer wohnt in der Nachbarschaft und kann fast hinüberschauen auf seine neueste Errungenschaft: Kristian Nicol Worbs (62) ist Geschäftsführer der Familiengesellschaft Aureus Immobilien GmbH mit Firmensitz in Dürnbach. „Ich habe mich schon für den Feichtner Hof interessiert, bevor Herr Hubert ihn gekauft hat“, sagt Worbs. Das war 2012. Damals sorgte Peter Hubert (48) mit dem Kauf des Feichtner Hofs für eine faustdicke Überraschung. Hat er nicht schon genug zu tun mit seinem Bräustüberl? Das fragte sich so mancher. Wo er doch seit 1998 zudem das Weinhaus Moschner betreibt. Zwischendurch war er ab Juli 2010 drei Jahre lang Pächter des Gasthauses Bauer in der Au in Bad Wiessee – dem heute immer noch geschlossenen Anwesen von Franz Josef Haslberger. Auch im Seeforum Rottach-Egern sorgte Hubert von Dezember 2012 bis November 2014 für das Catering.

Hat verkauft: Bräustüberl-Wirt Peter Hubert, hier mit seiner Frau Caterina im Bräustüberl, das er auch nach wie vor betreiben wird.

Den Feichtner Hof mit seinem Biergarten erweckte Hubert wieder aus dem Dornröschenschlaf, Anfang 2015 übergab er allerdings an einen anderen Pächter: Bio-Koch Thomas Thielemann. „Sein Pacht-Vertrag besteht unverändert fort“, betont Peter Hubert. Über seine Beweggründe, das Gasthaus wieder abzustoßen, dessen Wurzeln bis ins Jahr 1523 zurückreichen, darüber möchte Hubert nicht reden. Hat er bereits neue Pläne? Fest steht: Er ist und bleibt Bräustüberl-Wirt. Sein Vertrag wurde 2015 erst verlängert. Für wie lange, dazu will er ebenfalls nichts sagen.

Was ist mit den Hotelplänen?

Worbs hat den Feichtner Hof mitsamt der Baugenehmigung für ein Hotel mit 14 Gästezimmern, drei Ferienwohnungen und einer Tiefgarage gekauft. Die Pläne dafür hatte Hubert nicht wirklich vorangetrieben. Und der neue Besitzer will die Tinte unter dem gerade geschlossenen Vertrag auch erst einmal trocknen lassen. Er könnte mit dem Bau loslegen, möchte zunächst aber dafür sorgen, dass der Feichtner Hof als Landgasthaus weiterbetrieben wird. In aller Ruhe, so Worbs auf Nachfrage, werde er sich mit Thielemann dann in Sachen Hotel abstimmen. Was die Nähe zu Kaltenbrunn betrifft, so hat Worbs keine Bedenken. „Die Gasthäuser heben sich voneinander ab“, sagt der 62-Jährige. „Und in Sachen Hotel wäre eine Kooperation vielleicht eine Überlegung wert.“

Mit dem Kauf in Finsterwald wächst das Imperium der Aureus GmbH wieder ein Stück: In Berlin, Leipzig, Frankfurt und München besitzt Worbs mit seiner Firma Immobilien, vor allem mit historischem Baubestand. Für den originalgetreuen Wiederaufbau des kriegsgeschädigten Hauses „Tal 43“ neben dem Isartor wurde er 2006 von der Stadt München ausgezeichnet. In der Region hat Worbs zuletzt in Bad Tölz den Oberland-Komplex zwischen Nockhergasse und Marktstraße von dem Tegernseer Kaufmann Hermann Elmering erworben. Unter anderem werden dort ehemalige Büros in Wohnungen umgewandelt. „Wir kommen gut voran“, berichtet Worbs. 2017 soll der Komplex nach umfangreicher Renovierung in neuem Glanz erstrahlen.+

gr

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