Pfarrer Stephan Fischbacher (39).
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Übernimmt auch den Pfarrverband Gmund-Bad Wiessee: Pfarrer Stephan Fischbacher (39) aus Waakirchen.

Nachfolger für Wieland Steinmetz (69) vom Pfarrverband Gmund-Bad Wiessee gefunden

Waakirchner Pfarrer Stephan Fischbacher (39) bekommt Zusatzaufgabe am Tegernsee

  • Gerti Reichl
    VonGerti Reichl
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Auf die rund 8700 Katholiken in den Pfarrverbänden Gmund-Bad Wiessee und Waakirchen-Schaftlach warten Veränderungen: Waakirchens Pfarrer Stephan Fischbacher (39) wird ab 1. September Nachfolger von Wieland Steinmetz (69), der sich in den Ruhestand verabschiedet. Er übernimmt damit einen weiteren Pfarrverband.

Gmund/Bad Wiessee/Waakirchen – Vor einer Woche habe er vom Erzbischöflichen Ordinariat den Anruf bekommen, verbunden mit der Frage, ob er nicht die Nachfolge von Wieland Steinmetz antreten und damit zusätzlich Leiter des Pfarrverbands Gmund-Bad Wiessee werden wolle. „Ich hab’ damit gerechnet“, gesteht Stephan Fischbacher, der seit September 2016 Seelsorger für die Katholiken in Waakirchen und Schaftlach ist. „Weil die Stelle des Pfarrverbandsleiters für Gmund und Bad Wiessee zweimal ausgeschrieben war, habe ich mich im Vorfeld damit auseinandergesetzt – und auch spontan Ja gesagt“, sagt der gebürtige Oberbayer, der nun eine noch größere Aufgabe bewältigen muss als bisher.

Pfarrer Wieland Steinmetz (69) verabschiedet sich in den Ruhestand.

Die Zusammenlegung der Pfarrverbände ist damit nicht verbunden. „Diesen Kurs strebt das Ordinariat nicht an“, weiß Fischbacher, der künftig für rund 8700 Gläubige zuständig ist – 5500 in Gmund und Bad Wiessee, 3200 in Waakirchen und Schaftlach. „Pastorale Mitarbeitende, Kirchenverwaltungen, Pfarrgemeinderäte und kirchliche Gremien stehen ihm zur Seite“, betont Hendrik Steffens von der Pressestelle des Ordinariats. Um alle wirtschaftlichen Themen – von der Führung der Angestellten über Gebäudeangelegenheiten bis hin zu wirtschaftlichen Belangen – werden sich die Verwaltungsleitungen der beiden Verbände kümmern. „Das erleichtert mir den Gedanken an so eine große Aufgabe ungemein“, sagt Fischbacher, der auch für pastorale Belange Unterstützung hat. Diakone im Ruhestand, Ruhestandspfarrer Karl Hofherr sowie Pfarrvikar Reiner Hertan werden ihm zur Seite stehen und Taufen, Hochzeiten sowie Wortgottesdienste übernehmen. In Waakirchen wird zusätzlich ab 1. August die Gemeindeassistentin Petra Kleinschwärzer aus Weyarn für Verstärkung sorgen.

Von der Vorstellung, dass jeder Ort seinen alleinigen Pfarrer habe, müsse man sich längst verabschieden, sagt Fischbacher. Er werde aber versuchen, für jede Pfarrei und die dortigen Gottesdienste ein Wochenende festzulegen. Um Gmund und Bad Wiessee wolle er sich zunächst verstärkt kümmern.

Nachfolge im Pfarrverband Gmund-Bad Wiessee geregelt: Steinmetz verabschiedet sich

Für den 69-jährigen Wieland Steinmetz endet ein Jahr vor dem üblichen Ruhestand für Pfarrer eine 40-jährige aktive Berufszeit, die er zuletzt 16 Jahre lang in Bad Wiessee und ab 2014 auch in Gmund ausgeübt hat. Verabschieden wird er sich zum Patrozinium am 15. August in Maria Himmelfahrt und dann am 29. August in St. Ägidius.

Über seine Zeit am Tegernsee, wo die Gläubigen Zusammenschlüsse verkraften mussten, macht sich der gebürtige Saarländer seine Gedanken: „Ein Pfarrverband ist immer eine Notlösung. Jede Pfarrei meint, sie werde vernachlässigt. Dass ich in Bad Wiessee und nie im Gmunder Pfarrhaus gewohnt habe, hat in Gmund für viel Selbstständigkeit gesorgt.“ Inzwischen steht auch fest, wohin es den Ruheständler verschlägt: In Moosburg habe er ein bezahlbares Mietshaus gefunden.

Pfarrverband Gmund-Bad Wiessee: Neuer Mesner gefunden

Noch eine Personalie ist aus Gmund zu vermelden: Rupert Gerold (67) aus Moosrain wird ab 1. August neuer Mesner für St. Ägidius. Er folgt auf Regina Killer, die ihre Tätigkeiten gut ein Jahr nach dem Tod ihres Vaters Hans Latein in neue Hände gibt. „Die Fußstapfen der Familie Latein, die 56 Jahre das Mesneramt ausgeübt hat, sind riesig“, weiß Gerold. Er werde versuchen, sein Amt bestmöglich auszuüben.

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