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Die neue Wunderwelt im Test - Tegernsee phantastisch eröffnet am 1. September

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Die gläserne Kletterwand lockt mit einem weiten Blick in die Berge. Tegernsee phantastisch
Die gläserne Kletterwand lockt mit einem weiten Blick in die Berge. © THOMAS PLETTENBERG

Korbinian Kohlers neue Wunderwelt Tegernsee phantastisch öffnet am 1. September ihre Tore. Vorab durften Xaver Schuler (17) und Julian Zimmermann (18) die Attraktionen schon einmal ausprobieren.

Weissach – Eigentlich sind es zwei Wunderwelten, die Hotelier Korbinian Kohler in der einstigen Tennishalle geschaffen hat. Die helle Tegernsee World mit Kettenkarussell und viel Edutainment, und Tegernsee Magic, wo allein Lichteffekte das Dunkel erhellen. Xaver Schuler (17) aus Holzkirchen und sein Freund Julian Zimmermann (18) aus Miesbach, beide begeisterte Sportler, testen die dunkle Welt. Und den Wow-Effekt gibt’s gleich beim Übergang vom Licht in den Action-Bereich.

Kunterbunt geht’s rund um den künstlichen See in Tegernsee World zu. Tegernsee phantastisch
Kunterbunt geht’s rund um den künstlichen See in Tegernsee World zu. Tegernsee phantastisch © THOMAS PLETTENBERG

Hochseil-Klettergarten

In Tegernsee magic angekommen, müssen sich die beiden erst einmal sortieren. Was ist hier echt und was Illusion? Verspiegelte Wände lassen den Hochseil-Klettergarten Hohe Luft ins Unendliche wachsen. Ob er Höhenweg heißt, um an den vielfach bei Wandertagen gegangenen Spazierweg zwischen Gmund und Tegernsee zu erinnern, beschäftigt die Burschen nur kurz. Die vielen Verbindungen und Anspielungen zur Region sprächen dafür. Doch darüber machen sich die beiden keine Gedanken. Sie sind längst mit Paula Kleeman, die als Floor Operations Supervisor den Blick über alles hat, was in der Erlebniswelt passiert, hinter der luftigen Holzverkleidung verschwunden, um in Klettergeschirre zu schlüpfen.

Erstes Testobjekt ist der vom Lenggrieser Spezialisten Kristallturm konzipierte und gebaute Hochseilgarten. Die von Heinz Tretter entwickelte Anordnung auf dem imaginären Grundriss eines Kristalls eröffnet viele Möglichkeiten auf begrenztem Raum. An jeder Plattform kann man entscheiden. „Es gibt immer mindestens zwei Routen, sodass man sich individuell seinen Weg zusammenstellen kann“, erklärt Xaver das Prinzip.

Weil er nicht mit Höhenangst zu kämpfen hat und ihn auch die durch die Lichtinszenierung vorgegaukelte doppelte Höhe nicht schreckt, versucht er sich möglichst ohne Festhalten durch den Parcours zu bewegen. „Lustig ist das Snowboard, auf dem man eine Strecke fahren kann. Schwierig sind die an Seilen schwingenden Plattformen“, sagt er nach der ersten Runde. Seine Schlüsselstelle sei der Übergang zwischen zwei langen Platten gewesen, an deren Rändern man sich mit den Armen entlang hangelt. Knifflig, aber okay. „Besonders cool“ finden beide die mit Lichtleisten illuminierten Plattformen, während es rundum ziemlich dunkel ist.

Knifflig ist der Kurs durch den Hochseilklettergarten. Julian bewältigt ein Stück auf dem Skateboard, während Xaver (r.) sich an Paneelen entlang hangelt. Supervisor Paula Kleemann (l.) hat alles im Blick. Tegernsee phantastisch
Knifflig ist der Kurs durch den Hochseilklettergarten. Julian bewältigt ein Stück auf dem Skateboard, während Xaver (r.) sich an Paneelen entlang hangelt. Supervisor Paula Kleemann (l.) hat alles im Blick.  © THOMAS PLETTENBERG

High Teg

Zum Entspannen bieten sich der Virtuality Room High Teg und das 5-D-Kino mit hydraulisch bewegten Kinosesseln und Duftdüsen an. Auch hier wird die Umgebung mit eingebunden, teils mit Einspielungen zu Sportlern und historischen Persönlichkeiten aus der Region. Wie genau, wird zu sehen sein, wenn zur Eröffnung alle Systeme laufen. Beim Test war die Halle noch voller Handwerker und Techniker.

Hi Hupfer

Im Vorab-Test ansatzweise erlebbar sind Licht und Sound der Trampolinanlage Hi Hupfer. Je synchroner sich alle bewegen, desto schöner sollen die Effekte werden. Auch wenn sich das zu zweit im Rahmen hält, findet Xaver: „Ein sehr cooler Gag.“ Das Springen im Trampolin werde sonst auf Dauer dann doch langweilig. Julian gefällt vor allem das Performance Trampolin. „Um das werden sich alle streiten“, ist er sich nach einer Reihe von Salti auf dem stramm gefederten Tuch sicher. Vielleicht hätte ja noch ein zweites Platz. Oder eine Schnitzelgrube.

Weissach-Warrior

Was die beiden am Ninja Parcours Weissach Warrior schon schätzen, bevor sie starten: Er ist wirklich für ein Duell angelegt, mit Zeitnehmung, Rampe und Buzzer. „Den drückt sowieso Xaver zuerst“ ist sich Julian sicher, wer von den beiden Nachwuchs-Eishockeyspielern hier die besseren Karten hat. „Mit den zwei Bahnen hat man wirklich das Ninja-Gefühl“ beschreibt es Xaver, nachdem er grinsend gebuzzert hat. „Die Länge ist genau richtig für eine Spaß-Arena, die Hindernisse sind eine gewisse Herausforderung, die man aber schaffen kann, und der hohe Wall am Ende noch ein Special Feature.“

Grundsätzlich sei die abwechslungsreiche Mischung schön, und dass es überall Varianten gebe, die anspruchsvoll genug seien, dass es nicht gleich langweilig werde. „Einzeln gibt es diese Sachen ja alle schon, aber nicht miteinander“ ist das Fazit der beiden.

Glasboulderwand

Für die laut Kohler „größte Glasboulderwand der Welt“ machen die Jungs einen Abstecher in die helle Halle. Und sagen: Das müssen sie unbedingt noch mal machen. Julian ist begeistert: „Man schaut auf die Berge und klettert.“ Zu Füßen hat er eine topografische Karte der heimischen Gipfel auf dem Mattenboden. Im Rücken grüßt der Franz Josef Strauß, der lange Zeit in Kreuth lebte, als schwarz lackierte Miniatur über dem Tegernsee, den es hier auf besondere Weise zu entdecken gilt.

Tegernsee Phantastisch

eröffnet am 1. September und hat täglich ab 10 Uhr geöffnet. Hotelgäste des Bachmair Weissach haben immer Zugang, die Attraktion ist aber für alle offen. Tickets für drei Stunden gibt es tagsüber für 42, abends für 35 Euro. Diese sind ausschließlich online zu erwerben und schließen alle Attraktionen ein.

VON HEIDI SIEFERT

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