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Der Mythos Zeppelin ist ungebrochen, findet Helmut Seitz. Der Luftschiff-Pilot organisiert am Tegernsee die zehnte offiziell Luftschiff-Weltmeisterschaft (im Hintergrund das Gefährt mit Tegernsee-Emblem).

Hier gibt‘s alle Details zur Luftschiff-Meisterschaft

Countdown läuft: Am Tegernsee startet die WM der Giganten

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Im Tegernseer Tal startet am 15. Februar eine Weltmeisterschaft der besonderen Art: Neun Luftschiffe aus fünf Nationen treten zum Wettbewerb an. Die Organisatoren versprechen den Zuschauern spektakuläre Bilder.

Tegernseer Tal – Gerade erst ist in Rottach-Egern mit der 18. Tegernseer Tal Montgolfiade das große Stelldichein der Ballonfahrer zu Ende gegangen. Da rücken schon die nächsten Luftgiganten an: Von kommendem Donnerstag, 15. Februar, an ist der Tegernsee Schauplatz für die Weltmeisterschaft (WM) der Heißluftschiffe. Ein Wettkampf mit Seltenheitswert, wie Organisator Helmut Seitz betont. „So etwas kommt in Deutschland vielleicht nie wieder“, sagt der 63-Jährige.

Eine Deutsche Meisterschaft, eine Europa-Meisterschaft – das hat es am Tegernsee bereits gegeben. Nun setzt man noch einen drauf: Neun Luftschiff-Piloten aus fünf Nationen (Deutschland, Polen, Litauen, Schweden und Schweiz) kämpfen eine Woche lang um den Titel des Weltmeisters. Damit reiht sich das Tal ein in einen illustren Kreis an Austragungsstätten. Bisher gab’s gerade einmal neun Weltmeisterschaften der Zeppeline, zuletzt in der französischen Stadt Dole, zuvor in St. Petersburg in Russland.

Eines stellt Initiator Seitz von vornherein klar. Die WM ist keine zweite Montgolfiade. Unterhaltung wie zuletzt im Rottacher Kurpark mit vielerlei Essens-Buden und Live-Musik gibt es bei der Luftschiff-WM nicht. „Wir haben bewusst auf ein Rahmenprogramm verzichtet“, sagt Seitz. Hier steht das sportliche Event im Vordergrund. Und das sei äußerst anspruchsvoll, betont der Allgäuer, selbst erfahrener Ballon- und Luftschiffpilot. Immerhin geht’s um eine WM, und da herrscht laut Seitz ein festes Reglement. „Es muss sogar die Nationalhymne an der richtigen Stelle gespielt werden“, betont der 63-Jährige.

Die Teams, die teils mit bis zu sechs Personen an den Tegernsee reisen, werden sowohl Geschwindigkeits- und Langstreckenflüge als auch Präzisionsaufgaben zu meistern haben. Und auch wenn es kein wirkliches Rahmenprogramm gibt – die Zuschauer, da ist sich Seitz ganz sicher, werden dennoch auf ihre Kosten kommen. Zwei Starts pro Tag sind geplant. Immer vorausgesetzt, das Wetter spielt mit. Läuft alles nach Plan, heben die riesigen Kraftpakete um 9 Uhr und dann noch einmal um 15 Uhr vom Startplatz in Kreuth-Oberhof aus ab. „Ich werde die Teilnehmer ordentlich rannehmen“, kündigt Seitz augenzwinkernd an. Für die Zuschauer bedeutet das: Sie bekommen spektakuläre Bilder zu sehen. Die Luftschiffe sind echte Kraftpakete: 41 Meter lang, knapp 13 Meter dick und vier Tonnen schwer.

Die Besucher können auch selbst in einem der Giganten Platz nehmen. Im Rahmen der WM bietet die Tegernseer Tal Tourismus GmbH (TTT) in einem eigens mit dem Tegernsee-Logo präparierten Gefährt Passagierfahrten an. „Die sind bei den Leuten sehr beliebt“, weiß TTT-Veranstaltungsmanager Peter Rie aus Erfahrung. Wer abheben möchte, kann im Vorfeld bei MünchenTicket oder bei allen Tourist-Infos am Tegernsee die gewünschte Rundfahrt buchen. Kostenpunkt: 140 Euro. „Es sind noch einige Plätze zu haben“, sagt Rie.

Damit die Zuschauer, Teilnehmer und Passagiere gut versorgt sind, bezieht am Startplatz in Oberhof die Westerhof-Alm Position. Bewirtschaftet wird sie gemeinsam vom Westerhof und der nahen Naturkäserei. Auch die TTT wird mit einer Info-Hütte vertreten sein.

Es gibt also ganz spezielle WM-Luft zu schnuppern am Tegernsee. Auch bei der Eröffnungszeremonie am Donnerstag, 15. Februar, im Hotel zur Post können Neugierige dabei sein. Sie beginnt um 11 Uhr und ist öffentlich.

Aktuelle Infos zur Luftschiff-Weltmeisterschaft am Tegernsee sowie zu den Startmöglichkeiten der Zeppeline gibt es jederzeit online auf www.world-championship.org. Hier gibt’s auch alle Fakten rund um die WM.

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