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In dieses Gebäude beim Hotel Bachmair-Weissach zieht das Café Felix mitsamt Schaurösterei ein.

Überraschender Antrag im Gemeinderat

Tegernseer Kaffeerösterei hat große Pläne in Kreuth

Zwei neue Cafés entstehen demnächst in Kreuth. Unter anderem will Mario Felix Liebold beim Hotel Bachmair-Weissach eine Schaurösterei eröffnen. Der Gemeinderat befasste sich mit dem überraschenden Antrag.

Kreuth„Es ist schön, dass in den Standort Kreuth investiert wird“, freute sich Bürgermeister Josef Bierschneider (CSU) am Ende der 15-minütigen Gemeinderatssitzung. Zuvor schon hatte der Gemeindechef es als „äußerst positiv“ bewertet, dass in der Bäckerei Sanktjohanser das Ladengeschäft so umgebaut wird, dass darin ein Café mit 19 Sitzplätzen entstehen kann. Die Umbauarbeiten sind bereits in vollem Gange, sodass die Backwaren aktuell aus einem Verkaufswagen vor dem Gebäude in der Nördlichen Hauptstraße 8 heraus verkauft werden.

Parallel zu den Umbauten hat der Eigentümer eine Nutzungsänderung beantragt. Dabei ging es auch darum, die derzeitigen Ferienwohnungen in zehn Wohneinheiten umzuwandeln, die fest vermietet werden sollen. Mit der Auflage, noch vier neue Stellplätze zu errichten, bewilligte der Gemeinderat den Antrag einstimmig. „Damit unterstützen wir das örtliche Handwerk“, sagte Bierschneider zufrieden.

Begeisterung rief auch ein Bauantrag hervor, den Korbinian Kohler, Eigentümer des Hotelareals Bachmair Weissach, und der Besitzer der Ersten Tegernseer Kaffeerösterei, Mario Felix Liebold, kurzfristig bei der Gemeinde eingereicht hatten.

Demnach soll im Erdgeschoss des Anwesens Tegernseer Straße 101 – einem Geschäftshaus Kohlers, in dem momentan noch eine Wäscherei ansässig ist – die Tegernseer Kaffeerösterei Einzug halten, inklusive Schaurösterei. Liebold, dessen Café Felix sich momentan direkt gegenüber an der Tegernseer Straße 104 befindet und dessen Rösterei wegen Platzmangels vor gut vier Jahren 50 Meter weiter in die Tegernseer Straße 95 ausgelagert wurde, möchte Café und Produktionsstätte wieder an einem Standort zusammenführen. Zusätzlich soll eine Schaurösterei eingebaut werden, wo Gäste den Veredelungsprozess des Rohkaffees verfolgen können.

Zum Einsatz kommt dabei nicht nur die neueste Kaffeeröst-Technik, die die Emissionen minimiert. Es müssen auch Edelstahlkamine an der Fassade angebracht werden. Diese sollen – so die Vorgabe des Gemeinderats – in der Wandfarbe beschichtet werden. Unter dieser Auflage bewilligte das Gremium den Antrag einstimmig.

Bürgermeister Bierschneider lobte das Engagement der Geschäftsleute, die ihre Betriebe so erfolgreich weiterentwickelten. „Dass in ein- und derselben Sitzung zwei Kaffeehäuser genehmigt wurden, ist einfach toll“, meinte auch Michi Unger (FWG). Besonders weil es in jüngster Zeit immer wieder zu Schließungen und Geschäftsaufgaben kam, sei das ein „sehr positives Zeichen“.

Alexandra Korimorth

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