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Edles Design: In einer neuen Lobby empfangen die Klinik-Mitarbeiter im Alpenpark künftig ihre Patienten. Ursula und Ludwig Klitzsch haben hier in Zusammenarbeit mit ihrer Architektin viele eigene Ideen verwirklicht.

Familie Klitzsch steckt zehn Millionen Euro Renovierung 

Ein Erbe, das verpflichtet: Klinik erweitert 

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Kreuth - In dritter Generation führt die Familie Klitzsch nun schon die Klinik im Alpenpark. Jetzt wurde die Klinik für rund zehn Millionen Euro erweitert und auf Hotel-Standard gebracht.

In dritter Generation führt die Familie Klitzsch nun schon die Klinik im Alpenpark. „Die Klinik ist unser Baby“, sagt Ursula Klitzsch. Und seit kurzem ist es der ganze Stolz der Eigentümer: Die Klinik wurde für rund zehn Millionen Euro erweitert und auf Hotel-Standard gebracht.

Eine edle Lobby, die mehr an ein Sterne-Hotel erinnert als an eine Klinik. Ein Neubau mit luxuriösen Suiten, die bei Bedarf schon mal auf 130 Quadratmeter erweitert werden können. Ein Restaurant, das in seinem ausgeklügelten Design so gar nichts gemein hat mit einem herkömmlichen Speisesaal für Patienten. Ursula und Ludwig Klitzsch haben viel Kreativität und Liebe zum Detail walten lassen, als sie ihre Klinik neu gestalteten. „Es war ein bisschen so, als würden wir unser eigenes Haus einrichten“, sagt Ludwig Klitzsch, dessen Großmutter Anna das Haus einst gegründet hat. Sein Vater hat den Familienbetrieb 1979 übernommen, ehe er 1990 verunglückte. Seit 2007 führt der 38-jährige Ludwig Klitzsch das Haus gemeinsam mit seiner Frau. 

Mit dem nun fertig gestellten Neubau – dem Ringberghaus – und der umfassenden Sanierung des Altbestands will das am Tegernsee beheimatete Unternehmer-Paar die Erfolgsgeschichte der Reha-Klinik fortschreiben. „Damit haben wir unseren Teil beigesteuert“, meint Ursula Klitzsch (37). Die Bettenzahl wurde mit der Erweiterung von 120 auf 150 erhöht. Dass die Patienten das Haus nach ihrem Aufenthalt zufrieden verlassen, sei ihnen das höchste Anliegen, sagen die Klitzschs. Komfort und traditionell-modernes Hotel-Ambiente sollen ab sofort dazu beitragen. Gerade einmal ein Jahr hat es gedauert vom Baubeginn bis zu dem Tag, als der erste Patient eines der neuen Zimmer bezog. So reibungslos der Bau vonstatten ging, so nervenaufreibend war die Planungs- und Genehmigungsphase. „Ich dachte eigentlich, das ist der einfachere Teil“, gibt Ludwig Klitzsch schmunzelnd zu. „Doch es hat dazu beigetragen, mein Bewusstsein zu schärfen.“ Im Rückblick könne er gut verstehen, dass im Tegernseer Tal eine harte Debatte geführt wird zu Bebauungs-Dichte und -Stil. Es gehe schließlich um die Zukunft der Region. 

Ursprünglich nämlich hatte das Paar recht kühne Vorstellungen von seinem Erweiterungsbau. „Wir wollten doppelt so lang und einen Stock höher bauen“, räumt Ludwig Klitzsch ein. „Doch die Gemeinde Kreuth hat uns sehr deutlich zu verstehen gegeben, was sie will.“ Im Nachhinein geht das für den Antragsteller in Ordnung. In unangenehmerer Erinnerung sind dem Klinik-Betreiber da schon die Proteste ein paar weniger Nachbarn. Einer von ihnen hatte sogar gegen die Erweiterung geklagt – am Ende erfolglos (wir berichteten). Heute, so betonen die Klitzschs, hätten sie mit dem Anlieger wieder ein gutes Einvernehmen. Mit dem neuen Design ihrer Klinik, das viel Holz- und Glaselmente miteinander verbindet, wollte die Familie ein Ausrufezeichen setzen – stieß bisweilen aber auch auf Grenzen. Der Alpenpark ist kein Hotel, die medizinische Versorgung stehe freilich im Vordergrund.

 So musste sich manche Gestaltungs-Idee, die Ursula Klitzsch und ihr Mann einbrachten, der Zweckmäßigkeit beugen. „Manches war schon eine Herausforderung“, erzählt die 37-Jährige. So erfordert der Klinikbetrieb beispielsweise breite Türen mit tiefen Klinken, damit sie auch für Rollstuhlfahrer passierbar sind. Und an den Stuhllehnen im Restaurant befinden sich unübersehbar je zwei Halterungen: für die Krücken der Patienten. Umso beeindruckender präsentiert sich die Suite „Anna“ im Neubau, die nach der Klinik-Gründerin benannt ist. Die luxuriöse Suite ist 80 Quadratmeter groß, verfügt über Schlaf- und Wohnzimmer, ein großzügiges Bad und eine Gästetoilette, über eine kleine Küche und zwei Fernseher. Hier, so steht fest, dürfte das Urlaubsgefühl zweifellos funktionieren.

Am Dienstag, 5. Juli, werden Ursula und Ludwig Klitzsch ihr Ringberghaus mit geladenen Gästen offiziell eröffnen.

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