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Das Schuhmacher-Wehr in Gmund soll nach den Plänen des Wasserwirtschaftamtes einem neuen Wehr weichen.

Hochwasserschutz

"Rettet den Tegernsee" lädt zu Info-Abend

Tegernseer Tal – Das Hochwasserschutzkonzept des Freistaats für den Tegernsee lässt die Wogen hoch schlagen. Jetzt soll es eine Info-Veranstaltung geben.

Erst am Donnerstag traf sich Andreas Scherzer, Vorsitzender des Aktionsbünsnisses "Rettet den Tegernsee", zu einem Gespräch mit Umweltminister Marcel Huber (CSU), Wirtschaftsministerin Ilse Aigner (CSU) und Vertretern des Wasserwirtschaftsamts. „Wir sind zu einem guten Konsens gekommen“, meint Andreas Scherzer. Details werde er den Bürgern beim Info-Abend am Dienstag, 20. Mai, um 19 Uhr berichten.

Trafen sich zum Gespräch (v.l.): Peter Kathan vom Yacht Club Wiessee, Joachim Fritz vom Yacht Club Gmund, Dr. Christoph Netta, Wirtschaftsministerin Ilse Aigner, Umweltminister Marcel Huber, Andreas Scherzer, Vorstand des Aktionsbündnisses und Landtagsabgeordneter Klaus Stöttner.

Dort stellt das Aktionsbündnis auch seine Ergebnisse und Studien zum geplanten neuen Wehr in Gmund vor. Wie berichtet, fußt das Konzept des Wasserwirtschaftsamts auf der Idee, den Tegernsee als natürliches Speicherbecken zu nutzen. Dazu soll der Seepegel vor starken Regenfällen gesenkt werden. Für die Steuerung ist zum einen der Bau eines neuen Wehrs anstelle des bestehenden Schuhmacherwehrs nötig, zum anderen soll das Bett der Mangfall kurz vor dem Wehr vertieft werden. Das Aktionsbündnis fürchtet, dass der See durch das neue Wehr aufgestaut werden kann. Die Folgen für Flora und Fauna hat die Initiative vom Limnologen Professor Arnulf Meltzer untersuchen lassen.

„Aber wir wollen ja gar nicht aufstauen“, meint Christoph Wiedemann vom Wasserwirtschaftsamt. Eine Detailplanung fürs neue Wehr liege noch nicht vor. Der Grund: Das bestehende Wehr ist mit einem Kraftwerk gekoppelt, das Strom für die Büttenpapierfabrik erzeugt. Die Neubaupläne, so Wiedemann, müssen mit der Fabrik abgestimmt werden. Erst dann will die Behörde das Projekt wieder der Öffentlichkeit präsentieren. Anregungen des Aktionsbündnisses seien aber willkommen.

Bürgermeister und Gemeinderäte aus dem ganzen Tal sind zum Info-Abend eingeladen. Gmund, so Bürgermeister Georg von Preysing (CSU) habe wegen des Termins sogar die Gemeinderatssitzung verschoben.

jm

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