Manuel Neuer operiert! Keeper fällt aus

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Ein Hotelier, der noch viel vorhat: Korbinian Kohler vor dem Eingang des Bachmair Weissach. Der Unternehmer möchte noch bis zu drei weitere Hotels am Tegernsee betreiben.

Interview

Hotelier Kohler hätte gern noch ein bis drei Hotels

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Kreuth - Er führt das Bachmair Weissach und die Event-Arena - und hat noch einiges vor: Wir haben mit Korbinian Kohler über seine Pläne für die kommenden Jahre gesprochen. Und über den Tegernseer Abi-Ball.

Korbinian Kohler (48), der früher mit seinem Bruder Florian die Büttenpapierfabrik Gmund führte, hat vor fünf Jahren einen großen Sprung gewagt und das traditionsreiche Hotel Bachmair Weissach gekauft. Wenig später folgte die Tennishalle, die Kohler zur Event-Arena umbauen ließ. Der Unternehmer hat einen deutlich zweistelligen Millionenbetrag investiert und noch viel vor. Wir haben mit ihm über seine Pläne gesprochen.

Glückwunsch, Herr Kohler. Laut dem Bewertungsportal Tripadvisor ist Ihr Haus in der Kategorie Luxus und Top Hotel jetzt Nummer eins in Bayern.

Und außerdem unter den Top Ten in Deutschland. Wir haben die Nachricht vor ein paar Tagen bekommen und ganz schön die Sektkorken knallen lassen. Das zu erreichen, war ein großes Ziel, schließlich ist es die größte und bedeutendste Umfrage der Branche.

Als Hotelier sind Sie ja ein ziemlicher Neuling.

Ich habe Betriebswirtschaft studiert, bin viel gereist und war in vielen Hotels Gast. Aber wie man eines führt, davon hatte ich keine Ahnung. Ich habe demütig lernen müssen, dass es einen Grund gibt, warum man das Hotelfach lernen und studieren kann.

Mitarbeiter für die Müllabfuhr zu finden ist leichter als fürs Hotel

Was war denn das Schwierigste?

Unser Team zu formen. Als ich das Hotel übernommen habe, hatte ich 45 Mitarbeiter, davon sind noch fünf da. Inzwischen hat unser Team 180 Köpfe, und es stimmt alles. Aber es war unglaublich schwierig, die richtigen Leute zu finden. Ich glaube, es ist einfacher, jemanden für die Müllabfuhr zu engagieren als für ein Hotel. Sogar im Radio haben wir um Mitarbeiter geworben. Auch heute noch schaue ich mir bei jeder Neuanstellung den Menschen an. Er muss zu uns passen – und seine Arbeit nicht als Job sehen, sondern als Aufgabe.

Sie haben komplett renoviert und von 107 auf 146 Zimmer erweitert. Hat sich das gelohnt?

Ja – seit zwei Jahren verdienen wir. Wichtig war es, unseren Stil zu finden. Bei meinem Start habe ich 30 Umzugskartons mit Plastikblumen aus dem Hotel getragen, auf dem Speicher war ein Wald von Plastikbäumen. Heute ist unser Haus ein Design-affiner urbaner Country Club. Aber vor allem sind wir ein bayerisches Hotel. Dazu stehe ich. Darum habe ich auch ein Kruzifix aufgehängt und ein Foto unserer Kapelle auf die Startseite unseres Auftritts beim Hotelbuchungsportal Booking.com gestellt. Wir sind auch nicht gut darin, arabische Gäste zu bewirten, auch wenn diese sicherlich sehr nett und zahlungskräftig sind.

Aber es gibt ein japanisches Restaurant in Ihrem Hotel.

Ich habe ein Konzept für den Laurenzikeller von einst gesucht. Meine Vorgänger haben es mal mit einem französischen Restaurant versucht, aber das hat nicht funktioniert. Eine Freundin, Elli Kreutzkamm, hat dann gesagt, ich muss unbedingt Sushi machen, weil es das im Tegernseer Tal noch nicht gibt. Am Anfang fand ich die Idee komisch. Sie gefiel mir dann aber immer besser, und schließlich habe ich über meinen Freund Stefan Rager, der eine deutsche Brauerei in Japan hat, einen Koch gefunden. Ihn zu uns zu holen, war ausgesprochen kompliziert, sogar das japanische Außenministerium mischte sich ein. Aber jetzt läuft das Mizu sehr gut. Wir bekommen durch das Restaurant auch Gäste, die wir sonst nicht hätten.

Die Tegernseer Gymnasiasten sind in die Event-Arena eingeladen

Sind die Pläne für Ihr Hotel jetzt abgeschlossen?

Ein Hotel ist nie fertig, ich investiere ständig weiter ins Bachmair Weissach, wo es jetzt auch einen Kids Club, Yoga und einiges mehr gibt. Aber ich möchte meinem Portfolio auch noch ein, zwei oder drei Hotels am Tegernsee hinzufügen.

Wie glücklich sind Sie denn mit der Event-Arena?

Die ist für uns sehr wichtig, weil sie Großveranstaltungen ermöglicht, für die sonst im Tegernseer Tal kein Platz wäre. Zu uns kommen große Unternehmen wie Allianz und Munich Re, es finden auch Autopräsentationen und Hausmessen statt. Wir haben etwa 25 bis 30 Veranstaltungen im Jahr und daher das gesteckte Ziel sogar überschritten. An einem einzigen Veranstaltungstag machen wir mit der Arena mehr Umsatz als früher mit der Tennishalle im ganzen Jahr. Aber es werden in Zukunft noch mehr Veranstaltungen sein, das Jahr hat schließlich 365 Tage.

Die Halle ist mit 10.000 Euro pro Tag ja auch sehr teuer. Die Tegernseer Gymnasiasten konnten sie sich 2015 nicht leisten, weshalb der Abiball in Miesbach stattgefunden hat.

Ich hatte ihnen die Halle für die Hälfte angeboten, aber das konnten sie sich halt auch nicht leisten. Dieses Jahr schenke ich sie ihnen. Es ist peinlich, wenn der Tegernseer Abiball nicht am Tegernsee stattfindet. Darum sponsere ich das. Und nicht nur fürs Gymnasium. Auch die Realschule darf bei uns kostenlos feiern.

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