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War bei uns live: Hannes Gräbner (SPD).

Unsere Serie zur Bundestagswahl

SPD-Kandidat Hannes Gräber im Live-Interview - hier das Video

In unserer Serie zur Bundestagswahl interviewen wir jeden Direktkandidaten unseres Wahlkreises live. Das Besondere: Sie stellen die Fragen. Hannes Gräbner (SPD) hat es hinter sich. Hier das Video zum Nachschauen:

Bad Tölz/Miesbach/Wolfratshausen - Hannes Gräbner im Video-Interview hier zum Nachschauen:

Hier seine eigenen Aussagen im Kandidaten-Check:

Das will ich anpacken... 

„Die SPD-geführten Ressorts im Arbeits- und Familienministerium der aktuellen Bundesregierung haben schon einige Meilensteine wie die Einführung des Mindestlohns und die Frauenquote in Aufsichtsräten erreicht. Aber hier können wir noch viel mehr leisten. Die Politik muss wieder dafür sorgen, dass wenn Menschen hart arbeiten, der Verdienst auch für eine bezahlbare Wohnung reicht oder später für eine gute Rente. Außerdem muss die Befristung von Arbeitsverträgen ohne sachlichen Grund verboten werden. Gerade junge Menschen leiden sehr darunter, ständig darum zu bangen, ob ihr Arbeitsvertrag verlängert wird und ihr Leben nicht planen zu können, weil sie nicht wissen, was morgen sein wird. Mit befristeten Arbeitsverträgen ist die Miete einer Wohnung oder gar die Gründung einer Familie kaum möglich.“

Das habe ich im Sinn... 

„Ich will meinen Teil dazu beitragen, das Leben für viele Bürger gerechter zu gestalten. Deutschland wird von einer sehr großen Gruppe Bürgerinnen und Bürger durch ihre tägliche Erwerbs- und Familienarbeit am Laufen gehalten. Durch sie wird Deutschland zu dem Land, in dem wir gut und gerne leben. Allerdings können wir sie noch viel besser unterstützen: Durch verstärkte Investitionen in die Infrastruktur wie Schulgebäude, Straßen und schnellere Internetverbindungen. Außerdem brauchen wir 15 000 neue Polizeistellen, damit wir die Sicherheit wieder erhö- hen können. Ich will, dass der Mensch wieder in den Mittelpunkt des Wirtschaftens rückt. Das geht zum Beispiel dadurch, dass ich jemanden, der seine Stunden reduziert, um Angehörige zu pflegen oder Kinder großzuziehen, nicht auch noch dafür bestrafe, sondern ihm ein Rückkehrrecht in Vollzeit garantiere.“

Mein Herz schlägt für... 

„Neben der Wertschätzung für die Leistung von Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern schlägt mein Herz für eine Weltpolitik, die eben nicht auf Eskalation, Ultimaten, die Verhängung von Handelsembargos und Wettrüsten setzt. Wir brauchen dringend eine Welt, in der Frieden und Kooperationsbereitschaft an der Tagesordnung sind. Und aus diesem Grund bin ich auch großer Fan der Europäischen Union: Sie hat uns mittlerweile über 70 Jahre lang Frieden und eine Zeit des Wohlstandes beschert. Gerade jetzt, wo Regierende wie Donald Trump oder Viktor Orbán der Meinung sind, dass Nationalstaaten wieder die Hauptrolle spielen sollen, dürfen wir das nicht vergessen.“

Immer schön beweglich bleiben... 

„Soll das heißen, täglich wechselnde, zum Teil fundamental gegensätzliche Meinungen zu vertreten, wie Horst Seehofer das praktiziert? Scherz beiseite: Beweglichkeit in der Politik heißt für mich, immer im Dialog zu bleiben und dabei auch immer Respekt für die Position der anderen Seite zu haben. Beispiel heute: Arbeitnehmer waren beweglich und haben viel auf sich genommen, um Deutschland durch die Krise zu führen. Sobald eine Krise durchlaufen ist, erwarte ich, dass sich die Politik und die Unternehmerseite beweglich zeigen und die Arbeitnehmer auch schnell wieder besser stellen.“

Das geht mir an die Nieren... 

„Wie mit Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern umgegangen wird, die tagtäglich für vergleichsweise wenig Geld schwer schuften – und dann von der CDU/CSU sehenden Auges in die Altersarmut geschickt werden. Das muss sich schleunigst ändern! Ich bin heilfroh, dass die SPD den Mindestlohn eingeführt hat, aber ich finde, die zukünftige Regierung muss daran noch etwas nachbessern. Zum Beispiel sollte er noch stärker an regionale Gegebenheiten angepasst werden und auch noch höher ausfallen als bisher. Die Mindestlohngegner, die sich in öffentlich geäußerten Schreckensszenarien übertroffen haben, der Mindestlohn könnte Arbeitsplätze kosten und unnötige Bürokratie aufbauen, sind Gott sei Dank allesamt längst eines Besseren belehrt worden.“

Alles über unsere Serie, alle Videos mit allen Kandidaten und alle Termine die noch Folgen, sowie alle Ergebnisse am Wahltag lesen Sie hier.

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