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Veronika Ettstaller aus Gmund, hier bei der Krönung 2019, bleibt länger Bayerische Bierkönigin als gedacht.

Diesjährige Wahl wegen Corona-Krise abgesagt

Bierkönigin Veronika Ettstaller aus Gmund: „Ich mache gerne weiter“

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Wegen der Corona-Krise fällt heuer die Wahl zur Bayerischen Bierkönigin flach. Damit geht die Amtszeit von Veronika Ettstaller aus Gmund in die Verlängerung. Wie sie dazu steht, verrät sie im Interview.

Gmund – Der Bayerische Brauerbund hat verkündet, dass es wegen der Corona-Krise heuer keine Wahl zur Bayerischen Bierkönigin geben wird. Für die amtierende Majestät Veronika Ettstaller aus Gmund bedeutet es, dass ihre Amtszeit länger dauert als gedacht. Im Interview erzählt Bierkönigin Vroni, was das für sie bedeutet.

Glückwunsch, Frau Ettstaller. Sie sind jetzt quasi die zehnte und elfte Bayerische Bierkönigin in einer Person. Gab es das in der Bier-Monarchie schon einmal?

Lesen Sie hier: Bayerische Bierkönigin 2019: Vroni überzeugt mit Fachwissen - Papa Schorsch vor Stolz ganz sprachlos

Veronika Ettstaller: Nein, seit der Bayerische Brauerbund das Amt der Bierkönigin vergibt, wurde jedes Jahr neu gewählt. Die Standesvertretung der Bayerischen Brauwirtschaft hat sich aber nun für diese nahe liegende Lösung entschieden, weil meine potenziellen Nachfolgerinnen wegen der Vorgaben zur Bekämpfung der Corona-Epidemie gar nicht an den Kandidatinnen-Workshops und Seminaren zur Braukunde in den Brauereien überall in Bayern teilnehmen können. Es ging nicht nur darum, dass das große Finale nicht wie geplant am 14. Mai im Münchner Löwenbräukeller stattfinden kann, sondern um die Ausbildung der Bewerberinnen vorher und um die Termine nach der Wahl. Zahlreiche Brauereifeste und Veranstaltungen im In- und Ausland, bei der die Bierkönigin das Bayerische Bier und die heimischen Brauereien hätte vertreten sollen, wurden bereits abgesagt.

Es wäre also eine traurige und ereignislose Amtszeit für Ihre Nachfolgerin geworden – und das, nachdem Sie so viel unterwegs waren wie keine Ihrer Vorgängerinnen?

Veronika Ettstaller: In meiner bisherigen Amtszeit waren es fast 250 Termine. Dass es mehr als bei meinen Vorgängerinnen waren, habe ich selbst so entschieden, weil es mir einfach so einen Riesenspaß gemacht hat. Nicht nur die großen Repräsentationstermine in Mexiko, Shanghai, Namibia und auf dem Oktoberfest, sondern auch die bei kleineren Bierfesten. Mich hat einfach die Vielfalt des Bayerischen Bieres fasziniert und das Herzblut, mit dem unsere Brauer bei der Sache sind.

Bedeutet die zweite Amtszeit, dass Sie Ihr Leben komplett umplanen müssen?

Veronika Ettstaller: Umplanen müssen wir doch aktuell alle – der eine kurzfristiger und der andere eben auch langfristiger. Aber ich habe mich ja letztes Jahr durch mein Amt als Bierkönigin dafür entschieden, Brauwesen in Weihenstephan zu studieren. Das hat bisher parallel auch ganz gut geklappt. Ich habe alle Prüfungen im ersten Semester mitgeschrieben und bestanden. Deshalb fallen die Veränderungen jetzt auch nicht so drastisch aus, und ich mache gerne weiter. Voraussichtlich stehen aber durch das Coronavirus auch nicht so viele Termine wie 2019/2020 an. Denn solange alle Gaststätten und anderen öffentlichen Einrichtungen wie die Uni geschlossen sind, bleibe auch ich einfach dahoam. Denn das Wichtigste ist, dass wir alle gsund bleiben. Ich wünsche uns allen alles Gute. Bier verbindet. Wir halten zam, und gemeinsam überstehen wir diese schwierige Zeit.

Hier finden Sie den Bericht: Bierkönigin aus Gmund: Jetzt hat Veronika Ettstaller auch einen neuen Berufswunsch

ak

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