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Den 200. Geburtstag feierten die Vinzentius-Brüder aus Kreuth mit einem großen Festzug.
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Den 200. Geburtstag feierten die Vinzentius-Brüder aus Kreuth mit einem großen Festzug.

„Wir haben ein unbändiges Zeichen gesetzt“

Festzug zum 200-Jährigen: Vinzentius-Verein macht die Historie lebendig

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Beim Festzug zum 200. Geburtstag des Kreuther Vinzentius-Vereins wurden die Zuschauer mit auf eine Reise in die Vergangenheit genommen. 

Kreuth - Bergstiefel, Lederhose, Karo-Hemd. Die alte, große Säge fest umklammert. Der Schweiß perlte unter dem Hut hervor. In ein paar Metern Höhe auf mehreren Holzbalken stehend, gaben diese Männer ihr Bestes, um zu zeigen, wie die Holzknechte einst gearbeitet haben. Beim Festzug zum 200-jährigen Jubiläum des Vinzentius-Vereins Kreuth erhielten die Zuschauer einen ausführlichen Blick in die harten und gefährlichen Holzarbeiten von damals. 

Angeführt von drei Kaltblütern samt Reitern marschierten Holzknechtvereine aus dem ganzen Oberland gestern Mittag durch Kreuth. Die Männer sägten, hobelten und hackten auf einigen Wagen. Auf anderen wurden alte Sägen, Äxte und auch die Entwicklung der Motorsäge präsentiert. Am Ende des Festzugs zog ein Achter-Gespann aus Haflingern einen alten Schneepflug aus Holz. Eine weitere Rarität: ein alter Holzkohle-Truhenwagen. „Wir wollten hier Sachen zeigen, die man sonst nicht sieht“, sagte Vorsitzender Klaus Oberwieser. 

Und das ist dem Festausschuss der Vinzenzi-Brüder auch gelungen. Die Begeisterung bei den vielen Zuschauern war groß. Das Wetter hätte besser nicht sein können. Männer, Frauen und Kinder in Tracht säumten die gesamte Strecke, die vom Leonhardstoanahof über die Riedlerbrücke die Nördliche Hauptstraße entlang in Richtung Brunnbichl und wieder zurück führte. 

Mehr über den Vinzentius-Verein und das 200-Jährige Jubiläum gibt es hier.

Etwa 25 von Pferden gezogene historische Gespanne beteiligten sich am Jubiläums-Umzug. Der Holzhacker- und Flößerverein aus Lenggries, der Partnerverein der Vinzenzi-Brüder, war mit zwei Wagen vertreten. Für die passende Musik sorgten die Trommler und Bläser der Kapellen aus der Umgebung. Besonders freute sich Oberwieser auch darüber, dass so viele Schalkfrauen aus dem ganzen Tegernseer Tal seiner Einladung gefolgt waren. Denn nach wie vor besteht der Vinzentius-Verein ausschließlich aus Männern. Beim Festzug durfte aber die weibliche Komponente nicht fehlen. 

Beim Feiern war das Geschlecht ohnehin nicht von Bedeutung. Nach dem etwa einstündigen Umzug sammelten sich alle am Leonhardstoanahof zu Speis und Trank. Die Plätze waren schnell besetzt. Alle Ortsvereine halfen zusammen, um die Vinzenzi-Brüder und ihre Freunde zu verköstigen. „So was geht nur, wenn alle zusammenhelfen“, sagte Oberwieser. „Hier war wirklich jeder eingebunden.“ 

Mit von der Partie waren auch Bürgermeister Josef Bierschneider, der zu Fuß im Festzug mitmarschierte, sowie der Kreuther Gemeinderat. Auf jegliche darüber hinausgehende Politprominenz hatte der Vinzentius-Verein schon im Vorfeld bewusst verzichtet. „Wir wollten das Fest für uns“, erzählte der Vorsitzende, „und keine politsche Veranstaltung.“ 

Für Klaus Oberwieser hätte der 200. Geburtstag des Vereins kaum besser laufen können. Seit drei Jahren schon haben die Vinzenzi-Brüder das Jubiläum geplant. „Der Zulauf war enorm“, sagte er. „Es war sogar noch schöner als gedacht.“ Und er ergänzt: „So etwas wird das Tegernseer Tal lange nicht mehr erleben. Wir haben ein unbändiges Zeichen gesetzt.“

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