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Der Stellplatz für Wohnmobile am Oedberg ist frisch angelegt. Nächstes Jahr sollen Campinghäuser und eine Bike-Station dazukommen. Zudem wird ein bestehendes Gebäude zum komfortablen Waschhaus umgebaut.

Campinghäuser und Bike-Station geplant 

Wohnmobil-Stellplatz fertig: Oedberg-Mosaik wächst

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Werbung gab’s keine, aber die ersten Wohnmobilisten sind da: Am Oedberg locken jetzt bestens ausgestattete Stellplätze in idyllischer Umgebung. Und das ist nur ein Teil des Mosaiks. Nächstes Jahr sollen Campinghäuser und eine Bike-Station folgen.

Gmund– Eigentlich hätte es im Sommer einen Testlauf geben sollen. „Aber der ist ausgefallen“, sagt Georg Reisberger, Geschäftsführer der Oedberg GmbH. Wie berichtet, hatte der Ortsplanungsausschuss Gmund im Juni 15 Stellplätze für Wohnmobile auf dem großen Oedberg-Parkplatz bewilligt. Probeweise. Reisberger sollte testen können, ob der Platz von den Wohnmobilisten angenommen wird. Doch auf die Schnelle war das nicht umsetzbar. „Es ist schon erstaunlich, wie viele Genehmigungen man braucht“, sagt Reisberger. Zudem musste das Areal teils aufgeschüttet, teils abgesenkt werden, um als Standplatz zu taugen. Maximal drei Prozent Gefälle sind akzeptabel. „Sonst stehen die Wohnmobile schepps“, meint Reisberger. Auch die Service-Säulen für Strom und Wasser sowie eine Entsorgungsstation waren zu errichten. „Das ist jetzt seit einer Woche fertig“, berichtet Reisberger.

Am Bedarf besteht ohnehin kein Zweifel. Schon bevor die Infrastruktur geschaffen war, standen jeden Tag Wohnmobile auf dem Platz. „Da haben wir halt nix verlangt“, berichtet Reisberger. Jetzt gibt’s am Oedberg alles, was einen modernen Stellplatz ausmacht. Die Mobile stehen unter hohen Bäumen, zusätzlich pflanzt Reisberger

einiges Buschwerk. „Das wird sehr attraktiv“, ist er überzeugt. Bald sollen Schilder an der Straße auf den Wohnmobilstellplatz hinweisen.

Mit Reisbergers Konzept wird sich am Dienstag, 11. September, der Gmunder Ortsplanungsausschuss befassen. Dort ist auch der offizielle Bauantrag für den Wohnmobilstellplatz zu behandeln. Das inoffizielle Okay hatte Reisberger im Juli bekommen, zunächst für maximal 15 Plätze. Voll ausgebaut bietet die Anlage Raum für bis zu 24 Wohnmobile.

Beantragt hat Reisberger zudem die Aufstellung von fünf festen Holzhütten. „Das sind unsere Waldfesthütten“, erklärt Reisberger. Sie wurden bislang vor jedem Waldfest aufgestellt und danach wieder abgebaut. Das bedeutete viel Arbeit und bekam den Hütten schlecht. Künftig sollen die Häuschen stehen bleiben dürfen. Wenn nicht gerade Waldfest ist, bereichern sie den Freizeitpark Oedberg. „Wir stellen Tischtennisplatten rein und Kicker“, meint Reisberger.

Die dürften bald sehr gefragt sein. Denn der Ausbau der Anlage am Oedberg zum Freizeitpark geht weiter. Das Grob-Konzept hatte Reisberger dem Gemeinderat bereits im Sommer 2017 vorgestellt. Inzwischen habe auch die Regierung von Oberbayern grünes Licht gegeben, berichtet Reisberger. Im Blick hat er vor allem die unzähligen Radfahrer, die auf der Route Königsee-Bodensee unterwegs sind. Die Strecke führt am Oedberg vorbei. „Wir wollen eine Radl-affine Unterkunft bieten“, erklärt Reisberger. Gedacht ist an Campinghäuser mit unterschiedlichem Standard. Keine Kunststoffcontainer, sondern Holzhäuschen mit besonderem Charme im Stil der „Tiny Houses“. Ergänzt wird dies durch eine Bike-Station mit viel Service. „Die Leute fahren dann mit dem gewarteten Rad weiter“, erklärt Reisberger. Er stehe bereits in Kontakt mit namhaften Rad-Experten aus dem Tegernseer Tal. „Das Ganze soll schon einen anspruchsvollen Charakter haben“, betont Reisberger.

Damit sich die Kundschaft gepflegt den Schweiß abspülen kann, lässt Reisberger zudem ein bestehendes Lagerhaus zum Sanitär-Gebäude umbauen. Der Antrag hierfür steht am Dienstag ebenfalls auf der Tagesordnung des Ortsplanungsausschusses. Dort wird die Planung für das Konzept öffentlich vorgestellt. Die Sitzung beginnt um 19 Uhr im Rathaus.

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