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Seit 1991 leitet Eugenie Lückerath die vhs Gmund-Dürnbach. Mit einem Festabend und kostenlosen Schnupperkursen wird das 70-jährige Bestehen gefeiert.  

Gewachsen am Erfolg

Volkshochschule Gmund-Dürnbach feiert 70-jähriges Bestehen

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Während derzeit auf allen Ebenen Fusionen und Koalitionen angesagt sind, behauptet sich die Volkshochschule Gmund-Dürnbach als Fels in der Brandung. Jetzt feiert sie 70-jähriges Bestehen.

Gmund Dass Eugenie Lückerath gerne als „Frau Volkshochschule“ bezeichnet wird, kommt nicht von Ungefähr: Die gebürtige Dortmunderin hält die Fäden in der Hand, dirigiert, jongliert, arrangiert. Von früh morgens ab 8 Uhr bis spät abends. Seit 1991 leitet die 60-Jährige die vhs in der Gemeinde Gmund hauptamtlich – und das mit großem Erfolg: Zuletzt nahmen 4921 Teilnehmer an den 454 verschiedenen Kursen mit 2983 Doppelstunden teil. Dies bedeutet eine Steigerung von zwei Prozent gegenüber dem Vorjahr. Die größte Steigerung verzeichnete dabei der Bereich Gesellschaft, wo bei den Angeboten ein Plus von 22 Prozent gezählt wurde, gefolgt vom Bereich Gesundheit mit einer Steigerung von 17 Prozent. Dass 50 Prozent der Teilnehmer aus anderen Gemeinden kommen, wertet die Gmunder vhs nicht nur als Bestätigung für ihr attraktives Angebot, sondern auch dafür, dass sich die intensive Betreuung der Teilnehmer auszahlt.

Mit den anderen Volkshochschulen am Tegernsee gleichzuziehen und unter das gemeinsame Dach der vhs Tegernseer Tal zu schlüpfen – wie zuletzt die vhs Waakirchen – kommt für Lückerath nicht in Frage: „Wir wollen auch weiterhin autark entscheiden über unsere Angebote und unseren Haushalt.“ Bürgermeister und Gemeinderat würden ihr dafür den Rücken stärken. „Und solange das so ist, kämpfen wir weiter um unseren Stand“, so Lückerath. Schließlich sei die Gmunder vhs die älteste im Tal.

Wenn am Freitag, 13. Oktober, im Neureuthersaal zusammen mit geladenen Gästen das 70-jährige Bestehen gefeiert wird, dann wird natürlich auch ein Blick zurück geworfen: Auf die mutige Gründung in der Nachkriegszeit durch die Gmunder Anton Keck und Hieronymus Feichtner im Jahr 1947. Keck blieb bis 1978 geschäftsführender Vorsitzender, dann folgten Walter Beck (bis 1983) und Paul Richter (bis 1991). Seither ist Anna Maria Stark die Vorsitzende, Eugenie Lückerath leitet die Geschäfte. Wie gut sich die vhs seither entwickelte, belegen auch folgende Zahlen: 1990 gab es noch 2745 Teilnehmer an 124 Veranstaltungen mit 1255 Doppelstunden.

„Tradition und Veränderung – eine Erfolgsgeschichte“, so lautet das Motto der Jubiläumsfeier. Wer an der Erfolgsgeschichte teilhaben möchte, kann eine Reihe kostenloser Schnupperangebote ausprobieren. Die reichen von einer „Einführung in die Lebenskunst“, über Klettern für Einsteiger, Make-up-Tipps für den Herbst und Zaubern für Kinder bis zum Familienerlebnis afrikanisches Trommeln. Infos und Anmeldungen sind unter der Rufnummer  0 80 22 / 72 54 möglich.

Das Festprogramm

Das Jubiläum 70 Jahre Volkshochschule Gmund-Dürnbach wird am morgigen Freitag ab 17.30 Uhr im Neureuthersaal mit geladenen Gästen gefeiert. Neben Grußworten von Bürgermeister Georg von Preysing wird die Vorsitzende Anna Maria Stark einen Rückblick halten, „Tradition und Veränderung“ heißt der Titel des Festvortrags von Pater Stefan Havlik. Zum kulinarischen Ausklang und zum Tanz spielen das Munich-Swing Quartett und die Musikschule Tegernseer Tal. Die Ballettschule Irene Gwisdalla hat eine Auftritt.

gr

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