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So gut wie fertig: Die AVG in Gmund. Die gewünschten Werbemaßnahmen stießen auf geteiltes Echo.

„Da muss einiges kleiner ausfallen.“

Zu protzig: Mercedes-Werbung von AVG muss kleiner werden

Der stattliche neue Glasbau der AVG Auto-Vertriebs GmbH in Gmund steht. Jetzt geht’s an die Neugestaltung der Außenflächen. Und da gibt‘s noch einigen Diskussionsbedarf. 

Gmund – Nach Ostern, so ein Sprecher der AVG, will die Mercedes-Benz-Firma ihren Neubau eröffnen. Die bisherige Aufteilung des Betriebs zu beiden Seiten der Bundesstraße gehört dann der Vergangenheit an: Die AVG behält das Gelände südlich der B 307; und die bisher in Rottach-Egern angesiedelte Lechner GmbH übernimmt die bergseitigen Firmenhallen.

Derzeit wird die künftige Parkfläche für Gebrauchtfahrzeuge angelegt. Sie rückt näher an das Ortszentrum heran und lässt die verbleibende Wiese schrumpfen, was im Vorfeld der Genehmigung nicht unumstritten war. Jetzt stand bei der Sitzung des Gmunder Ortsplanungsausschusses der Antrag zur Errichtung von mehreren Werbeanlagen zur Diskussion, und Rathauschef Georg von Preysing (CSU) machte gleich zu Beginn klar: „Da muss einiges kleiner ausfallen.“ Vier Werbeanlagen will die AVG installieren. Zum einen einen sechs Meter hohen und 1,20 Meter breiten, schwarzen Pylon, auf dem ein leuchtend weißer Mercedes-Stern zu sehen ist. Er soll am südlichen Betriebsgelände in den Himmel ragen. „Wir sollten da auf eine kleinere Version drängen“, fand Preysing. Dritter Bürgermeister Herbert Kozemko (CSU) sah das genauso und plädierte für eine maximale Höhe von vier Metern. „Das ist genauso werbewirksam.“ Am Ratstisch standen alle hinter diesem Vorschlag.

Auch ein vier mal zwei Meter großes Mercedes-Werbeschild auf der nördlichen Glasfassade erschien dem Gremium zu wuchtig. „Da gibt’s doch mindestens zwei kleinere Versionen“, meinte Vize-Bürgermeister Georg Rabl (FWG). Zustimmung von den Kollegen. Die Errichtung einer 2,50 mal 1,60 Meter großen Werbetafel an der nördlichen Zufahrt erschien dem Gremium hingegen unproblematisch. Allerdings soll der Standort so gewählt werden, dass die Sicht auf den Radweg nicht beeinträchtigt ist. Gegen eine weitere Werbefläche direkt am Haus gab’s keine Einwände. Bei der Abstimmung stellte sich allerdings Grünen-Rätin Helga Wagner quer: „Ich war schon immer gegen diese Riesen-Halle, daher bin ich auch jetzt gegen die Werbung“, begründete Wagner ihr Nein.

gr

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