Gemeinsam im Einsatz für den Erhalt der Bergnatur waren der Alpenverein, das Kommunalunternehmen Alpenregion Schliersee Tegernsee, die Bergwacht, der Bund Naturschutz, die Bayerischen Staatsforsten und weitere Naturfreunde.

Aktionstag „Natürlich auf Tour“

Naturfreunde ernten bei Wintersportlern viel Verständnis

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Viel positives Echo haben die 45 Aktiven von Alpenverein, Bergwacht, Bund Naturschutz und weiteren Naturfreunden bei ihrem Aktionstag gesammelt, den sie nun im südlichen Landkreis unter dem Motto „Natürlich auf Tour“ durchgeführt haben.

Ziel war es, naturbegeisterte Sportler in den Bergen für die Lebensräume geschützter Arten zu sensibilisieren.

Die Aktion gibt es seit drei Jahren. Neu war diesmal die fast flächendeckende Präsenz von Infoteams in den Tourengebieten des Mangfallgebirges. Im Bereich der Rotwand wird der Aktionstag bereits seit Jahren durchgeführt. Diesmal wurde auch am Hirschberg, der Bodenschneid sowie an Sudelfeld und Wendelstein informiert – bei den beiden letzteren unter Federführung der DAV-Bundesgeschäftsstelle mit Organisationen aus dem Landkreis Rosenheim sowie der Bergwacht Leitzachtal und der Miesbacher Kreisgruppe des Bayrischen Jagdverbands.

Über 500 Wintersportler sprachen die Ehrenamtlichen an diesem Tag an. Am Hirschberg warteten vier Stationen auf die Tourengeher, Schneeschuhfreunde und Winterwanderer: Während im Tal die Bergwacht Rottach, der Alpenregion Tegernsee Schliersee (ATS) und Marco Müller, Organisator und Gebietsbetreuer für das Mangfallgebirge, allgemeine Infos zu Wald-Wild-Schongebieten vermittelten, warteten die Naturfreunde München-Giesing in der Gründ mit Informationen zum Auerhuhn auf. Der Skiclub Kreuth empfing – zusammen mit den Bayerischen Staatsforsten und dem Amt für Ernährung Landwirtschaft und Forsten – die Tourengeher auf den Rauheck-Almen mit Wissenswertem zur Gams und zum Bergwald. Am Gipfel informierten der Landesbund für Vogelschutz und der Alpenverein über den Lebensraum des Birkhuhns. Unterstützt wurde der Aktionstag am Hirschberg m von den Hirschbergliften, der Skischule Tegernsee und dem Landesamt für Umwelt.

Die Rückmeldungen der Infoteams waren fast durchweg positiv. „80 bis 90 Prozent der Angesprochenen zeigten sich interessiert und dankbar für die Infos und das Engagement der Aktiven“, stellt Müller fest. Nur eines hätte besser sein können: „Aufgrund des mäßigen Wetters waren im Rotwandgebiet und allen anderen Tourengebieten viel weniger Wintersportler unterwegs als erhofft“, sagt Bernd Stahuber von der Alpenvereinssektion Miesbach. „Wir waren für deutlich mehr Tourengeher gerüstet.“

Am Hirschberg, wo der Aktionstag seine Premiere hatte, war die Kenntnis über naturverträgliches Tourengehen geringer als im Rotwandgebiet. Der Leiter des Forstbetriebs Schliersee, Jörg Meyer, stellt fest: „Vielen Wintersportlern war der Zusammenhang zwischen Störung von Wildtieren im Winter und den Auswirkungen auf Tier und Wald gar nicht so bewusst.“ Der Aktionstag sei eine gute Gelegenheit gewesen, die Sportler für die Bergnatur zu sensibilisieren.

Dem stimmt Müller zu: „Es bringt etwas, diesen Weg fortzusetzen.“ Die einhellige Meinung der Aktiven: Es lohne sich, weiter dran zu bleiben.

ddy

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