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Frischer Wind für den Verkehrsverein: (v.l.) Johanna Probst, Christian Sanktjohanser, Steffi Hagn, Jan Sieper (alle Ausschuss-Mitglieder), Josef Bogner, Peter Eiler, Martina Goldhofer, Christian Stadler (Ausschuss-Mitglied) und Sophie Sagstetter.

Anastasia Stadler gibt Chefposten nach zehn Jahren ab

Verkehrsverein: Neuer Vorstand, bekanntes Gesicht

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Zehn Jahre lang hat Anastasia Stadler beim Verkehrsverein Rottach-Egern den Ton angegeben. Jetzt wurde der Vorstand komplett neu besetzt. An der Spitze präsentiert sich ein bekanntes Rottacher Gesicht.

Rottach-Egern – Hinter Anastasia Stadler, Betreiberin des Webermohofs, liegt ein bewegtes Jahrzehnt. Acht Jahre lang hat sie den 1885 gegründeten Verkehrsverein als Vorsitzende geführt, zuvor war sie zwei Jahre lang Geschäftsführerin. Ihr Resümee fällt zufrieden stellend aus, dennoch sagt die Vermieterin und CSU-Gemeinderätin: „Zehn Jahre sind genug, ich muss mit meinen Ressourcen besser wirtschaften.“

Die Nachfolge Stadlers tritt nun einer an, der schon früher einmal beim Verkehrsverein aktiv war und sich bereits häufiger als engagierter Bürger und Gastronom Rottach-Egerns hervorgetan hat: Mit großer Mehrheit wählten die Mitglieder Josef Bogner (60) vom Voitlhof zu ihrem neuen Vorsitzenden.

Auch die übrigen Mitglieder der Führungsriege sind neu: Die Aufgabe des Zweiten Vorsitzenden übernahm Peter Eiler, zugleich Straßenwärter der vereinseigenen Wallbergstraße. Als Schriftführerin fungiert künftig Martina Goldhofer, um die Finanzen kümmert sich Sophie Sagstetter. „Ein Teil des alten Vorstands hat in den Ausschuss gewechselt, wir fangen also nicht ganz bei Null an“, meint der neue Vorsitzende Josef Bogner.

Der 60-jährige Senior-Chef des Voitlhofs, der zuletzt durch seine Online-Petition in Sachen Erbschaftssteuer von sich reden machte, hat nach eigenen Worten viele Pläne für den knapp 200 Mitglieder zählenden Verein. Konkret benennen möchte er sie vor der ersten Ausschuss-Sitzung noch nicht. Nur so viel: „Wir wollen speziell in und für Rottach-Egern etwas machen.“ Der Verein wurde ursprünglich als Verschönerungsverein gegründet, „und dieser Gedanke soll verstärkt wieder aufgegriffen werden“, kündigt Bogner an. Er versteht die Organisation als „Sprachrohr der Vermieter“, weshalb er auch die zwischenzeitlich eingeschlafenen Vermieterstammtische wieder aufleben lassen möchte. „Ich hoffe, dass die dann auch angenommen werden.“

Seine Vorgängerin Anastasia Stadler blickte bei der Jahreshauptversammlung im Voitlhof auf eine Amtszeit zurück, die von vielen Veränderungen geprägt war. Da wäre zum einen die Wallberg-Panoramastraße, für deren Betrieb und Pflege der Verein bis heute zuständig ist. Vieles wurde im Laufe der Zeit angeschafft: von der Kassenanlage über Schranken bis hin zum Schneepflug und Gedenktafeln. Im vergangenen Jahr habe der Verein noch einen „Super-Coup“ gelandet, erinnert Stadler. So habe der Vorstand nach einem Ortstermin mit Verantwortlichen des Landratsamtes erreicht, dass motorsportliche Veranstaltungen auf der Wallbergstraße unter bestimmten Voraussetzungen wieder genehmigungsfähig sind. „Da haben wir den Amtsschimmel gezähmt“, freut sich die Rottacherin.

Ein anderes Thema, für das sich der Verein unter der Regie Stadlers stets einsetzte, war die Weihnachtsbeleuchtung im Ort. Mit diesem Engagement hätten die Mitglieder der Gemeinde schon viel Geld gespart, betont die Ex-Vorsitzende. Und schließlich habe man als Vereinigung der Vermieter auch immer Lobby-Arbeit für den Tourismus geleistet. Hier blickte Stadler auch auf ein weniger erfreuliches Ereignis im Jahr 2014 zurück: Damals scheiterte trotz intensiver Vorarbeit die Fusion von Tegernseer Tal Tourismus GmbH (TTT) und Alpenregion Tegernsee Schliersee (ATS). „Da blieb viel verbrannte Erde zurück“, glaubt die Vermieterin und moniert: „Im Ergebnis haben wir jetzt zwei Geschäftsführer und viele Doppelstrukturen.“

gab

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