Blick von oben auf das Freizeitgelände am Oedberg, wo unter anderem der Wohnmobil-Parkplatz erweitert und mit Tiny-Häusern ergänzt wird.  Foto: Thomas Plettenberg
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Blick von oben auf das Freizeitgelände am Oedberg, wo unter anderem der Wohnmobil-Parkplatz erweitert und mit Tiny-Häusern ergänzt wird.

Freizeitgelände wird erweitert - mehr Wohnmobil-Stellplätze und Tiny-Häuser

Wieder ein Schritt am Oedberg geschafft

  • Gerti Reichl
    vonGerti Reichl
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Seit 2018 feilen die Gemeinde Gmund und das Landratsamt am Bebauungsplan für das Freizeitgelände Oedberg. Jetzt ist das Verfahren so gut wie beendet. Fehlt nur noch die Baugenehmigung, dann könnte die Umgestaltung beginnen.

  • Gemeinde bearbeitet erneut Bebauungsplan für Freizeitgelände Oedberg.
  • Mehr Stellplätze für Wohnmobile und 20 Tiny-Häuser.
  • Oedberg GmbH wartet noch auf Baugenehmigung durch das Landratsamt.

Gmund – Als Georg Reisberger, Geschäftsführer der Oedberg GmbH, am Dienstagabend in den Sitzungssaal kam, war das Thema gerade abgearbeitet und die Zustimmung der Mitglieder des Bau- und Umweltausschusses protokolliert. Der Oedbergchef konnte nur noch zur Kenntnis nehmen, dass das aufwändige und seit September 2018 laufende Bebauungsplanverfahren für die teilweise Neu- und Umgestaltung des Freizeitgeländes am Fuße des Oedbergs damit so gut wie abgeschlossen ist.

„Jetzt wird’s Zeit dafür“, merkte Bürgermeister Alfons Besel (FWG) an, nachdem erneut einige Stellungnahmen bearbeitet worden waren. Die betrafen zum einen das denkmalgeschützte Angerlweber-Anwesen, in dem künftig auch Wohnungen entstehen dürfen. Geplante Hütten im nahen Umfeld müssen aber mindestens zehn Meter Abstand einhalten.

Freitzeitgelände am Oedberg: Tina-Häuser müssen mobil bleiben

Thema Übernachten: Die bisherige Stellfläche für Wohnmobile soll hangaufwärts von derzeit 24 auf 50 erweitert werden. Auf dieser Fläche werden 20 Tiny-Häuser verteilt. Weil die Regierung von Oberbayern fordert, dass die Mini-Domizile mobil bleiben, wurde eine neue Höhe festgelegt. Die 20 Häuser aus Holz, mit Satteldach und einer Wohnfläche von 18 Quadratmetern dürfen nun eine Firsthöhe von 3,50 statt drei Metern haben. Dauercamping ist ausgeschlossen. Auf die nachträgliche Aufnahme eines Zeltplatzes in den Bebauungsplan wollte sich das Gremium wegen der damit verbunden erneuten Verzögerung nicht einlassen. „Wir haben schon so viele Gespräche geführt“, meinte Besel, „es wird Zeit, dass wir das Verfahren abschließen.“ Die geplante Erweiterung des Brunnens durch des Wasserversorgungsverein in Ostin sieht das Landratsamt zwar nicht gefährdet, die Oedberg GmbH solle aber über Infoblätter ihre Besucher auf rücksichtsvolles Verhalten hinweisen. Ganz in trockenen Tüchern ist das Verfahren jedoch nicht: Eine Ausgleichsfläche muss noch notariell gesichert werden.

Nicht betroffen vom Verfahren ist das Thema Parkplatzerweiterung. Eine westlich gelegene Wiese wurde inzwischen zwar für „Stoßzeiten“ freigegeben. Ob die Gemeinde dort anstelle der Oedberg GmbH als Antragstellerin auftritt, den Parkplatz für Wanderer anlegt und auch bewirtschaftet, müsse laut Bauamtsleiterin Christine Wild noch entschieden werden.

Oedberg GmbH wartet auf Baugenehmigung

Mit dem Bebauungsplan hat die Oedberg GmbH eine wesentliche Hürde geschafft. Nun steht noch die konkrete Baugenehmigung aus, die schon 2017 im Landratsamt beantragt wurde. Sie betrifft zum einen die Tiny-Häuser. „Die Nachfrage ist aktuell riesig“, sagt Reisberger. „Wir sind mit etlichen Herstellern im Gespräch, haben uns aber noch nicht entschieden.“ Loslegen könne er eh erst, wenn er die Baugenehmigung in der Tasche habe. Ob die Häuser schon im Sommer 2021 zur Verfügung stehen, glaubt der Oedberg-Chef eher nicht.

Dann geht’s um den Umbau des bestehenden Waldfest-Stadels in ein Mehrzweckgebäude. Eine Bike-Station, die Skischule und vor allem Sanitäranlagen für Wohnmobilisten sollen darin entstehen. Wegen neuer Corona-Regeln musste hier geringfügig umgeplant werden. Auch sollen hier die Toiletten fürs Waldfest entstehen. Apropos: Auf dem Gelände sollen zudem mehrere kleine Hütten platziert werden, damit die Auf- und Abbauprozedur beim Waldfest der Vergangenheit angehört. Doch das ist Zukunftsmusik. Aktuell ist der Blick auf den Winter gerichtet und die Hoffnung, dass kein erneuter Lockdown eintritt. „Das wäre eine Katastrophe“, sagt Reisberger. „Denn der Umbau der Freizeitanlage von Sommer auf Winter kostet viel Geld und ist extrem aufwendig.“

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