+
Weiß den Verbund zu schätzen: Georg Ertl (48) vom Almgasthaus Aibl in Kreuth ist seit zehn Jahren Teil des Genießerlands Tegernsee.

Interview zum zehnjährigen Bestehen

Darum ist Aibl-Wirt Ertl seit zehn Jahren beim „Genießerland Tegernsee“

  • schließen

Seit zehn Jahren gibt es den Verbund „Genießerland Tegernsee“. Doch was haben die beteiligten Gastro-Betriebe eigentlich davon? Wir haben bei Georg Ertl vom Almgasthaus Aibl in Kreuth nachgefragt.

Kreuth – Biergärten, gemütliche Stuben, Sterne-Küche: Das Tegernseer Tal hat die ganze Bandbreite an Geschmackserlebnissen zu bieten. Aufgrund der hohen Vielfalt haben die Tegernseer Tal Tourismus GmbH (TTT) und die Bayern Tourismus Marketing GmbH im Jahr 2008 den Zusammenschluss „Genießerland Tegernsee“ gegründet. 17 Gastronomie-Betriebe und Produzenten aus dem Tal gehören dem Verbund mittlerweile an und werden unter dieser Dachmarke gemeinsam vermarktet. Einer, der seit Anfang an mit dabei ist, ist Georg Ertl (48), Inhaber des Almgasthauses Aibl in Kreuth. Anlässlich des zehnjährigen Genießerland-Jubiläums sprachen wir mit ihm über seine Erfahrungen.

Sie sind von Beginn an Teil des Genießerlands Tegernsee, Herr Ertl. Warum halten Sie der Kooperation schon so lange die Treue?

Georg Ertl: Zum einen profitieren wir davon, dass wir als Betriebe gemeinsam in verschiedenen Medien beworben werden. Zum anderen ist mir die gute Zusammenarbeit und der Austausch unter den Kollegen ganz wichtig. Ich sag’ dabei bewusst „Kollegen“, denn die klassische Konkurrenz gibt es bei uns nicht mehr. Wir sind eben Nachbarn.

Was konkret müssen Sie als Partner in die Genießerland-Kooperation einbringen?

Georg Ertl: Wir müssen uns zum Beispiel bei diversen Pressereisen präsentieren und stellen dabei den Journalisten unsere Produkte vor und kochen ein paar Gänge.

Sie betreiben seit 2001 gemeinsam mit Ihrer Frau das Almgasthaus Aibl und stehen dort selbst am Herd. Haben sich die Ansprüche der Gäste an die Kulinarik in den vergangenen Jahren verändert?

Georg Ertl: Auf jeden Fall. Es entwickelt sich ja alles weiter. Die Gäste informieren sich heute besser und sind – was das Essen anbelangt – viel aufgeklärter als früher. Da kann es schon mal passieren, dass ein Gast anmerkt, dass ein bestimmtes Gericht im Original aber anders zubereitet wird.

Wie reagieren Sie auf diese Entwicklungen?

Georg Ertl: Natürlich kochen wir immer mal wieder etwas Neues. Im Kern aber bleiben wir unserer Linie treu – damit haben wir seit vielen Jahren Erfolg. Und deshalb kommen ja auch unserer Stammgäste immer wieder.

Und auf was dürfen sich Ihre Gäste im Jubiläumsjahr des Genießerlands freuen?

Georg Ertl: Wir werden am 11. Juni einen Zigarrenabend mit Whiskey-Begleitung ausrichten. Tagsüber zerlegen wir außerdem ein Stück Wild, und die Gäste und Journalisten können dabei zuschauen, wie wir ein Stück Fleisch davon brutzeln.

So wird das Genießerland-Jubiläum gefeiert

Zum Jubiläum der Genießerland-Kooperation hat die TTT für 2018 das „Jahr der Kulinarik“ am Tegernsee ausgerufen. Pro Monat gibt es einen kulinarischen Höhepunkt: Von Januar bis November dürfen sich die Gäste in jeder zweiten Woche des Monats auf unterschiedliche Gaumenfreuden der Partner freuen. Den Auftakt macht das Freihaus Brenner in Bad Wiessee am 17. Januar mit „Tapas & Kaffee“. Alle Informationen zu den Veranstaltungen sind auf www.geniesserland-tegernsee.de zu finden.

gab

Auch interessant

Mehr zum Thema

Meistgelesene Artikel

Erstes Digitalforum Tegernsee: Wie Gastgeber in der digitalen Welt noch überleben können
Hoteliers treten heute nicht mehr gegeneinander sondern gegen Online-Riesen wie Google und Booking.com an. Ein ungleicher, fast aussichtsloser Kampf, der aber auch …
Erstes Digitalforum Tegernsee: Wie Gastgeber in der digitalen Welt noch überleben können
Tal-Gemeinden sagen Klimawandel den Kampf an
Was kann der Landkreis für den Klimaschutz tun? Bei einer talweiten Gemeinderatssitzung wurde dieses Thema ausgiebig erörtert. Klar wurde dabei auch: Die …
Tal-Gemeinden sagen Klimawandel den Kampf an
Hoppebräu: Jetzt wird das Bier in Waakirchen gebraut
Bei Markus Hoppe geht es Schlag auf Schlag: Wo vor gut sieben Monaten noch freie Fläche war, steht nun das Brauereigebäude des Jungunternehmers. Seit Kurzem wird in …
Hoppebräu: Jetzt wird das Bier in Waakirchen gebraut
Landwirte lenken ein: Sperrung der Wiesseer Loipen ist vom Tisch
Die Loipen-Sperrung in Bad Wiessee ist vom Tisch. Die fünf Landwirte, die ihre Flächen nicht mehr zur Verfügung stellen wollten, haben ihre Kündigung zurückgenommen. Der …
Landwirte lenken ein: Sperrung der Wiesseer Loipen ist vom Tisch

Kommentare