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Kein Chance für eine nachführendes Modell: Franz Grausam passt seine Anlage der Satzung an

Nach Verhandlung am  Verwaltungsgericht 

Hausbesitzer gibt auf - und legt Solaranlage flach

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Kreuth - Franz Grausam aus Kreuth gibt auf. Er wird die Sonnenkollektoren auf seinem Hausdach flachlegen. So, wie es die Satzung der Gemeinde Kreuth verlangt. Damit folgt er dem Verwaltungsgericht. 

Franz Grausam aus Kreuth gibt auf. Er wird die Sonnenkollektoren auf seinem Hausdach flachlegen. So, wie es die Satzung der Gemeinde Kreuth verlangt. Damit akzeptiert Grausam das Urteil des Bayerischen Verwaltungsgerichts. 

Am Mittwoch war Verhandlung in München. Wie berichtet, hatte der Hausbesitzer gegen die Beseitigungsanordnung des Landratsamtes geklagt. Er fühlte sich im Recht, entspricht seine Anlage doch dem Bundesrecht, wonach erneuerbare Energien bei der Wärmeversorgung zu nutzen sind. „Doch darum ging es bei der Verhandlung gar nicht“, berichtet Grausam. „Das hat mich schon enttäuscht.“

Für Richterin Cornelia Dürig-Friedl war klar: Der Kreuther muss sein Anlage der gemeindlichen Gestaltungssatzung anpassen. Das heißt, die Kollektoren dürfen bleiben, müssen aber plan auf dem Dach liegen. Derzeit handelt es sich um ein nachführendes Modell. Heißt: Bei Bedarf stellt sich die Anlage auf, um mehr Sonne zu erwischen. „Wenn sie flach liegt, taugt sie nur fürs warme Wasser, aber nicht mehr zur Heizungsunterstützung“, erklärt Grausam. Das sei sehr schade. 

Insgesamt hat der Kreuther sieben Jahre Rechtsstreit hinter sich. Der Petitionsausschuss des Landtags hat sich mit dem Fall befasst, Grausam hat auch das Bundesumweltministerium angeschrieben. Doch es half alles nichts. Grausam muss seine Anlage anpassen, ansonsten ist ein Zwangsgeld von 500 Euro zu zahlen. Das Gericht hat ihm jetzt eine Frist von vier Wochen für den Umbau der Anlage eingeräumt. Diese Frist, sagt Grausam, werde er einhalten.

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