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Haben den Sommer am Tegernsee auf Leinwand gebannt: Die Maler Ekaterina Zacharova aus Gmund und Klaus Altmann aus Rottach-Egern stellen gemeinsam in Zacharovas Atelier aus. 

Zwei Maler Stellen aus

Ein Sommertal in Pinselstrichen

Ekaterina Zacharova und Klaus Altmann machen gemeinsame Sache: In ihrer Ausstellung „Gemalter Seesommer 2017“ fangen die beiden Künstler das Tegernseer Sommergefühl ein. 

Gmund Seit zehn Jahren sind Ekaterina Zacharova aus Gmund und Klaus Altmann aus Rottach-Egern Künstlerfreunde. Sie verbindet – wie sie die rund 50 Gäste bei der Vernissage wissen ließen – der gegenseitige Respekt vor der Kunst des jeweils anderen. „Bei Klaus muss jeder Pinselstrich sitzen. Seiner Kunst liegt eine große Präzision zugrunde. Er ist ein begnadeter Mensch“, sagte Zacharova bei der Begrüßung. Der Aquarellist lobte seinerseits die Malerin als Meisterin des Lichts in der Tradition der Russischen Schule.

Mit dieser Ausstellung präsentiert Zacharova, die man bisher mit internationalen, gesellschaftspolitischen Ausstellungsthemen verband oder allerhöchstens noch bei den Chiemseekünstlern verortete, erstmals Gemälde, die am Tegernsee entstanden. Das Lieblings-Sujet von Klaus Altmann. Die beiden Künstler treffen sich aber nicht nur in den Motiven, sondern auch in den Farben. Weil beide es vermögen, die Farbigkeit des Tegernsees, seines Tals und seiner Berge in ihrem Medium wiederzugeben, macht die Schau einen ungemein harmonischen Eindruck. Da die großformatigen Gemälde von Zacharova sich stringent mit den kleineren, meist in Vierer-Gruppen hängenden Aquarellen abwechseln, entsteht eine Art Rhythmus, ein Herzschlag.

Altmann zeigt mit seinen bewegten Landschaften im Jahreslauf, vom Früh- bis zum Spätsommer mit stellenweise herbstlicher Färbung, den Lebensraum Tegernseer Tal, während Ekaterina Zacharova das Leben im Tal zeigt. Da sitzen etwa Menschen entspannt auf der Terrasse von Gut Kaltenbrunn („Frühsommer“), auf der des Hotels Das Tegernsee („Blaue Stunde“) oder vor dem Aquadome („Frische Brise“) unter großen Sonnenschirmen. Sie scheinen sich fast sich aufzulösen, während das Tal und die Berge im Hintergrund gestochen scharf, immerwährend hervortreten.

Ein Reiz der Ausstellung liegt im Vergleich der gewählten Perspektiven und auch hier sieht man bisweilen den Gleichklang. Besonders spannend ist Zacharovas und Altmanns Annäherung an den See. Beide Künstler tauchen regelrecht in seine Oberfläche ein und verleihen ihm durch Farben Tiefe und dem Betrachter somit eine Projektionsfläche für die eigenen Erfahrungen und Befinden.

Ein Bild, das die Gäste besonders faszinierte, weil es als Stillleben im Freien aus dem Rahmen der Sehgewohnheiten fiel, war Zacharovas „Blick aus dem Garten“. In einer roten, orangen, gelben und lila Farbexplosion zeigt es einen traditionellen Bauerngarten in modernem Duktus. Wer sich noch nach etwas Sommerfeeling sehnt, ist mit einem Besuch in der Gmunder Galerie sicher gut beraten.

Öffnungszeiten

Die Ausstellung ist von Mittwoch bis Sonntag, 11. bis 15. Oktober, jeweils von 13 Uhr bis 17.30 Uhr im Atelier Zacharova in der Wiesseer Str. 4 in Gmund zu sehen.

ak

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