Die Halserspitze ist ein beliebtes Wanderziel. (Symbolbild)
+
Die Halserspitze ist ein beliebtes Wanderziel. (Symbolbild)

Im Schnee verstiegen

Wanderern an Halserspitze droht Absturz - Bergwacht muss Hilfe aus Liechtenstein anfragen

  • Katharina Haase
    vonKatharina Haase
    schließen

Zwei Wanderer aus dem Landkreis München mussten an der Halserspitze von der Bergwacht gerettet werden. Sie drohten abzustürzen.

Update, 17 Uhr: Haarer gut ausgerüstet, weiterer Vorfall am Buchstein

Dass die beiden Haarer unzureichend ausgerüstet waren, wie zunächst mitgeteilt worden war, sei nicht zutreffend, stellt die Bergwacht auf Anfrage klar. Am Berg liege aber noch viel Schnee, die Bedingungen seien also noch sehr anspruchsvoll. Und das birgt Gefahren.

Mit einem ganz ähnlichen Szenario waren drei Rottacher Bergwachtler am Samstag bereits gegen 13 Uhr konfrontiert gewesen: Zwei Bergsteigerinnen aus Landshut und dem benachbarten Altdorf – beide 33 Jahre alt – hatten sich am Buchstein verstiegen und waren abgerutscht, berichtet die Polizei auf Anfrage der Tegernseer Zeitung. Auch sie mussten per Hubschrauber mit der Seilwinde geborgen werden. Die Landshuterin hatte sich den Fuß gebrochen und wurde sofort ins Krankenhaus geflogen. Die Altdorferin erlitt nach Polizeiangaben Prellungen.

Die Bergwacht warnt davor, die Schneelage am Berg zu unterschätzen. „Da besteht die Gefahr, dass man nicht dran denkt, wenn unten schon die Blümchen rauskommen“, sagt ein Sprecher.

Kreuth - Zu einem Einsatz der Bergwacht an der Halserspitze kam es am gestrigen Samstag (20. Februar). Gegen 18 Uhr am frühen Abend setzte ein 44-jähriger Bergsteiger aus Haar im Landkreis München über die Einsatzzentrale einen Notruf ab.

Bergwacht-Einsatz in Kreuth: Maschine aus der Schweiz angefordert - Akute Absturzgefahr

Der Mann war mit einem Freund, ein 33-Jähriger, der ebenfalls in Haar lebt, bergabwärts an der Halserspitze unterwegs. Am Nordabstieg im Gemeindebereich Kreuth verstiegen sich die beiden Kletterer im Schnee. Etwa 200 Meter unterhalb der Spitze hingen beide fest und drohten abzurutschen. Eine telefonische Kontaktaufnahme durch die Bergwacht Rottach-Egern ergab, dass aufgrund der Position akute Absturzgefahr bestehe und eine zeitnahe Rettung erfolgen müsse.

Da eine Bergung der Bergsteiger mit dem polizeilichen Hubschrauber zu der Zeit nicht durchführbar war und keine andere Möglichkeit bestand, wurde über die Bergwacht eine Nachtmaschine aus Liechtenstein angefordert.

Der Rettungshubschrauber Christoph Liechtenstein konnte wenig später beide Personen nacheinander mit der Winde bergen und dem Notarzt übergeben. Dieser stellte bei dem jüngeren der beiden Männer eine leichte Unterkühlung fest, sodass dieser vorsorglich ins Krankenhaus verbracht wurde. Sein 44-jähriger Freund blieb bei dem Vorfall unverletzt. Wie die Polizei nach der Rettung der beiden mitteilte, waren diese mit unzureichender Ausrüstung unterwegs. Dies könnte der Grund für die Notlage der beiden gewesen sein.

Die Bergwacht rund um Tegernsee und Spitzingsee ist seit Wochen im Dauereinsatz. Auch vergangenes Wochenende hatten sich mehrere Skitourengeher und Rodler haben sich am Wochenende am Spitzingsee verletzt. Die Bergwacht war auch hier stark gefordert.

Auch interessant

Kommentare