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Hans Leo (l.) und Thomas Wolf holen die alte Spritze fürs Foto  aus dem Feuerwehrhaus. 

Besonderes Jubiläum wird am Samstag gefeiert

Die Feuerwehr Kreuth hütet einen Schatz - Feier zum 140. Bestehen

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Kreuth - Die Feuerwehr Kreuth feiert am Samstag, 29. Oktober, ihr 140-jähriges Bestehen. Sie ist gut ausgerüstet und hütet einen alten Schatz. 

Kommandant Thomas Wolf und Hans Leo, Vorsitzender des Feuerwehrvereins, ist die Freude anzusehen, als sie die historische Spritze für ein Foto aus dem Feuerwehrhaus Scharling ins Freie ziehen. Nur selten wird sie hergezeigt, dabei ist der ganze Stolz der Wehr. Die Saug- und Druckspritze aus dem Jahr 1900 mit ihren feuerroten Wagenrädern und der Deichsel gehörte einst der Feuerwehr Glashütte und ist ein handfester Beweis, wie sich in der großen Gemeinde Kreuth mit ihren weit auseinanderliegenden Ortsteilen wunderbar eines zum anderen fügt. Die Feuerwehr Glashütte, so steht’s in der Chronik, wurde 1902 gegründet, zwei Jahre nach dem Kauf der Spritze. 1962 wurde die kleine Wehr als „Zug Glashütte“ an die Feuerwehr Kreuth angegliedert.

Deren 140-jährige Geschichte beginnt zwar offiziell am 28. Oktober 1876, doch schon zwei Jahre zuvor wird vorausschauend eine vierrädrige Saug- und Druckspritze angeschafft. Auch der Bau eines ersten Feuerwehrhauses mitten im Ort neben der Riedlerbrücke wird schon 1875 in die Wege geleitet. Zug um Zug werden Feuerwehrspritzen in den Ortsteilen postiert. Zur 50-Jahr-Feier 1926 bekommt Kreuth ein neues Feuerwehrhaus – das heutige Rathaus. „Die großen Rundbogenfenster des Sitzungssaals waren früher die Tore“, weiß Leo. In den 50er-Jahren entsteht erneut ein Feuerwehrhaus, gleich neben dem Rathaus. 

Die Mitglieder der Feuerwehr Kreuth.

Heute besteht die Feuerwehr Kreuth aus vier sogenannten „Zügen“: Kreuth, Scharling, Weißach und Glashütte. „Damit sind schnelle Einsatzzeiten gewährleistet“, sagt Leo, Vorsitzender des Feuerwehrvereins. Thomas Wolf hat das Kommando über die 126 Aktiven, wobei jeder Zug seinen eigenen Zugführer hat. 398 Mitglieder zählt die Feuerwehr insgesamt. „Wir freuen uns, wenn junge Leute mitmachen wollen“, sagt Leo, „egal, ob männlich oder weiblich.“ 

Sechs Fahrzeuge sind derzeit im Einsatz. 2018 muss ein neues Einsatzleitfahrzeug angeschafft werden. „Die Gemeinde hat immer ein offenes Ohr, wir ziehen zum Glück an einem Strang“, lobt Leo die Zusammenarbeit und das Verständnis, wenn Ausgaben anstehen. Gerade jetzt sind Investitionen nötig: Die Feuerwehrhäuser in Kreuth und Glashütte werden renoviert und energetisch saniert. „Die Mitglieder brauchen ordentliche Einsatzbedingungen“, weiß Leo, der sich um die Einhaltung der gesetzlichen Vorschriften kümmern muss. Er bedankt sich auch bei der Spendenbereitschaft der Bevölkerung, die auf Bittbriefe meist wohlwollend reagiert. 

Weil sie direkt an der vielbefahrenen B 307 liegt, seien die technischen Hilfeleistungen und der Einsatz bei Verkehrsunfällen mehr geworden, berichtet Leo. Neben einigen Großbränden seien auch zahlreiche Fehlalarme etwa in der Seniorenresidenz Villa Bruneck oder im Hotel Bachmair Weissach eine Herausforderung. „Wir müssen ständig einsatzbereit sein“, sagt Leo. Die Feuerwehr Kreuth ist es seit 140 Jahren. 

So wird gefeiert:

Die 140-Jahr-Feier der Feuerwehr Kreuth findet am Samstag, 29. Oktober, statt. Das Programm beginnt um 18.30 Uhr mit der Aufstellung zum Kirchenzug am Leonhardstoana Hof. Um 19 Uhr beginnt der Gottesdienst mit anschließender Totenehrung in der katholischen Leonhardikirche. Dann geht’s zurück zum Leonhardstoana Hof, wo ab 20 Uhr der große Festabend steigt. Nach einem kurzen offiziellen Teil mit Grußworten spielt die Blaskapelle Rottach-Egern zum Tanz auf. Die Feuerwehrler und deren Begleiter werden gebeten, in Uniform oder Festkleidung zu kommen.

gr

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