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Über 4000 LEDs lassen das Anwesen der Familie Löffler von der Ostiner Siedlung bis auf die Schlierseer Straße leuchten.

Bewohner mag's nicht dunkel

Ostiner Haus strahlt durch Mega-Weihnachtsschmuck

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Gmund - Wer bei Nacht von Hausham auf Gmund zufährt, kann das helle Haus in der Ostiner Siedlung kaum übersehen. Dahinter steckt ein Mann, der jährlich gegen die Dunkelheit kämpft.

Sonst ist es ja recht finster um diese Jahreszeit, gerade, wenn man im Auto von Schliersee nach Gmund unterwegs ist. Doch mitten in der winterlichen Finsternis leuchtet den Autofahrern von der Ostiner Siedlung her ein strahlend helles Licht entgegen. Für die, die sich schon immer gefragt haben, wer für das Leuchten verantwortlich ist, hier die Auflösung.

Das Licht kommt vom Haus der Familie Löffler, das mit über 4000 Lämpchen geschmückt ist. Hinter dem Leuchten in der Finsternis steckt Florian Knirr. „Ich mag die Dunkelheit nicht“, sagt er „Ich brauche das Licht.“

Knirr arbeitet seit 43 Jahren im Familienbetrieb Löffler, einem Dentallabor. Der 61-Jährige hat dort gelernt und wohnt seit 35 Jahren als Untermieter mit im Haus. Das hatte sich damals so ergeben. Inzwischen können sie sich das gar nicht mehr anders vorstellen. Knirr: „Wir sind eine große Familie.“

Florian Knirr (61) hat ein Faible für Weihnachtsbeleuchtung.

Vor 25 Jahren hat der Zahntechniker vorsichtig beim Chef angefragt, ob er nicht ein bisschen was im Garten schmücken dürfe. „Christbäume herrichten, das war schon immer meine Leidenschaft.“ Seitdem ist es jedes Jahr ein bisschen heller geworden. Vor ein paar Jahren hat Knirr auf LEDs umgestellt. „Das ist schon wesentlich sparsamer.“

Strom fließt trotzdem reichlich für die Lichterpracht. Kein Wunder: Allein fünf Christbäume sind mit Kerzen eingedeckt. Am Balkongeländer hängen LED-Ketten, über den Fenstern leuchten Lichterschlangen. Über den Büschen im Garten sind LED-Netze gespannt. Alle Lichter leuchten weiß – und das ganz bewusst. „Ich mag das bunte Zeug nicht“, sagt der Zahntechniker.

Im vergangenen Jahr dominierten Eiszapfen, davor ein überlebensgroßer Nikolaus.

Immer Ende Oktober beginnt Knirr mit der Dekoration. Vier Wochenenden lang arbeitet er durch. „Ich fange immer rechtzeitig an, solange es noch warm ist.“ Inzwischen hilft auch Tobias Zeitler (17) mit, der Enkel des Chefs. Einen genauen Deko-Plan gibt es nicht. „Ich fang an einem Ende an, und dann sehe ich schon, wo noch was fehlt“, erklärt Knirr sein System.

Oft biegen Neugierige von der Straße ab, schauen sich das strahlende Haus aus der Nähe an. Wenn Knirr da ist, winkt er sie herein, zeigt ihnen den Garten. Im Sommer steht an selber Stelle übrigens eine Eisenbahn.

Auch der Familie Löffler liegt viel an den Lichtern in der dunklen Zeit. Im Scherz hat Knirr neulich gesagt, sie sollen den Schmuck nochmal richtig genießen, er wisse nicht, ob er sich das nochmal antue. „Dann gab’s aber großen Protest.“ Nein, Florian Knirr wird nicht aufhören, schon allein, um jedes Jahr aufs Neue die Dunkelheit zu besiegen. „Ich mache das, solange ich kann."

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