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Noch ist er ohne Kunst: Der Kreisel in Gmund.

Von Schiff-Skulptur bis nackte Tänzerinnen

38 Vorschläge für Kunst am Gmunder Kreisel

Gmund - Der Gmunder Kreisel soll schöner werden - aber wie? Damit beschäftigt sich jetzt die Gemeinde. 38 Vorschläge verschiedener Künstler sind inzwischen eingereicht.

Bis Ende Januar gingen im Gmunder Rathaus 38 Vorschläge zur Verschönerung des Gmunder Kreisels ein. Sie sind so unterschiedlich, dass Geschäftsführer Alfons Besel sicher ist: „Wenn wir so etwas noch einmal machen, dann legen wir vorher die Richtung und vor allem den Kostenrahmen fest.“ So habe die Ideen-Ausschreibung eine extreme Bandbreite und außerdem eine große Dynamik angenommen, mit der man so in der Gemeinde nicht gerechnet habe.

Die Vorschläge reichen von einer natürlichen Wildblumenwiese über Blumenbeet-Bepflanzungen, dem Gmunder Wappen in Kieseln nach dem Vorbild von Bad Wiessee, Findlingen aus der Weissach, Variationen rund um das Thema Maibaum und mehr oder weniger stilisierten (Fischer-)Booten bis hin zu Kunstobjekten vornehmlich einheimischer Künstler. Diese haben sich entweder, wie bei einer öffentlichen Ausschreibung üblich, selbst mit ihren Projekten beworben oder wurden empfohlen.

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Kreisel-Kunst in Gmund: Das sind die Vorschläge

Als Idee könnte sich die Gmunderin Briska Büttel etwa eine Eiche mit einer Stier-Plastik aus Bronze vorstellen. Eugenie Horst, ebenfalls aus Gmund, schlug Holzstehlen als „Künstler-Erlebnisraum“ vor, der Rottacher Helmut Fritze ein Windrad aus Holz inklusive Ortswappen und die Haushamerin Gabriele Groß eine Steinskulptur in Form des Seelaubs. Thomas Fritsch würde gerne eine „Blume des Lebens“ aus der Werkstatt des Waakirchners Otto Wesendonck im Zentrum des Kreisels sehen. Von Heidi Lemhofer-Halmbacher wurde der Gmunder Bildhauer Quirin Roth ins Spiel gebracht – egal mit welcher Arbeit. Roth bewarb sich aber auch selbst. Ebenso wie der international angesehene Steinbildhauer Tobel aus Hohendilching. Beide allerdings, ohne konkrete Entwürfe zur Diskussion zu stellen.

Die gab es hingegen bereits von Cornelia Hammans aus Finsterwald. Die Künstlerin schlug ihr dreiteiliges Ensemble „Die Leichtigkeit des Seins“ vor (wir berichteten). Die Waakirchnerin Ursula-Maren Fitz, die mit dem wichtigsten deutschen Glaskunstpreis ausgezeichnet wurde, hat drei ihrer Entwürfe der Serie „Berg und See“, bei denen sie faszinierend und harmonisch Stein und Glas verbindet, ins Rennen geschickt. Gmund-Art-Künstler Kurt Gmeineder bewarb sich mit einer Stahlkonstruktion namens „Das Universum im Kreisel“, mit dem Ensemble „Gmunder Gruß“, einer kronenartigen Stahlskulptur, in dessen Zentrum eine Fahne mit dem Bayernwappen weht, und einer Schiffs-Skulptur, deren Segel das Symbol der italienischen Partner-Gemeinde Fauglia schmückt. Gmund-Art-Organisator und Künstler Hans Weidinger aus Dürnbach stellt ein Holzstehlen-Ensemble zur Diskussion. Und die international tätige Münchner Galerie Heitsch mit ihrer Dependance in Bad Wiessee legt den Gmundern eine der riesigen, rostbraunen Skulpturen aus Cortenstahl von Herbert Mehler an Herz.

Bei den vielen Vorschlägen und Entwürfen dürfte der Gmunder Gemeinderat die Qual der Wahl haben. Nicht zuletzt mit Blick auf den Etat. Generell werde man in der Sitzung am kommenden Dienstag, 18. März, erst einmal die weitere Vorgehensweise besprechen, erklärte Besel. Mit einer konkreten Entscheidung rechnet er noch nicht.

Von Alexandra Korimorth

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