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Luftrettung: Ein Sanitäter seilt sich vom Heli ab.

Mit schweren Kopf- und Brustkorbverletzungen

Absturz vom Buchstein: Dachauer (57) kracht vor Tegernseer Hütte

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Schlimmer Unfall auf der Tegernseer Hütte: Am Samstag gegen 12.45 Uhr ist ein 57-jähriger Wanderer aus Dachau beim Abstieg vom Buchstein abgestürzt. Er wurde schwer verletzt.

Kreuth– Wie die Bergwacht Rottach-Egern berichtet, kam der Mann mit schweren Kopf- und Brustkorbverletzungen sowie weiteren Knochenbrüchen im Hüttenbereich zum Liegen. Der Wirt setzte sofort einen Notruf ab. Mitglieder der Bergwacht Göppingen, die gerade ein Ausflugswochenende auf der Tegernseer Hütte verbrachten, kümmerten sich zusammen mit dem Personal um die Erstversorgung. Zwei Rottacher Bergwachtler, die beim Klettern im Ross- und Buchsteingebiet unterwegs waren, stiegen zur Unglücksstelle auf.

Abseilakt: Der Hubschrauber ließ erst einen Notarzt ab, dann wurde der Schwerverletzte abgeholt.

Der angeforderte Rettungshubschrauber Christoph 1 setzte einen Notarzt per Seilwinde an der Hütte ab. Einen weiteren Bergretter holte er direkt an der Rettungswache ab und brachte ihn ebenfalls zur Einsatzstelle. Die Helfer stabilisierten den Verletzten und trugen ihn im Bergesack zur Westterrasse, von wo aus ihn der Hubschrauber aufnehmen konnte. Der Dachauer wurde zur weiteren Behandlung ins Unfallklinikum Murnau geflogen.

Die Bergwachtler stiegen indes derweil mit seiner Ehefrau zur Buchsteinhütte ab. Von dort aus fuhren sie mit dem Bergwachtfahrzeug zum Wanderparkplatz Klamm, wo ein Team des Kriseninterventionsdienstes Berg wartete. Trotz der Dramatik fällt die Bilanz der Bergwacht positiv aus: „Die Zusammenarbeit mit allen Beteiligten und vor allem die vorbildliche Hilfe durch das Hüttenteam wurde ausdrücklich gelobt.“

Der spektakuläre Rettungseinsatz ist nicht der erste seiner Art und wird beileibe nicht der letzte sein. Bereits rund 170 Mal sind die Bergwachtler in diesem Jahr schon ausgerückt, wie die Leitung unserer Zeitung gegenüber jüngst offen legte - und der Wanderherbst hat gerade erst angefangen. Erst vor Kurzem musste die Bergwacht eine Wanderin (62) bergen, die am Wallberg 15 Meter in die Tiefe stürzte. Und auch die Tegernseer Hütte wurde am Samstag nicht zum ersten Mal von Rettungshubschraubern umkreist. Erst im August musste in einer spektakulären Aktion ein Vater und seine Tochter von der Rosskopfnadel holen. Sie hatten sich beim Klettern verstiegen.

sg

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