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Waghalsige Ritte auf Kufen legen die Teilnehmer des Preisrodelns hin. Heuer allerdings müssen sie auf das Vergnügen verzichten. 

Offenbar fand sich heuer kein Termin

Preisrodeln vom Hirschberg aus Kalender gestrichen

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Enttäuschung für viele Rodelfreunde: Das Große Preisrodeln vom Hirschberg wurde heuer aus dem Veranstaltungskalender gestrichen. Offenbar fehlt es an Helfern - und auch das Wetter ist ein Problem.

Kreuth – Das Große Preisrodeln vom Hirschberg hat eine lange Tradition. Seit 1969 richtet es die Gemeinde Kreuth nun schon aus. Nicht so in diesem Winter. Die Veranstaltung wurde heuer von vornherein gestrichen. Dem beliebten Klassiker hatten in den vergangenen Jahren die Witterungsverhältnisse arg zugesetzt. „Außerdem“, so teilt Bürgermeister Josef Bierschneider auf Nachfrage mit, „hat der Rodelclub nicht genügend Helfer“.

Tatsächlich musste die Gemeinde als offizieller Veranstalter des Großen Preisrodelns das Rennen in den vergangenen beiden Wintern witterungsbedingt absagen. Zuletzt hatte der Wettkampf im Februar 2015 stattgefunden. Es war die 47. Neuauflage, 85 Rodler gingen damals an den Start. In diesem Winter ist das Preisrodeln nun gar nicht erst zustande gekommen.

„Der Rodelclub hat das Problem, dass seine Leute zunehmend wettkampfmäßig unterwegs sind“, erklärt Bierschneider. Deshalb habe sich heuer kein Termin gefunden, an dem genügend Helfer für das Preisrodeln zur Verfügung standen. Und in Eigenregie könne die Gemeinde die Veranstaltung unmöglich stemmen, macht der Rathaus-Chef deutlich. „Unsere Leute vom Bauhof sind im Winter zu sehr mit ihren Räum- und Streuarbeiten beschäftigt.“ Somit hatte sich in der Vergangenheit der Kreuther Rodelclub im Prinzip um die gesamte Ausrichtung gekümmert.

Dessen Vorsitzender Sebastian Leiner hadert vor allem mit den widrigen Witterungsverhältnissen, die den Rodlern immer wieder zu schaffen machen. Nicht nur am Hirschberg, sondern auch an der Naturrodelbahn in der Klamm. „Das ist das Schlimmste“, sagt Leiner. Nur ganze zwei Mal habe man bislang in diesem Winter das Nachtrodeln in der Klamm durchführen können. „Im Januar haben einfach die Minustemperaturen gefehlt“, erklärt der Vorsitzende. Was das Preisrodeln vom Hirschberg angeht, so verweist Leiner auf die Gemeinde: „Die hat hier den Hut auf.“

Komplett sterben lassen wollen die Beteiligten das weit über die Landkreis-Grenzen hinaus beliebte Preisrodeln vom Hirschberg nicht, wie sie auf Nachfrage beteuern. Verweisen gleichzeitig aber auf den jeweils anderen. Möglicherweise, sagt Bierschneider, könne man das Rennen künftig im Zwei-Jahres-Rhythmus stattfinden lassen.

gab

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