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Neben dem Flohmarkt sind auch die Wohnmobile auf dem Gmunder Volksfestplatz in den Augen der Anlieger ein ständiges Ärgernis. 

Neuer Ärger am Gmunder Volksfestplatz

Flohmarkt-Betreiberin enttäuscht über Kündigung

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Gmund - Die Flohmärkte am Gmunder Volksfestplatz sollen seltener stattfinden und künftig von Vereinen organisiert werden. Dem bisherigen Veranstalter wurde gekündigt. Doch der will sich wehren.

Nur noch viermal jährlich, und dann ab 7 Uhr, sollen am Gmunder Volksfestplatz künftig Flohmärkte stattfinden. Das hat der Gmunder Gemeinderat beschlossen, nachdem sich Anwohner über die Vielzahl an Veranstaltungen beklagt hatten. Angelika Schuy-Haslwanter und ihr Mann Theodor Haslwanter, die seit 2012 unter dem Namen „Annas Märkte“ den seit knapp 25 Jahren bestehenden Trödelmarkt organisieren, flatterte jetzt die schriftliche Kündigung zum 31. Dezember ins Haus.

„Ohne Rücksprache haben wir die Kündigung erhalten“, beklagt sich die Organisatorin. „Das ist nicht die feine Art.“ Sie sei „mehr als enttäuscht“, auch wegen der Unterstellung, der Aufbau der Stände hätte schon gegen 5 Uhr begonnen. „Das stimmt nicht“, wehrt sich die 59-jährige Münchnerin. „Ich bin zwar immer schon um 6.30 Uhr da, aber der Aufbau erfolgt erst zwischen 7.30 und 8 Uhr.“

Wer bisher seine Waren in Gmund verkaufen wollte, bekam bei der Reservierung des Standes ein Codewort, dann war die Einfahrt erlaubt. Sie wisse auch nicht, warum alle glauben, der Flohmarkt beginne schon so früh am Morgen, sagt die Markt-Betreiberin. „Vielleicht war das bei meinem Vorgänger so, aber nicht bei mir.“ Das einzige Problem, so Schuy-Haslwanter, seien hin und wieder Wohnwagen, die wegen des Flohmarktes an eine andere Stelle im hinteren Bereich des Volksfestplatzes rangiert werden müssten.

Sie könne die Klagen der Anwohner ja verstehen, die unter den vielen Veranstaltungen am Volksfestplatz leiden, „aber mit dem Flohmarkt hat das sicher nichts zu tun“. Die Organisatorin verweist darauf, dass bisher alle Termine mit der Gemeinde im Vorfeld abgestimmt waren. So hätten etwa im Juni keine Flohmärkte stattgefunden, „wegen des Volksfestes“. Auch habe sie jeden Monat von den Einnahmen – fünf Euro pro laufender Meter Standfläche – etwa 40 bis 50 Euro für Bedürftige der Gemeinde Gmund gespendet.

Inzwischen habe sie sich um einen Termin bei Bürgermeister Georg von Preysing (CSU) bemüht, um über die Kündigung zu sprechen. „Ich würde auch künftig zur Verfügung stehen“, betont Schuy-Haslwanter. Die Gemeinde hat jedoch andere Pläne: Sie will, dass örtliche Vereine viermal jährlich einen Flohmarkt organisieren. Ob sich das machen lässt, ist bisher noch offen. Am 15. Oktober findet zum letzten Mal ein von „Annas Märkte organisierter Flohmarkt in Gmund statt. Ihre Märkte in Sauerlach und Königsbrunn bei Augsburg wird sie weiter betreiben.

gr

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