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Jahresbilanz: Auch Markus Kirmayr (am Pult), Kreisbrandmeister für Jugend und Öffentlichkeitsarbeit, berichtete in der Naturkäserei in Kreuth. Die Jahresbilanz weist 287 Brandeinsätze und 193 Fehlalarme auf.

Trotz hoher Belastung professionell kooperiert

Kreisbrandrat lobt seine Feuerwehr-Kommandanten

Kreuth - Über Langeweile brauchten sich die Feuerwehren im Landkreis heuer nicht beklagen. Auch deshalb lobte Kreisbrandrat Anton Riblinger seine Kommandanten bei der Dienstversammlung.

Das Jahr 2014 war reich an Einsätzen. Bei diesen haben die Feuerwehren im Kreis aber eine gute Zusammenarbeit gezeigt. So lautete das Fazit von Kreisbrandrat Anton Riblinger bei der Jahres-Dienstversammlung in Kreuth.

In Kreuth haben zwei Großbrände und eine Vielzahl von Einsätzen im Straßenverkehr die Feuerwehr sehr gefordert. Auch hier verlief die Unterstützung durch die anderen Feuerwehren professionell und reibungslos. Im Nachgang der Besprechungen zu diesen Einsätzen hatte Kreuths Bürgermeister Josef Bierschneider in die Naturkäserei eingeladen. Kommandanten und ihre Stellvertreter von 37 Feuerwehren im Landkreis waren gekommen.

Riblinger stellte zunächst die positiven Zahlen vor: 1724 Männer und 35 Frauen engagieren sich für die Freiwillige Feuerwehren im Landkreis. Acht Fahrzeuge wurden vergangenes Jahr angeschafft. Landrat Wolfgang Rzehak sagte für heuer das Geld für die Anschaffung eines Flachwasserbootes zu, damit die Feuerwehren bei etwaigen Hochwassereinsätzen besser gerüstet sind. Auch für neues Atemschutzgerät hat der Landkreis ein Budget eingestellt. Zugleich intensiviert die Feuerwehr die Ausbildung von Atemschutzträgern. Dafür sollen heuer nicht nur gasbefeuerte Brandcontainerübungen, sondern erstmals in Zusammenarbeit mit der Feuerwehrschule Geretsried auch eine holzbefeuerte Brandcontainerübung stattfinden. Die gute Ausbildung der Einsatzkräfte hatte sich vor allem bei den Großbränden in Kreuth und Parsberg bezahlt gemacht.

Insgesamt waren die Feuerwehren 287 Mal zu Bränden gerufen worden. Derweil steigen die Anforderungen bei Rettungseinsätzen im Verkehr oder der Bergung von Personen. Damit die Feuerwehrleute die oft schweren psychischen Belastungen dieser Einsätze verarbeiten können, hat das Seelsorgerteam um Monsignore Walter Waldschütz Pastoralreferent Richard Siebler aus Warngau aufgenommen. Er stellte sich den Kommandanten hier erstmals vor.

Die steigende Zahl der Fehlalarmierungen – 193 waren es im vergangenen Jahr – ist eine echte Belastung für die Feuerwehren: Sie rauben unnötig Kräfte. Ein Dauerbrenner stellt auch die Umstellung auf den Digitalfunk dar, die ab Herbst dieses Jahres kommen wird. Bereits im Juni erwarten die Verantwortlichen die Lieferung der neuen Funkgeräte. Über den Sommer soll dann die Schulung der Einsatzteams erfolgen. „Es ist ein Mammutprojekt, das wir da stemmen müssen“, sagt Ausbildungsleiter Fabian Fiegler. „1300 Endanwender und 500 Führungskräfte müssen auf den neuen Geräten eingewiesen werden.“

Bevor die Ausbildung am Gerät erfolgt, müssen die Feuerwehrmänner ein spezielles Zertifikat zur Digitalfunkstruktur in einer Web-basierten Schulung erwerben. Da nicht jeder Feuerwehrler daheim einen Computer hat, mit dem er sich einloggen kann, sorgt das Landratsamt für Abhilfe. Riblinger machte aber auch deutlich: „Im Landkreis Miesbach ist Ende 2015 der Digitalfunk-Probebetrieb vorgesehen. Für uns ist es Voraussetzung, dass dann alle Funkmasten aufgebaut sind. Wie sonst sollen alle Funktionen getestet werden? Das ist im Übrigen auch ein Anliegen der Bergwacht und der Polizei.“

Von Sonja Still

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